Auf nach Mücheln, 16.05.2019, ca. 20km

Es ist 5 Uhr morgens, ich schäle mich aus meinen Schlafsack, gehe runter in den Stall zu den Pferden. Schüssel mit Wasser habe ich dabei. Ich gebe Kraftfutter ins Wasser und lasse es Quellen. Draußen ist es kalt.6 Grad Celsius, und dass im Mai. Es ist grau in grau und es regnet. Ob es wohl aufhört. Dazu muss ich die Wetter-App fragen. In den frühen Morgenstunden habe ich den Verlauf des vorigen Tages aufgeschrieben.
Wie war der 16.05.2019? Losgegangen bin ich bei Regen. Dieser war nicht sehr stark jedoch unangenehm. Die Strecke ist nicht spektakulär. Sie führte weite Strecken über öffentlich befahrenen Straßen. Doch nun von vorne. Ich habe die zwei Hotties im Stall gestriegelt die Hufe gemacht aufgesattelt. Die Besitzer standen wir tatkräftig zur Seite. Vom Hof ging es die Hauptstraße entlang für ca 100 Meter, danach scharf rechts auf einen Feldweg. Nach 500 Meter zweigte die Straße bzw der Feldweg links ab. Die Hotties waren ungeduldig, die wollten laufen, laufen. So hatte ich Mühe sie im Zaum zu halten, sodass sie hinter mir nachlaufen oder gehen, nicht ständig überholen. Weiter auf einem Feldweg vorbei an Windkraft Rädern. Das ging erstaunlich gut. Im nächsten Ort Wünsch konnte ich leider Feldweg finden, wie in der Karte eingezeichnet. So führte der Weg weiter auf öffentlichen Straßen. Die Straße von Niederwünsch nach Mücheln war für den Verkehr gesperrt, welch ein Glück. Vor Stöbnitz versuchte ich einen Feldweg zu nehmen. Hat leider nicht geklappt. Außer durchnässte Stiefel, die Hose nass bis zu den Knien, ein Satz mit X. Daher zurück auf die Straße, dieser folgend nach Mücheln. In der Senke von Stöbnitz stehen linker Hand viele, viele Pferde. Hier hatte ich eine riesige Herausforderung. Meine zwei Wallache dürften etwas nicht vergessen haben. Die zwei waren aufgeregt wegen der Herde Stuten. Es war ein Gezerre und Gerangel um die Pferde am Seitenstreifen neben der Straße zu halten. Es ist geschafft, wir sind vorbei. Oben rechts sehe ich eine Tankstelle mit Wiese davor und Bäumen. Es wurde Zeit für mich etwas zu trinken und eine Kleinigkeit essen. Daher die Pferde hoch anbinden und auf zum zweiten Frühstück. Jetzt war es beinahe geschafft. Die beiden waren ungeduldig. Derher losmachen und auf nach Mücheln, nur noch drei bis vier Kilometer. Es gab noch eine Hürde auf der Strecke. Die Hürde war die Brücke über die Bahnstrecke. Danach war es einfach. Nach der Brücke scharf links und den Feldweg 3 km noch folgen zum Ziel. Im Stall angekommen hat man mir zwei Boxen zur Verfügung gestellt. Absatteln, füttern und mich persönlich aussortieren. Auch für mich war eine Box frei. Dort konnte ich ein Seil spannen um die Sättel die Decken und meine Kleidung aufzuhängen damit diese trocknen können. Nun stand im Raum ob ich im Stall in der Hängematte schlafe oder das Angebot annehme um alleine in einer wunderschönen Ferienwohnung zu wohnen. Habe mich für die Wohnung entschieden. Nach dieser langen Regen Wanderung habe ich mich tierisch auf einr heiße Dusche gefreut. Die Ferienwohnung in Mücheln e-Mail-Adresse: Karsten@ kreativmühle.de. Schaut vorbei. Der Reiterhof heißt, Mücheln Reitverein St.Ulrich e.V. , Schloßstraße 4, Mücheln (Geiseltal), ST 06249, Deutschland.
LG Kurt

Keks und Krümel gehen mit mir auf die Reise. (14.05.2019)

Heute geht es von Lettin nach Reit- und Ausbildungsstall Meinhardt, Niederwünscher Straße 4B, Bad Lauchstädt, ST 06246, Deutschland. Die Entfernung beträgt ca. 24 km und es gibt ein Hindernis, welches zu meistern ist. Den Weg zu finden, welcher unter der Autobahn hindurchführt. Zehn Uhr geht es los.

Um acht bin ich zum Stall und habe beide Pferde geputzt und gestriegelt. Es sieht so aus, als ob Beide wüssten, dass es nun eine besondere Reise gibt.  Die Route führt vom Stall in Richtung Heide, dann durch die Heide nach Bennstedt, nach Teutschenthal zum Stall in Schafstädt. Schafstädt gehört zu Bad Lauchstädt. 

Ein Packversuch. Ob das hält?
Ruhe vor dem Start.

 

 

 

 

 

 

Elf Uhr waren beide fertig zum Ritt. Raus aus dem Gehöft Richtung Heide. Da kommt im vollem HURRA ein Müllauto entgegen und die Pferde springen mit mir ins Gebüsch. Nichts passiert oder doch. Nach einigen Metern spielt Keks, dieser ist das Packpferd, verrückt, denn die Ladung ist verrutscht. Der oben auf liegende Rucksack ist nicht stabil genug befestigt. Also zurück zum Stall. Da ich in die Seesäcke noch das Trockenfutter gepackt habe, waren die Seesäcke sehr schwer mit ca. 18 kg pro Sack. Diese hingen zwar stabil die Seite herunter jedoch der 12 kg schwere Rucksack lag obenauf am Sattel und musste anders befestigt werden. Habe den Rucksack neu vertäut und starte den zweiten Versuch. Hinten hinaus bei der Anlage. Wumms, nach 10 Metern ist der Rucksack verrutscht und Keks spielt wieder verrückt. Die Konsequenz daraus, ich muss für Heute abbrechen. Was nun? Ich entschied mich auf verschieben auf den nächsten Tag. Jedoch muss ein besseres Packkonzept her. Nicht das Gewicht ist das Problem, nein, die Lage vom Rucksack auf dem Sattel. Nach reiflicher Überlegung und Diskussion mit meiner Vertrauten haben wir eine Idee zur Lösung gefunden. Mit diesem Wissen bin ich wieder zum Stall, habe umgepackt und siehe da, die Idee lässt sich umsetzen. Nun liegt das gesamte Gewicht seitlich am Pferd. Wie das funktioniert im Detail sehe ich am 15.05.2019. Neuer Versuch. Die Route bleibt gleich.

Hätte nicht geglaubt 30 Minuten später wieder zurück zu kommen.

VG

Kurt

Es wird ernst! Die letzten Reisevorbereitungen werden getroffen. (9.05.2019 bis 11.05.2019)

Hallo liebe Freunde. Probepacken ist angesagt. Zuerst alles Material zusammentragen, die 70 Liter Seesäcke aus der Originalverpackung hervorholen und aus dem Keller noch den 70 Liter Rucksack sowie Wassersack für die Tiere hervorkramen. Die Seesäcke hat meine Liebste für mich abgewandelt. In den Trageriemen hat sie Schlaufen eingenäht, diese sind für die Befestigung wichtig. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur eine Idee wie man das Gepäck befestigt.

Nun ging es zur Frage, was nehme ich mit?

Was und in welch einem Seesack bzw. wo im Rucksack ist was verstaut. Mein Sohn Amadeus hatte einen großartigen Vorschlag, Material auflegen fotografieren, dann weiß ich was wo drinnen steckt. Super Idee und Teilweise umgesetzt. Was habe ich dabei?

  • Beschlagwerkzeug
  • Reserve Kunststoff beschichtete Hufeisen
  • Chaps und meine Lederreithose
  • Beil
  • 400 Meter Seil
  • 200 Meter Elektrozaun Kabel
  • Ein Elektrozaungerät batteriebetrieben
  • Medizinische Notversorgung für die Pferde, Kompressen, Sterile Binden, Wundsalbe etc.
  • 15 kg Kraftfutter
  • Solarpanel und Powerpack
  • Etc.

Ich habe noch einiges Mehr eingepackt. Wem es interessiert, der kann mich per Mail anfragen, was alles noch im Gepäck ist. Das Wenigste ist der Anteil meine Kleidung. Drei Hemden, viermal Unterwäsche, zwei Jeans, Pullover, Windjacke und Regenmantel. Was nicht fehlen darf ist mein spezieller Wanderreithut, welcher der Fahrradhelm-Norm entspricht.

Wanderreithut mit integriertem Kopfschutz.

Donnerstag, Freitag habe ich zusammengepackt, geht alle hinein, wie ist es vernünftig. Man kennt das. Wieviel Gewicht wird zusammenkommen. Wie gesagt, ich habe Donnerstag, Freitag, Samstag geübt, gepackt und umgepackt. Aber geht das aufs Pferd, hält das? Das muss ich noch ausprobieren, aber nicht jetzt. Neben diesen Vorbereitungen habe ich täglich mit den Pferden am Reitplatz geübt. Was? Aufsteigen.

Samstag habe ich bei strömenden Regen mit den Leuten im Reitstall noch abschied gefeiert. Ich habe gehört, dass Wetten laufen wie weit ich komme. Bis bald.

VG Kurt

Gegrillt und gefeiert!

 

 

 

Kunststoffbeschlag für Keks und Krümel am 4.05.2019

Hallo zusammen, am 4.05.2019 war ein spannender Tag für mich und meinen Pferden. Der Tag begann für mich 6 Uhr morgens am Stall, wo ich zuerst 5 Pferde auf die Koppel brachte. Es regnete die ganze Nacht, die Koppel war aufgeweicht und so standen meine Pferde bis zum Hufschmied Termin in weichem Boden. Das ist für den Hufschmied wichtig, da sich aufgeweichte Hufe leichter bearbeiten lassen. Glück gehabt.

Die Pferde standen nun auf der Koppel und es regnete noch immer. Bis zum Eintreffen von Alex habe ich 5 Ställe komplett ausräumen, denn die Einsteller mussten am 4.05.2019 die Boxen reinigen, denn einige Tage zuvor haben wir den Pferden Entwurmungsmittel ins Maul gespritzt. Witzig, Keks hat sich dagegen gewehrt, Krümel hat es ohne Regung über sich ergehen lassen. Für mich unbekannt ob das Wurmmittel einen besonderen Geschmack hatte. Jedenfalls hat Krümel nichts dazu gemeint.

Da ich Einsteller mit zwei Boxen bin hatte ich nach dem Ausräumen vom Stroh viel zu tun. Boden komplett ankratzen, Stäbe säubern, Fressschüssel reinigen nimmt Zeit in Anspruch.

Alex war pünktlich auf die Minute. 10 Uhr 30 rollte er in den Hof und es regnete noch immer. Da Keks und Krümel, speziell Krümel unter dem Flugdach immer Theater macht, wollten wir in der Stallung am Stellplatz arbeiten. Doch, wie wir so diskutieren hört es auf zu Regnen und wir stellen Beide Seite an Seite lose angeleint an den Sattelplatz, den Platz, welchen sie gewohnt sind.

Kunststoff-Beschlag
Sofort angefreundet mit meinen Tieren.
Alex entspannt mit Krümel.
Es ist vollbracht. Alle beide sind fertig beschlagen.

Alex hat sich umgehend mit Krümel anfreundet hat. Daher nicht wie alle am Hof geunkt hatten, Keks und Krümel sind schwierig, nein beide waren lammfromm. Könnte auch sein, dass das Schwarzbier, welches ich den Beiden zum Frühstück verabreichte einen Beitrag leistete.

Was ist da in der Leckschale?

Ungeachtet der Unkenrufe hat es bestens geklappt, die Vorbereitung lief reibungslos und bei beiden waren die Hufe für´s Beschlagen vorbereitet. Nun kam der spannende Teil. Da ich vor einigen Monaten einen Leckstein mit Lakritze gekauft hatte und beide Lakritze mögen, haben wir sie beim Beschlagen lecken lassen. Das taten sie mit einer solchen Begeisterung, dass sie vergessen haben was an den Hufen passiert. Nach drei Stunden war alles erledigt. Die Beiden laufen gut und schön auf den neuen „Eisen“, welche in Wahrheit aus Kunststoff sind.

Wenn ihr mit Alex arbeiten wollt, er lebt im Postleitzahlgebiet 06193, dann schreibt Alex ein Mail auf Info@alexander-decker.de

VG

Kurt

Der Termin rückt näher. Zur noch zwei Tage zum Abreisetermin. (12.05.2019 bis 13.05.2019)

Am Sonntag haben wir noch einmal die ersten Etappen besprochen. Die genaue Route zum ersten Ziel festgelegt. Dann sind wir mit dem Auto die Schlüsselstellen abgefahren und haben zusätzlich die zweite Etappe angeschaut. Montags bin ich wiederum in den Stall, habe beim Ausmisten geholfen, danach bin ich zum Frisör, habe noch eine Mundharmonika und Blockflöte gekauft damit ich Keks und Krümel was vor musizieren kann. Ob die es mögen wird sich weisen.

Zurück aus der Stadt habe ich nachmittags gesattelt und bin mit den Beiden auf den Reitplatz. Aufsteigen ist angesagt. Erstaunlich, die Beiden haben mich problemlos in den Sattel gelassen.

Probebeladung. Ob das gut ist?

Das Probepacken ist erledigt, die Gepäckstücke müssen nun aufs Pferd. Dazu habe ich Keks gesattelt und bin mit ihm zu meiner 300Meter entfernten Wohnung gegangen, nicht geritten. Dort habe ich die von mir angestellte Packüberlegung ausprobiert. Siehe da, es funktioniert.

Mein Freund Michael!

Um aber zu sehen, was passiert, wenn Keks schneller läuft bin ich auf den Reitplatz und habe Keks longiert. Da musste ich lernen, dass der Sattel ganz sicher sitzen muss und das Gepäck gut verschnürt ist, ansonsten rutscht es ggf mit dem Sattel auf einer Seite herunter. Das ist mir beim Longieren passiert. Der Sattelgurt war nicht fest genug angezogen.

Wieviel Gewicht trägt das Begleitpferd? Ca. 35 kg. Ich habe alle Teile gewogen, die Seesäcke wiegen 11 kg pro Seesack, der Rucksack wiegt 13 kg.

Wie wird das Ganze befestigt? Die Seesäcke hängen seitlich und der Rucksack liegt oben quer.

Boxengasse. Ausmisten ist angesagt.
Es ist sonnig, aber kalt.

Viele Grüße

Kurt

Keks und Krümel beim Zahnarzt (26.04.2019 bis 3.05.2019)

Keks, ziemlich betatscht!

Am 26.04.2019 waren Keks und Krümel beim Zahnarzt.

Ob die Beiden genauso viel Angst davor hatten wie ich, wenn ich zum Zahnarzt muss. Krümel und Keks sind beinahe zeitgleich zur Zahnbehandlung aufgerufen worden. Zuerst Krümel, der wollte nicht in den fremden ihm nicht bekannten Stall, schließlich war er noch nie dort drinnen. Anders Keks, dieser folgt mir unbekümmert in die Box.

Was für ein Job?

Der Zahnarzt Martin hat Krümel untersucht und festgestellt, dass dieser einseitig kaut und leichte Magenprobleme hat, deshalb muss Krümel jetzt Medizin einnehmen. Keks hat keinerlei Beschwerden, jedoch auch bei ihm war die Zahnbehandlung notwendig. Zuerst wurde Krümel sediert, daher ruhiggestellt, in der Box nebenan musste Keks sich sedieren lassen. Alles in Allem hat das gut funktioniert. Die Zahnbehandlung habe ich zum ersten Mal gesehen und war erstaunt mit welch einem Gerät der Zahnarzt zu werke geht. Leider habe ich von den Werkzeugen keine Fotos gemacht. Um die Pferde aus der Betäubung herauszuholen war ein mächtiger Spaziergang angesagt wobei die Beiden in der ersten Stunde mit einer leichten Decke marschierten. Ein großes Danke gebührt meinen Kolleginnen am Hof, welche mir mit den Decken ausgeholfen haben und einige Runden mit den beiden gegangen sind.

15 bis 20 Minuten Gras zum Angewöhnen für die Tour.

Mein Smart-Phone zeigte mir nach den Runden am Reitplatz, dass ca. 8 km zurückgelegt habe. Die Runden sind notwendig bis die Pferde den Kaureflex wieder aktiviert haben. Der Kaureflex zeigt an, dass sie wieder fit sind. Es dauert zweieinhalb Stunden bis ich die Hotties, zwar noch immer leicht betatscht, wieder auf die Koppel stellen konnte. Danach kam noch die Herausforderung wie ich Krümel pulvrige Medizin verabreiche. Meine Partnerin „Geistesblitz“ hatte die Lösung. Apfel und Karotte reiben Medizin unterjubeln und Krümel aus der Schale fressen lassen. Damit es gerecht zugeht hat Keks die gleiche Ration erhalten, aber nicht gerieben. Zu guter Letzt habe ich nach den Amtstierarzt gefragt und welche zusätzlichen Impfungen die Pferde benötigen. Es stellte ich heraus mit der Tetanus Impfung sind alle Anforderungen erfüllt. Die Wurmkur war zuletzt im November 2018. Der 26.04.2019 war ein spannender Tag, denn ich konnte mit Alex dem Hufschmied noch vereinbaren, dass die Pferde am 4.05.2019 mit Kunststoff-Hufen beschlagen werden. Hier noch ein Tip von Martin, sollten deine Pferde schlapp machen, dann gib ihnen etwas Honig, der wirkt Wunder. Er muss es ja wissen, war lange zeit der Tierarzt für die Deutsche Nationalmannschaft der Distanzreiter.

Adresse Zahnarzt:

ProSAANI GmbH
Münchehofer Straße 30
15366 Hoppegarten OT Münchehofe

Telefon 03342/4235620
Email: info@prosaani.de
Fax 03342/4235621

Es war ein spannen der Tag. Bis zum nächsten Mal.

VG

Kurt

Vorbereitung auf die große Tour mit Keks und Krümel (15.04.2019 bis 25.04.2019)

Ausritt mit Freunden.Die wunderbaren Osterfeiertage mit den warmen Temperaturen waren eine sehr gute Gelegenheit die beiden Hotties wiederum zu testen. Wir sind im Viereck geritten, waren dreimal draußen im Feld und haben am Osterwochenende ca. 35 km zurückgelegt.                                            

Klar, beide haben geschwitzt, ich gestehe, ich auch. Es hatte ca. 27 Grad im Schatten und kaum einen Luftzug. Neben den Einzelausritten bin ich mit Krümel die Stalltour mit den Leuten vom Stall über 16km mit geritten. Dabei geht es darum, dass die Reitschüler mit den Schulpferden ins Gelände kommen und die Schüler sicher werden im Umgang mit den Tieren. Für Krümel, Keks blieb zuhause, war es ein interessantes Erlebnis in einer Gruppe mit Stuten, Hengsten und Wallachen zu gehen.

Er hat sich sehr gut verhalten, jedoch sind einzelne Stuten ein wenig hysterisch, wenn man denen zu nahekommt. Zusätzlich hat sich herausgestellt, dass Krümel mit den Bummeln im Schritt nicht einverstanden ist. Krümel möchte ausschreiten, gehen und legt dabei eine Geschwindigkeit vor, welche den Pferden in der Gruppe sichtlich zu schnell war. Um aufzuschließen musste die Gruppe antraben. Klar habe ich versucht Krümel in der Gruppe zu halten, was nicht immer funktionierte und er dann mit dem rechten Vorderhuf sichtlich genervt zum Stampfen begann solange bis ich Krümel wiederum sein Tempo gehen ließ. Nach diesem Ritt waren wir, Krümel und „einer meiner“ etwas klüger. Schön war, dass Krümel die anderen Pferde toleriert hat. Er war entspannt und verträglich unterwegs. Nach diesem Ausritt war ich erleichtert, dann Krümel hat sich in allen Lagen als großartiges, verträgliches Pferd erwiesen. Um die Hotties auf die lange Tour vorzubereiten, gehen wir täglich, wenn ich vor Ort bin ca. 15 Minuten auf die Weide und lassen sie Gras fressen. Wir gewöhnen sie langsam an Gras, das erleichtert die Ernährung auf der Tour.

Wie man sieht ist das Gras heiß begehrt, man bringt Beide kaum von den einzelnen Grasbüscheln neben der Koppel weg, wie ist das erst auf der Weide? 

VG Kurt

Keks und Krümel in weiteren Belastungs- und Stresstest (01.04.2019 bis 14.04.2019)

Es geht in die spannende Phase. Am 14.05.2019 möchte ich meine Tour nach Barcelona starten. Zahlreiche Vorbereitungen treffe ich um gut gewappnet den Trail zu starten. Zwischenzeitlich habe ich noch Besorgungen gemacht. Ich habe ein Hufbearbeitungs-Notwerkzeug gekauft, dann noch 3 mal 100 Meter Seil, eine Weidezaungerät batteriebetrieben, zwei Unterhosen mit Einlage damit der Hintern nicht aufscheuert und ganz wichtig zwei große Seesäcke, welche ich nun zu leicht handhabbaren Säcken mit einfacher Befestigung an einem Westernsattel vorbereite. Das WIE zeige ich in einem der nächsten Beiträge. Klar habe ich Wassersäcke faltbar, man kann diese auch als Futtersäcke verwenden und ich habe mich zum Thema Fastfood für Pferde informiert. Glaubt mir, ich bin noch immer verwirrt. Es ist erstaunlich was es alles am Markt gibt, welches Mittelchen oder Futterzusammensetzung für welches Pferd bei welchem vermeintlichen Leiden gibt. Es hat mich beinahe verrückt gemacht. Täglich habe ich die umfangreichen Kommentare gelesen bis Schluss endlich ich mich für folgenden Futterzusatz entschieden habe.

   

St.Hippolyt Super Futter für Top-Leistung! Laut Beschreibung liefert St.Hippolyt Supercondition die Basis für eine ideale Versorgung des kompletten Muskelapparates und einen ideal funktionierenden Muskelstoffwechsel. Das Ergebnis: Fitness, Kondition und auch kurzfristige, effiziente Leistungsabrufung sind der Standard. Ob das stimmt, werde ich erst in einigen Tagen wissen. Angeblich macht dieses Futter die Pferde glücklich und ausgeglichen. Na ja, ich glaube es fürs Erste.

Was passiert und was steht in den nächsten Tagen noch auf dem Programm. Zum eine Fenz bauen, dazu muss ich noch die Baum-Seilschlingen bauen, deren brauche ich mindestens 8 Stück. Dann die Spanngurte vorbereiten und nochmals auf Funktion prüfen sowie 120 Meter Weidezaundraht/Schnur besorgen, denen n ansonsten kann ich mir das Weidezaungerät sparen. Wichtig ist auch der Baumzelt Test, welchen ich seit Wochen vor mir herschiebe.

Ich denke, dass die regelmäßigen längeren Ausritte gut sind für die Pferde um diese zu konditionieren. Pro Woche auf drei Tage verteil ca. 35 km. Z.B. 18 km am Stück, dann 9 bis 12 km am Folgetag und am dritten Tag noch einmal 5 bis 8 km. Danach gibt es wieder Ruhezeit. So sieht aktuell das Trainingsprogramm für die Pferde aus.

Bei den letzten Ausritten haben wir wiederum die Fähre benutzt. Man muss die Nutzung einer Fähre regelmäßig üben, genauso wie das Verladen in den Anhänger.

VG

Kurt

Keks und Krümel im Belastungstest, zuerst 18km und tags darauf 9km (28.03.2019 – 31.03.2019)

Frage? Sind Keks und Krümel denn bereit eine Distanz von ca. 24 km pro Tag oder mehr zu laufen?

Ja, lautet die Antwort. Auch wenn Keks und Krümel nicht täglich trainiert werden sind die Beiden in top Zustand. Klar nach ca. 18 km waren die Pferde leicht verschwitzt, jedoch konditionell noch in der Lage weitere Kilometer zu gehen. Problematischer war da schon mein Allerwertester. Am Tag zwei sind wir zum Mittagessen geritten, haben bereits zum zweiten Mal die Fähre benutzt und den Weg über den Fluss toll geschafft. Beide leicht nervös, diese ungewöhnlichen Geräusche und Bewegungen, jedoch handhabbar.


Einige Tage zuvor war ich auf der Insel Mallorca bei Freunden. An einem der Tage haben wir einen 24 km Ritt unternommen mit ca. 2 km Galopp am Sandstrand. Wie immer habe ich Valiente geritten. Valiente geht gerne unter mir, jedoch die letzten 2 km hat er starke konditionelle Schwächen gezeigt. Laut Nathalie war er lange nicht am Strand bzw. wurde geritten, was seiner Fitness geschadet hat. Gut ich habe Valiente mit vielen Verschnaufpausen bis 400 Meter von zuhause geritten, dann bin ich runter und habe den armen Kerl nach Hause geführt.

Hier noch eine nette Story von Nathalie: Eine Woche zu vor hatte Nathalie einen Ausritt mit einer kleinen Gruppe. Eines ihrer Pferde, Korks, war mit von der Partie. Zuhause angekommen war Korks ruhig hat sich umgehend hingelegt und zeigte Anzeichen von Schwäche. Der gerufene Tierarzt konnte keine Krankheits-Symptome feststellen. Was war passiert? Korks hat beim Ausritt über den Zaun geguckt und Pflanzen gefressen, aber welche? Er hat Hanfknospen gefressen und war schlichtweg high für ca. 3 Tage. 🙂 Ja, sowas passiert.

Zurück nach Deutschland. An den kommenden Wochenenden werden wir die Pferde gut auf die große Aufgabe vorbereiten. Täglich 20 km und mehr an drei aufeinander folgenden Tagen. Zugabe von Spezialfutter zum Muskelaufbau. Zusätzlich sollten wir die Tiere an ungewöhnliche Geräusche gewöhnen, ob das gelingt weiß ich nicht.

Ein Themenbereich ist Probepacken und am Sattel befestigen, sowie das Baumzelt testen. Daher, bis zum nächsten mal.

VG

Kurt

 

Wann geht die Reittour los? Stand 25.03.2019; Mitte Mai 2019

Da ich die letzten Wochen mit einer scheußlichen Verletzung an der linken Hand außer Gefecht gesetzt wurde, hat sich der Termin um einige Tage nach hinten geschoben. Geplant 1.Mai 2019, es wird wohl ca. 14 Mai werden. Warum? Nun, so manche Übung ist noch nicht gemacht. Meine Sachen packen, Pferde bepacken, Baum Zelt ausprobieren, Drohne programmieren, Stromversorgung für Mobil-Phone testen, Fenz bauen und mit Elektrozaundraht absichern etc. Noch viel zu tun die nächsten Wochen. Da ich aktuell beinahe vier Wochen verloren habe hinke ich hinterher. Die Bestellungen für den Elektrozaun, sowie die zusätzlichen Seile ist noch nicht erfolgt. An reiten war ebenfalls nicht zu denken, sodass ich für den 29.03.2019 drei Stunden reiten am Reitplatz mit Begleitpferd an der Führleine noch vor mir habe, sowie einen Ausritt über 20 bis 25km. Apropos Ausritt. Ich war bei Freunden auf der Insel Mallorca und wir sind ca. 25 km geritten mit einer kurzen Pause von 1/2 Stunde. Das hat bestens geklappt, jedoch war es ohne Begleitpferd an einer Hand.

Die Übung, reiten lange Distanzen mit Begleitpferd, wird noch spannend, denn mehr als eine Stunde habe ich noch nicht geübt. Interessant wird auch, wie das Bepacken der Pferde funktionieren wird, passt meine Vorstellung. Da ich die Pferde täglich wechseln will, muss ich die original Sattel auflegen. Bilder folgen. Auch muss ich die nächsten Tage meine beiden Hotis beschlagen lassen, denn das Thema Hufschuhe hat sich wohl erledigt oder doch nicht? Mal sehen was sich noch auftut.

VG Kurt

Die neue Tour. 60 Tagesetappen von Leipzig nach Barcelona, Ruhetage nicht eingerechnet. Ersetllt: 3.3.2019

Nachdem meine kalabrischen Freunde mir dringend von der Tour Sizilien nach Leipzig erfolgreich abgeraten haben, habe ich bereits vor einigen Wochen mit der Planung Umgebung Leipzig nach Barcelona begonnen. Die erste Frage lautet, wie plant man so eine Tour? Ich könnte einfach drauf los reiten, sehen wieweit ich komme pro Tag, bemühe in der Nacht Hotel „Fichte“ und weiter geht es am nächsten Tag. Etappen ca. 25 bis 30 km, so könnte ich es machen. Jedoch kam ich zum Schluss, dass bei immer weniger Natur, welche durch Hauptstraßen und Autobahnen durchschnitten ist, bedarf es doch einer Planung, auch wenn ich diese sicherlich nicht zu 100% umsetzen kann.

Und wie reite ich von Leipzig nach Barcelona? Direkt nach Süden, ein wenig nach Westen in den Thüringer Wald? Durch die Rhön, östlich an Frankfurt vorbei, dann durch den Spessart, den Odenwald oder doch nördlich von Frankfurt über Vogelsberg, Taunus in den Hundsrück? Alles Überlegungen die ich intensiv bearbeitet habe. In langen Diskussionen mit Freunden habe ich doch zwei Routen ausgearbeitet. Zuerst östlich vorbei an Frankfurt und eine Route nördlich von Frankfurt. Östlich von Frankfurt nach Süden und dann westlich an Stuttgart vorbei in den Schwarzwald und in die Vogesen. Ist es doch besser Frankfurt im Norden zu passieren, Vogelberge, Taunus über den Hunsrück durchs Saarland in die Vogesen? Diese Routen sind aus meiner Betrachtung die größte Herausforderung. Wie die Planung weiter geht erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Die Routenplanung ist ein Thema.

Was ist mit den Pferden, wie erfolgt die Ernährung der Tiere, wo bringe ich die Tiere unter über Nacht? Alles Fragen die mich ständig bewegen, welche mit Freunden Diskussionen auslösen und wo ich immer wieder unterschiedliche Ratschläge erhalte. Nachdem alle Ansichten in sich richtig und schlüssig sind, muss ich für mich eine Entscheidung treffen. Eine Möglichkeit ist, Reiterhof um Reiterhof anzusteuern. Jedoch das wird nicht immer gelingen. Damit ich weiß, was ich als Alternative machen kann um die Tiere sicher in der Nacht unterzubringen, habe ich einen Plan entwickelt, die mobile leichte Fenz. Was brauche ich dafür? Seile, Spanngurte, vorbereitete Seilschlingen und einen Platz mit Bäumen, nicht zu dicht, wo diese ungefähr in einem Rechteck oder Quadrat zueinander stehen.

Baumseilschlinge, damit der Baum nicht beschädigt wird.

Wie baue ich eine Fenz? Dazu habe ich 3 Seile a 100 Meter gekauft, Seilschlingen für die Befestigung vorbereitet und Spanngurte im Gepäck. Ideale Seile sind Kletterseile, die bekommt man in ausreichender Länge und Stärke.

Mit diesen Utensilien ausgerüstet lässt sich eine kleine Fenz in einer Waldlichtung bauen. Wie ich eine einfache Fenz baue, zeige ich in einem gesonderten Beitrag noch mit Bildern. Ob diese Fenz sich bewährt, dass wird sich in den nächsten Tagen herausstellen, denn ich werde im März bzw. April 2019 eine zwei bis drei Tage Tour machen. Etwas steht bereits heute fest, egal welche Route ich wähle, es sind ca. 60 Etappen ohne Ruhetage.

Bis zum nächsten Mal.

VG Kurt

Geplante Wanderreittour mit Keks und Krümel ca. 2000km von Sizilien nach Leipzig (28.01.2019 – 15.02.2019)

 

Ursprünglich war mein Vorhaben, von Sizilien aus nach Leipzig auf den Spuren von Goethe zu reiten.

Dafür hatte ich geplant, in Sizilien von Catania aus nach Messina reiten, dann mit der Fähre nach Kalabrien überzusetzen und den Apennin mittig von Süden nach Norden zu durchqueren. Als Krönung der Tour wollten wir die Alpen im Großglockner Gebiet bezwingen und anschließend durch das wunderbare Österreich und bis nach Leipzig vorankommen. Eine sehr spannende Tour, für welche ich im vergangenen Jahr die Pferde Keks und Krümel gekauft hatte und in jeder freien Minute trainiere. Die Route war beinahe fertig geplant, die Themen Pferdefutter und Unterbringung beinahe gelöst. Nur der Transport der Tiere nach Sizilien war noch offen. Und dann kam die Diskussion mit italienischen Freunden. Warum die Diskussion? Man möchte ja ein wenig mehr über Land und Leute und die Gepflogenheiten erfahren. Freunde von mir sind aus Kalabrien und Kalabrien wäre Teil der geplanten Route. Monatelang beknieten mich die Freunde, von diesem Plan Abstand zu nehmen. Deren Argument ist, Kalabrien sei mafiös und für einen einzelnen Reisenden mittlerweile sehr gefährlich, da viele Menschen arm sind. Sie befürchten, dass ich ausgeraubt oder meine Pferde gestohlen werden.

Nach endlosen Diskussionen und Abwägen der Risiken habe ich mich überzeugen lassen. Aussagen der Freunde, du musst zumindest eine „Schrotflinte“ dabei haben, haben mich nachdenklich werden lassen. Ich als Österreicher mit Schusswaffe im fremden EU-Land, welcher in vermeintlicher „Notlage“ schießt und vielleicht auch trifft, das ist mir doch zu riskant. Schließlich liebe ich meine Freiheit und nicht die gesiebte Luft hinter Gittern. Derweil ich jetzt diese Zeilen schreibe,  bin ich doch nach wie vor ein wenig traurig, dass ich umdisponiert habe. Sizilien, Kalabrien, durch den Apennin, bei Heiligenblut nach Rauris – Großglockner Gebiet – über die Alpen, dieses Vorhaben hatte mich schon begeistert und einen starken Reiz auf mich ausgeübt.

Über die Alpen von Heiligenblut nach Rauris sind 1500 Höhenmeter zu überwinden auf einer Distanz von 32km, das wäre eine tolle Herausforderung. Dass ich jetzt umplane, liegt auch am fehlenden Transport. Leider konnte ich keine Firma finden, welche meine Pferde nach Süden gebracht hätten, wobei nicht einmal eine bestimmte Stadt anzuvisieren gewesen wäre. Gut, nun sitze ich mit einer geänderten Vision und einem halbfertigen Plan in der Tasche am Schreibtisch und überlege, wie ich diesen Plan kommuniziere. Die neue Route führt mich von Leipzig quer durch Deutschland und Frankreich nach Barcelona. Geplant sind Tagesetappen von ca. 30km, das sind je Pferd 15km mit mir als Reiter auf dem Rücken. Zu Beginn der Tour würde das bedeuten, dass ich einmal am Tag das mitgeführten Gepäck , welches max. 60 kg haben wird, von einem Pferd auf das andere Umpacken muss. Solange, bis sich die Pferde daran gewöhnt haben, mich eine ganze Tagestrecke zu tragen.

Damit das alles klappt, habe ich nun das Reiten mit Handpferd im Trainingsprogramm . Dabei stellt sich heraus, dass Krümel als Führender mit Keks im Schlepptau sehr gut funktioniert. Mit Keks als Führpferd ist es ein wenig schwieriger, denn Keks geht noch immer nicht sauber am Einhandzügel. Da muss ich noch Einiges an Übungseinheiten reinstecken. Nun gut Freunde, im nächsten Blog werde ich die Route bekannt geben. Eines kann ich bereits jetzt verraten, die Tour dauert im Minimum 60 Tage ohne Pause für Pferde und Reiter. Mal sehen, wer früher Ruhe benötigt?

VG

Kurt

Keks und Krümel im Schlepptau für 18km (14.01.2019 – 27.01.2019)

Zwei beste Freunde.
Krümel, aufgesattelt
Keks mit Wanderreit-Halfter

Es ist nicht so, dass wir mit Keks und Krümel im Schlepptau nur durch die Heide und Wälder pirschen, jedoch war in den letzten Tagen das Wetter so unbeständig, Eis, Regen, Tauwetter, dass an Reiten mit den unbeschlagenen Tieren nicht zu denken war. Der tiefgefrorene Boden trügerisch und gefährlich. Sogar beim Spazierengehen sind die Tiere im Wald auf leicht abschüssigen Flächen ausgerutscht, was aber ohne Reiter kein Problem darstellte.

In der Zeit vom 14.01.2019 an war ein beinahe tägliches Trainingsprogramm Kommando: „gib Huf“, daher den entsprechenden Huf freiwillig heben oder bereits von sich aus anheben, wenn man danebensteht.

Diese Übungen funktionieren bei nahezu perfekt. Je nach Tagesverfassung sofort beim Kommando oder bereits, wenn man am entsprechenden Bein steht. Dabei gibt es eine bemerkenswerte Marotte von Krümel. Krümel verweigert, wenn man links vorne beginnt. Mit zuerst links Hinten und dann Vorne klappt es bestens. Keks ist der Schlaue. Er ist gelehrig und doch nicht. Gib Huf geht perfekt, das Aufsteigen klappt nicht auf Anhieb. Nachdem Aufsatteln ist alles in Ordnung. Sobald die Trense im Maul ist, ändert sich sein Verhalten.

Aus zum Reitplatz, dann Nachgurten, Wohlfühlzone einrichten, Keks in die Position stellen, die Aufsteighilfe positionieren, alles OK. Keks steht felsenfest. Sobald ich mich seitlich der Aufstiegshilfe nähere, beginnt Keks, nicht abrupt, sondern mit kleinen Schritten, sich langsam nach hinten zu bewegen. Somit ist die Position für mich als Reiter in den Steigbügel zu steigen nach hinten gerutscht. Das Spiel beginnt von vorne. Positionieren, auf die Aufsteighilfe steigen und Keks steht weiter hinten. Da hilft kein Leckerli, keine Wohlfühlzone, kein gut zureden. Es hilft u.U. Keks lange am Hals kraulen, streicheln. Ein Klapps auf den Hintern ist wirkungslos. Mit der Gerte drohen, diese nur in die Höhe zu halten treibt Keks sofort zur Flucht, was mir zeigt, dass Keks von seinem Vorbesitzer öfters kräftig vermöbelt wurde. Die Lösung fürs Aufsteigen ist daher Vertrauen schaffen und ständiges Wiederholen, solange bis es klappt. Bei Krümel ist es gänzlich anders. Hinstellen, loben, liebkosen und aufsteigen. Das klappt und wenn er dann noch ein Leckerli bekommt, ja dann scheint er glücklich zu sein.

Nach den Aufsteigübungen und einigen Runden reiten folgt Bodenarbeit, dabei liegt der Schwerpunkt auf Vertrauen in den Reiter, Nachahmen, Nachlaufen. Was versteh ich darunter? Meine Vierbeiner müssen mir beinahe blind über Hindernisse folgen, ohne Scheu Engstellen passieren, durch unbekannte Wasserstellen laufen. Mit anderen Worten, immer hinter mir her, ohne dass ich am Führstrick zerren muss. Das klappt im Viereck sehr gut, da es bei erfolgreichen Übungen Leckerli gibt. Dabei muss ich aufpassen, dass beide Pferde gleichermaßen gelobt und bedacht werden. Man glaubt es kaum, die sind, was Leckerli angeht, eifersüchtig und starten auch schon mal einen „Schaukampf“.

Jedoch verhält sich Keks beim Spazieren gehen völlig anders. Er muss ständig vor mir, sprich der Erste sein. Ihr könnt Euch damit vorstellen wieviel Mühe es kostet 18km mit Keks im Schlepptau zu gehen.

 

Liebe Leser, viel Spaß bis zum nächsten Mal.

 

Kurt

Fähre Fahren und Aufsteigen ohne Stress. Intensives-Training. (31.12.2018 bis 13.01.2019)

Am 31.12.2018 war es soweit. Auf zur Fähre, Freunde besuchen und wiederum zurück. Wir haben aufgesattelt und sind über die Hügelkette am Fluss zur Fähre geritten. Dort abgestiegen, mussten wir zuerst den Fährmann um Erlaubnis bitten die Pferde auf die Fähre zu bringen.

Nach leichtem Murren hat er zugestimmt, bestimmt hat es nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Zu unserem Erstaunen sind Keks und Krümel problemlos auf die Fähre gegangen. Sobald diese ablegte wurden beide etwas nervös, jedoch hat es perfekt geklappt, nachdem wir uns vom Dieselaggregat entfernt hatten. Am anderen Ufer gab es einen ausgiebigen Spaziergang, da unsere Freunde kurzfristig verreist waren. Den Weg zurück haben wir wieder mit der Fähre unternommen. Jetzt waren die Pferde doch nervöser als vorher und haben einiges auf der Fähre hinterlassen, was händisch zu entfernen war, die Kehrschaufel hatten wir vergessen. Zurück am heimatlichen Ufer wollte ich wiederum auf Keks aufsteigen, was sich als schwierig darstellte. Mit anderen Worten, selbst mit fremder Hilfe war das Aufsteigen ein Kraftakt. Es wurde Zeit, dass beide Pferde das Aufsteigen als natürlichen Teil im Umgang mit ihnen zulassen. Intensives Training erforderlich, oder? Sowohl Keks und Krümel hatten unterschiedliche Eigenheiten. Um aufzusteigen brauchte man Hilfe. Keks wich ständig zur Seite aus, ging vorwärts oder rückwärts. Auch Krümel zeigte ähnliches Verhalten. Zur Seite und vor allem nach hinten.

Das äußert sich so, man nähert sich dem Steigbügel und das Pferd geht weg. Noch schlimmer war es dann mit der Aufsteighilfe, diesem gefährlichem „Monster“. Kaum aufgestellt, kam die „Fluchtreaktion“, je nach Pferd, nach vorne oder hinten. Was tun? Dazu habe ich mich an Nathalies Worte erinnert: „du musst dem Pferd eine Komfortzone schaffen“, jedoch wie geht das? Nathalie sagte: „Stell ein Pferd konsequent immer an die gleiche Stelle, bis es kapiert, es ist ungefährlich“. Dazu habe ich zum Training die Aufsteighilfe zirka 1 Meter parallel zur Einzäunung am Reitplatz gestellt. Anschließend den Keks an der Führleine in den Zwischenraum geführt, mit Keks geredet, Streicheleinheiten verteilt und Keks gezeigt, dass nichts Gefährliches passiert. Als Belohnung, sobald Keks still gestanden hat ohne Bewegung nach vorne oder nach hinten, bin ich auf die Aufsteighilfe gestiegen und habe mich auf den Sattel gelehnt, um Keks mit dem Gewicht langsam vertraut zu machen. Jedes Mal, wenn Keks diese Übung erfolgreich bestanden hat, gab es, neben lobenden Worten und Zärtlichkeiten, ein Leckerli. Danach gab es Pause für Keks und dieselbe Prozedur begann nun mit Krümel. Schritt für Schritt identisch solange bis Krümel ohne Führleine in der Hand neben der Aufsteighilfe stehen blieb und mich anstandslos aufsteigen ließ. Streicheleinheiten, lobende Worte und zur Krönung Leckerli. Sofort nach dem Erfolg der Übung Pause für Krümel. Danach wiederum eine Wiederholung mit Keks und danach wiederum Krümel, das Ganze viermal, vier Tage in Folge. Nachdem beide Pferde die Übungen mit Bravour gemeistert haben, sie mich anstandslos über die Aufsteighilfe aufsteigen ließen, habe ich zum Abschluss einige Runden mit Keks und danach mit Krümel am Reitplatz absolviert. Es ist schon entspannt, wenn man keinerlei Hilfe beim Aufsteigen braucht. Ob das in den nächsten Tagen wieder problemlos funktioniert, werde ich sehen. Fest steht, Leckerli wirken Wunder oder ist es die konsequente Umsetzung der Übung? Vier Tage hat es gedauert bis alles klappte. Ich glaube, Keks und Krümel und auch ich haben einiges gemeinsam gelernt.

 

Daher, bis zum nächsten Mal.

Euer Kurt

Vertrauensbildende Maßnahmen. Täglich vor Ort und immer Leckerli in der Tasche. (21.12.2018 bis 30.12.2018)

Seit dem 21.12.2018 trainieren wir beinahe täglich. Täglich bin ich im Stall, beinahe immer zur gleichen Uhrzeit. Während ich Stallarbeit mache dürfen sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Am Reitplatz toben. Anschließend striegeln, Hufe reinigen, Streicheleinheiten geben und ab und zu gibt es Leckerli für Besonderes. Beispielsweise für freiwilliges Hufe geben. Für Keks habe ich verschiedene Gebisse gekauft und dazu Halfter gebaut.

Das Wetter vor Weihnachten war regnerisch, jedoch nicht unbedingt kalt. Die Beiden fühlen sich sichtlich wohl. Am 23.12.2018 sind Yvonne und Philipp aus Salzburg angereist. Welch eine Freude. Yvonne ist eine hervorragende Dressurreiterin und hat schon einige Titel in ihrer Klasse gewonnen. Ich war sehr gespannt darauf zu sehen, wie Yvonne das Reiten im Gelände gefällt. Bahn und Gelände sind schließlich komplett verschiedene Angelegenheiten. Am Montag, dem 24.12.2018, haben wir bei leichtem Regen mit Aussicht auf Sonnenschein aufgesattelt. Yvonne bekam Krümel und ich habe Keks geritten. Für mich total spannend, wie werden Keks und Krümel das erste Mal zusammen im Gelände gehen? Zirka 11 Uhr sind wir vom Hof geritten. Wie auf Bestellung  ist die Sonne hervorgekrochen und hat den Blick auf diese wunderschöne kupierte Reitlandschaft freigegeben.

Yvonne war von den Anblick angetan, denn bei ihr zuhause muss sie ca. 5km öffentliche Strasse nutzen, bevor Sie  im Gelände reiten kann. Da es sehr rutschig war, sind wir nur Schritt und leichten Trab gegangen in Richtung der nächsten Flussfähre. Harmonisch ohne Stress und die Landschaft genießend sind wir die Hügel hinauf und hinunter geritten. Kurz vor der Fähre wollte ich einen Schotterweg abwärts reiten, leider ohne Erfolg. Wir zwei erfahrenen Reiter konnten unsere Pferde nicht dazu bewegen den Weg zur Fähre hinunter zu gehen. Nach einigen Fehlversuchen die Tiere in diese Richtung zu steuern haben wir aufgegeben. Warum? Nun keiner von uns wollte absteigen und so haben wir den bequemeren Weg genommen. Außerdem wurde uns kalt. Bei diesem nasskalten Wetter bekommt man trotz gutem Schuhwerk schnell kalte Füße. Daher nichts wie zurück. Yvonne und Krümel verstanden sich prächtig und Keks hat sich von seiner charmanten Seite gezeigt. Yvonne darauf angesprochen wie sie sich fühlt meinte: „Gelände hat seine eigenen Gesetzte und ist nicht vergleichbar mit dem Reitplatz.“ Speziell beim Abwärtsreiten waren wir sehr vorsichtig wegen des rutschigen Untergrunds und so haben wir einige talwärts Passagen von den Hügelkuppen in Serpentinen genommen.

Im Stall angekommen war Yvonne, aber auch ich, zufrieden. Ein schöner Ausritt. Yvonne hat es sichtlich genossen Krümel zu reiten, denn dieses Pferd, welches sich nicht longieren lässt, geht hervorragend unterm Sattel und reagiert sehr feinfühlig auf die Hilfen. Leider sind Philipp und Ivonne am 25.12.2018 wieder abgereist, da Yvonne ihre zwei Pferde noch am Abend versorgen musste.

Am 28.12.2018 sind wir mit den Enkelinnen ins Gelände gegangen. Wir vorneweg, die Pferde an der Führleine und die Mädels im Sattel. Alles in allem beinahe 10km. Dabei habe ich den Weg so gewählt, dass wir die Schotterstraße zur Fähre nehmen mussten. Kein Problem, Keks und Krümel sind ohne Anhalten mit uns den vormals so gefährlich aussehenden Weg nach unten gegangen.

Am 29.12.2018 und 30.12.2018 haben wir Keks und Krümel ausschließlich am Reitplatz bewegt. Gemeinsames Toben gehört zum täglichen Auftaktprogramm. Da der Platz wegen des Regens sehr tief war, waren die Pferde sichtlich geschafft nach 60 bis 90 Minuten im Schritt und Trab im nassen Sandboden. Am 31.12.2018 wollen wir erstmals versuchen, mit den Pferden die Fähre zu nehmen, um eine Freundin zu besuchen, die auf der anderen Flussseite lebt.

Viel Spaß bis nächstes Jahr!

Kurt

Keks und Krümel im Training 4mal pro Woche (10.12.2018 bis 20.12.2018)

Hallo Freunde,

seit einigen Tagen arbeite ich Montag bis Mittwoch. Donnerstag bis Sonntag habe ich Zeit für Keks und Krümel. Donnerstag bis Freitag helfe ich Michael im Stall und säubere sechs Boxen. Die restliche Zeit verbringe ich dann mit den Pferden. Was beide lieben ist das freie Toben auf dem Reitplatz, wo die wildesten Verrenkungen entstehen.

 

 

Keks ist der Wilde. Leider ist es mir noch nicht gelungen Aufnahmen von Beiden zu machen wenn sie sich wie Hengste aufstellen und gegeneinander die Größe messen oder was die Beiden sich damit beweisen. Es macht Freude deren Lust auf Bewegung zu erleben. Klar geht es im Anschluss ans training an der Longe, wobei ich Krümel mit Keks verbinden muss, denn Krümel ist alleine an der Longe nicht zu bewegen.

Für Keks suche ich aktuell ein neues Zaumzeug, denn ich habe das Gefühl die gebrochene Springer-Kandare behagt Keks nicht. Das Thema Sattel ist erledigt, der Neue Gebrauchte passt hervorragend.

Da ich dabei bin einiges auszuprobieren, habe ich mich an meine Afrikazeiten erinnert und begonnen mit einfachen Mitteln Zaumzeug zu bauen und an Keks mit unterschiedlichem Gebiss auszuprobieren.

 

Krümel nach dem Toben.

 

 

 

 

 

 

 

Bis zum nächsten Mal.

Kurt

Pferde voller Energie. Keks und Krümel sind gut eingelebt (26.11. bis 9.12.2018)

Hallo Freunde,

spannende Tage erlebe ich beinahe Woche für Woche. Zugegeben, das Wochenende 1. und 2.12.2018 war ich nicht vor Ort um mit den Pferden zu trainieren. Für den 6.12.2018 hat sich der Hufschmied angesagt. Pünktlich 9 Uhr brummte er mit seinem Transporter auf den Hof. Nach kurzen Austausch von Höflichkeiten und den Aufbau seiner Gerätschaften habe ich zuerst Krümel geholt. Krümel war so nervös, dass an Hufpflege nicht zu denken war. Deshalb habe ich Keks geholt und in einiger Entfernung angebunden. Die Nervosität könnte auch der fremde Platz gewesen sein. Fest steht, es wurde besser. Was sich zeigte war, dass Krümel in keiner Weise mit der Hufpflege einverstanden ist. Das Heben und Ausschneiden wurde für den Hufschmied eine eher stressige Angelegenheit, was wir jedoch in 20 Minuten für alle Hufe mit Zigarettenpause vom Schmied geschafft haben. Einfach wurde es mit Keks. Kommando gib „Huf“ funktionierte ganz gut, jedoch ruhig stehen geht auch noch nicht. Anders gesagt, beide haben kein Vertrauen in die Aktionen, welche an ihnen ausgeführt werden. Nachdem der Hufschmied fertig war, ich den Obolus entrichtet habe, teilte der Schmied mir mit, dass er unter keinen Umständen meine zappeligen Vierbeiner in Zukunft weiter betreuen wir geschweige den zu einem späteren Zeitpunkt beschlagen wird. Immerhin hat er mir Adressen und Telefonnummern von Kollegen gegeben. Aber was lernte ich daraus? Nun, ab diesem Zeitpunkt über ich täglich gib HUF zweimal täglich, ob notwendig oder nicht. Daher vor Aktionen und auch danach. So bin ich am 6., 7., 8.12. täglich zum Frühsport in den Stall, habe Michael geholfen und sechs Boxen ausgemistet, was für Michael ein täglicher Zeitgewinn und ca. 90 Minuten ist. Mittlerweile freut er sich darüber und flachst wenn ich Sonntags nicht antrete. So freue ich mich bereits heute auf den 14.12.2018, denn dann kann ich mit meinen Viechern arbeiten und die gesunde Luft einatmen.

Mein letztes Erlebnis war, dass ich beim Absteigen gemerkt habe, dass der Sattelgurt nicht geschlossen war. Bedeutet, entweder passt der Sattel perfekt bzw. der Reiter saß richtig. 🙂

Viele Grüße Kurt

Ständiges Training sowie Erfahrungen sammeln mit Keks und Krümel (5.11. bis 25.11.2018)

Üben, üben und nochmal üben. Man glaubt, alles passt und auf einmal schießt eines deiner Pferde los wie von der Tarantel gestochen. Was ist passiert, dass aus einem braven, ruhigen Pferd mit einem Mal ein ungestümer „Front-Runner“ wird? So geschehen am 3.11.2018a ls ich ein zwölf jähriges Mädchen Krümel reiten lies.

Krümel ganz liebe

Warum ist er losgestürmt? Es war die Reitweise welche Krümel umgehend zum „Front-Runner“ werden ließ. Die Hacken beider Fersten waren bedingt durch Sitzhaltung ca. 10 cm hinter dem Sattelgurt, was dem Krümel signalisierte auf geht’s, Galopp ist angesagt. So kann es gehen. Zum Glück ist nichts passiert, ich konnte Krümel in der dritten Runde stoppen und das Mädchen hat die drei Runden im Sattel im fliegenden Galopp unbeschadet überstanden. Leider habe ich kein Video von der tapferen Göre.

Für mich waren diese Momente zuerst eine Schrecksekunde und sofort eine Lehrstunde, denn ich muss sicher stellen, dass der/die Reiter(In) die reitweise für Krümel oder Keks kennen und anwenden können. Im Anschluss an diesen Schreckmoment habe ich Krümel an die Longe genommen und die Reiterin instruiert wie Krümel zu reiten ist, siehe da, er war wiederum ein richtig gemütliches Pferd, welches sehr feinfühliges auf alle Hilfen reagiert.

Keks ist ein anderes Kaliber, den würde ich aktuell keinem unerfahrenen Reiter anvertrauen. Keks am Reitplatz zeigt aktuell Unwillen und benötigt eine erfahrene Hand. Ca. 45 bis 60 Minuten dauern jede Übungen am Platz. Hindernis-Parkour auf und ab. Eine Richtungsänderung nach der Anderen, ein Kreis oder gleich mehrere Kreise. Dabei geht es darum, dass Keks auf Gewicht mit leichter Zügelhilfe die Pylonen umrundet und lernt, dass es auch „Schritt“ als Gangart gibt. Keks möchte immer nur rennen und zwar wenn er glaubt es ist angebracht. Ich denke es wird werden, wenn ich ab Dezember drei bis viermal die Woche mit Keks übe. Dabei macht Keks bereits in einigen Übungen gute Fortschritte.

Keks, stürmischer Wallach.

 

Keks hat die Unart am Führstrick ständig nach Vorne zu rennen. Mit dem Seil wedeln, Tip von Michael, half nicht. Was tun? Die Idee die ich nun umsetze und bereits Erfolg zeigt geht wie folgt: Eine ein Meter lange Gerte halte ich zusammen mit dem Führstrick. Dabei zeigt die Gertenspitze auf die Brust von Keks, das hilft und so lernt er hinten nach zu gehen und nicht zu drängeln. Außerdem übe ich mit Beiden das Kommando STOPP. Dabei gehe ich im Round-Pan zwischen aufgestellten Hindernissen und bleibe immer an der gleichen Stelle mit dem Kommando STOPP stehen.  Nach einiger Zeit habe ich dieses Kommando an anderer Stelle verwendet, solange bis e klappt. Mir ist bewusst, das es sehr vieler Übungsstunden bedarf bis beide Keks und Krümel fit sind für die geplante Reise.

Keks mit neuem Sattel

Und hier noch eine Neuigkeit, Keks hat einen neuen gebrauchten Sattel bekommen. Dieser Westernsattel, mit V-Gurtung ist wie ein Militärsattel im Unterbau aufgebaut, sodass Änderungen am Körperbau sich nicht so extrem auswirken was die Passform des Sattels betrifft. Außerdem ist mit dieser Art Western-Sattel gewährleistet, dass das Rückgrat vom Pferd frei liegt, daher keinen Druck ausgesetzt ist.

Sattel, Bild zeigt die Unterseite
Sattel, man beachte die Polsterung
Sattel mit V-Gurtung

 

30 Tage Keks und Krümel in Deutschland (28.10.2018 bis 4.11.2018)

Reitplatz Freundschaften

Die Tage verfliegen. Interessant ist, dass sich beide bereits auf den Winter vorbereiten und entsprechend Winterfell ansetzen. Sie sind gut im Futter, haben sich an einen Rhythmus im Tagesablauf gewöhnt und wirken sehr zufrieden. So durften sie vor einigen Tagen in die große Wallach-Herde einziehen. Klar gab es einiges Rang-Gerangel, jedoch haben sich sowohl Keks und auch Krümel ihren Platz in der Herde gesichert. Morgens während ich im Stall bin gebe ich den beiden Gelegenheit auf dem Reitplatz zu toben. Mir gefällt, dass sie beim Toben die typischen Hengst-Männchen machen, um die Wette laufen und dabei herumspringen wie Geißböcke.

Keks mit ungewöhnlichen Sprüngen
Keks
Keks als Geißbock
Krümel ist mittlerweile handzahm!

Krümel lässt sich aktuell gut reiten.

Mit Keks verhält es sich anders. Dieser ist kaum zu bändigen im freien Feld.

Er möchte auf Teufel komm raus galoppieren und lässt sich nur mit Gewalt zügeln, was den Verdacht nahe legt, dass Keks „Satteldruck“ hat und deshalb versucht vor den Schmerzen davon zu laufen.

Aus diesem Grund suche ich aktuell einen anderen Sattel, da Keks sich baulich verändert hat und ihm der Westernsattel von der Schulter rutscht. Im übrigen bin ich am 4.11.2018 unfreiwillig abgestiegen, wobei ich festgestellt habe, dass mein Wanderreithut mit integriertem Kopfschutz bei der Berührung mit dem Pferd hervorragenden Schutz geboten hat. Wie ist das passiert? Ich wollte im vollem Speed geradeaus und Keks ist abrupt links abgebogen, sodass ich seitlich abgerutscht bin. Nicht schlimm, kein Sturz sondern ein Herabgleiten.

Wanderreithut Australischer Filzhut mit integriertem Kopfschutz
Wanderreithut Leder mit integriertem Kopfschutz

Welcher Art Sattel suche ich?

Nun, für Krümel habe ich einen Westernsattel mit englischem/militärischem Unterbau, so wie man dies auch von einigen australischen Stocksätteln kennt. Dieser Unterbau wurde deshalb gemacht, damit der Sattel auf viele Pferde ähnlicher Statur passt.

Sattel von Unten

Auf der Suche nach einem solchen Sattel ist mir aufgefallen, dass viele Wanderreit-Sattel auch diesen englischen/militärischen Unterbau haben, leider sind die meisten dieser Sattel ohne Horn, welches jedoch für meine Wanderritte notwendig ist. Warum das Horn? Nun, wenn ich Hotel „Fichte“ beziehe, dann ziehe ich die Sättel, geschützt mit Regenhaut, am Horn mit dem Lasso befestigt über einen Ast, somit sind diese weg vom Boden und dessen Nässe sowie vor fremdem Zugriff weitestgehend geschützt.

Liebe Grüße an alle, welche meinen Blog lesen. Bis zum nächsten Mal Kurt