Geplante Wanderreittour mit Keks und Krümel ca. 2000km von Sizilien nach Leipzig (28.01.2019 – 15.02.2019)

 

Ursprünglich war mein Vorhaben, von Sizilien aus nach Leipzig auf den Spuren von Goethe zu reiten.

Dafür hatte ich geplant, in Sizilien von Catania aus nach Messina reiten, dann mit der Fähre nach Kalabrien überzusetzen und den Apennin mittig von Süden nach Norden zu durchqueren. Als Krönung der Tour wollten wir die Alpen im Großglockner Gebiet bezwingen und anschließend durch das wunderbare Österreich und bis nach Leipzig vorankommen. Eine sehr spannende Tour, für welche ich im vergangenen Jahr die Pferde Keks und Krümel gekauft hatte und in jeder freien Minute trainiere. Die Route war beinahe fertig geplant, die Themen Pferdefutter und Unterbringung beinahe gelöst. Nur der Transport der Tiere nach Sizilien war noch offen. Und dann kam die Diskussion mit italienischen Freunden. Warum die Diskussion? Man möchte ja ein wenig mehr über Land und Leute und die Gepflogenheiten erfahren. Freunde von mir sind aus Kalabrien und Kalabrien wäre Teil der geplanten Route. Monatelang beknieten mich die Freunde, von diesem Plan Abstand zu nehmen. Deren Argument ist, Kalabrien sei mafiös und für einen einzelnen Reisenden mittlerweile sehr gefährlich, da viele Menschen arm sind. Sie befürchten, dass ich ausgeraubt oder meine Pferde gestohlen werden.

Nach endlosen Diskussionen und Abwägen der Risiken habe ich mich überzeugen lassen. Aussagen der Freunde, du musst zumindest eine „Schrotflinte“ dabei haben, haben mich nachdenklich werden lassen. Ich als Österreicher mit Schusswaffe im fremden EU-Land, welcher in vermeintlicher „Notlage“ schießt und vielleicht auch trifft, das ist mir doch zu riskant. Schließlich liebe ich meine Freiheit und nicht die gesiebte Luft hinter Gittern. Derweil ich jetzt diese Zeilen schreibe,  bin ich doch nach wie vor ein wenig traurig, dass ich umdisponiert habe. Sizilien, Kalabrien, durch den Apennin, bei Heiligenblut nach Rauris – Großglockner Gebiet – über die Alpen, dieses Vorhaben hatte mich schon begeistert und einen starken Reiz auf mich ausgeübt.

Über die Alpen von Heiligenblut nach Rauris sind 1500 Höhenmeter zu überwinden auf einer Distanz von 32km, das wäre eine tolle Herausforderung. Dass ich jetzt umplane, liegt auch am fehlenden Transport. Leider konnte ich keine Firma finden, welche meine Pferde nach Süden gebracht hätten, wobei nicht einmal eine bestimmte Stadt anzuvisieren gewesen wäre. Gut, nun sitze ich mit einer geänderten Vision und einem halbfertigen Plan in der Tasche am Schreibtisch und überlege, wie ich diesen Plan kommuniziere. Die neue Route führt mich von Leipzig quer durch Deutschland und Frankreich nach Barcelona. Geplant sind Tagesetappen von ca. 30km, das sind je Pferd 15km mit mir als Reiter auf dem Rücken. Zu Beginn der Tour würde das bedeuten, dass ich einmal am Tag das mitgeführten Gepäck , welches max. 60 kg haben wird, von einem Pferd auf das andere Umpacken muss. Solange, bis sich die Pferde daran gewöhnt haben, mich eine ganze Tagestrecke zu tragen.

Damit das alles klappt, habe ich nun das Reiten mit Handpferd im Trainingsprogramm . Dabei stellt sich heraus, dass Krümel als Führender mit Keks im Schlepptau sehr gut funktioniert. Mit Keks als Führpferd ist es ein wenig schwieriger, denn Keks geht noch immer nicht sauber am Einhandzügel. Da muss ich noch Einiges an Übungseinheiten reinstecken. Nun gut Freunde, im nächsten Blog werde ich die Route bekannt geben. Eines kann ich bereits jetzt verraten, die Tour dauert im Minimum 60 Tage ohne Pause für Pferde und Reiter. Mal sehen, wer früher Ruhe benötigt?

VG

Kurt

Keks und Krümel im Schlepptau für 18km (14.01.2019 – 27.01.2019)

Zwei beste Freunde.
Krümel, aufgesattelt
Keks mit Wanderreit-Halfter

Es ist nicht so, dass wir mit Keks und Krümel im Schlepptau nur durch die Heide und Wälder pirschen, jedoch war in den letzten Tagen das Wetter so unbeständig, Eis, Regen, Tauwetter, dass an Reiten mit den unbeschlagenen Tieren nicht zu denken war. Der tiefgefrorene Boden trügerisch und gefährlich. Sogar beim Spazierengehen sind die Tiere im Wald auf leicht abschüssigen Flächen ausgerutscht, was aber ohne Reiter kein Problem darstellte.

In der Zeit vom 14.01.2019 an war ein beinahe tägliches Trainingsprogramm Kommando: „gib Huf“, daher den entsprechenden Huf freiwillig heben oder bereits von sich aus anheben, wenn man danebensteht.

Diese Übungen funktionieren bei nahezu perfekt. Je nach Tagesverfassung sofort beim Kommando oder bereits, wenn man am entsprechenden Bein steht. Dabei gibt es eine bemerkenswerte Marotte von Krümel. Krümel verweigert, wenn man links vorne beginnt. Mit zuerst links Hinten und dann Vorne klappt es bestens. Keks ist der Schlaue. Er ist gelehrig und doch nicht. Gib Huf geht perfekt, das Aufsteigen klappt nicht auf Anhieb. Nachdem Aufsatteln ist alles in Ordnung. Sobald die Trense im Maul ist, ändert sich sein Verhalten.

Aus zum Reitplatz, dann Nachgurten, Wohlfühlzone einrichten, Keks in die Position stellen, die Aufsteighilfe positionieren, alles OK. Keks steht felsenfest. Sobald ich mich seitlich der Aufstiegshilfe nähere, beginnt Keks, nicht abrupt, sondern mit kleinen Schritten, sich langsam nach hinten zu bewegen. Somit ist die Position für mich als Reiter in den Steigbügel zu steigen nach hinten gerutscht. Das Spiel beginnt von vorne. Positionieren, auf die Aufsteighilfe steigen und Keks steht weiter hinten. Da hilft kein Leckerli, keine Wohlfühlzone, kein gut zureden. Es hilft u.U. Keks lange am Hals kraulen, streicheln. Ein Klapps auf den Hintern ist wirkungslos. Mit der Gerte drohen, diese nur in die Höhe zu halten treibt Keks sofort zur Flucht, was mir zeigt, dass Keks von seinem Vorbesitzer öfters kräftig vermöbelt wurde. Die Lösung fürs Aufsteigen ist daher Vertrauen schaffen und ständiges Wiederholen, solange bis es klappt. Bei Krümel ist es gänzlich anders. Hinstellen, loben, liebkosen und aufsteigen. Das klappt und wenn er dann noch ein Leckerli bekommt, ja dann scheint er glücklich zu sein.

Nach den Aufsteigübungen und einigen Runden reiten folgt Bodenarbeit, dabei liegt der Schwerpunkt auf Vertrauen in den Reiter, Nachahmen, Nachlaufen. Was versteh ich darunter? Meine Vierbeiner müssen mir beinahe blind über Hindernisse folgen, ohne Scheu Engstellen passieren, durch unbekannte Wasserstellen laufen. Mit anderen Worten, immer hinter mir her, ohne dass ich am Führstrick zerren muss. Das klappt im Viereck sehr gut, da es bei erfolgreichen Übungen Leckerli gibt. Dabei muss ich aufpassen, dass beide Pferde gleichermaßen gelobt und bedacht werden. Man glaubt es kaum, die sind, was Leckerli angeht, eifersüchtig und starten auch schon mal einen „Schaukampf“.

Jedoch verhält sich Keks beim Spazieren gehen völlig anders. Er muss ständig vor mir, sprich der Erste sein. Ihr könnt Euch damit vorstellen wieviel Mühe es kostet 18km mit Keks im Schlepptau zu gehen.

 

Liebe Leser, viel Spaß bis zum nächsten Mal.

 

Kurt

Fähre Fahren und Aufsteigen ohne Stress. Intensives-Training. (31.12.2018 bis 13.01.2019)

Am 31.12.2018 war es soweit. Auf zur Fähre, Freunde besuchen und wiederum zurück. Wir haben aufgesattelt und sind über die Hügelkette am Fluss zur Fähre geritten. Dort abgestiegen, mussten wir zuerst den Fährmann um Erlaubnis bitten die Pferde auf die Fähre zu bringen.

Nach leichtem Murren hat er zugestimmt, bestimmt hat es nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Zu unserem Erstaunen sind Keks und Krümel problemlos auf die Fähre gegangen. Sobald diese ablegte wurden beide etwas nervös, jedoch hat es perfekt geklappt, nachdem wir uns vom Dieselaggregat entfernt hatten. Am anderen Ufer gab es einen ausgiebigen Spaziergang, da unsere Freunde kurzfristig verreist waren. Den Weg zurück haben wir wieder mit der Fähre unternommen. Jetzt waren die Pferde doch nervöser als vorher und haben einiges auf der Fähre hinterlassen, was händisch zu entfernen war, die Kehrschaufel hatten wir vergessen. Zurück am heimatlichen Ufer wollte ich wiederum auf Keks aufsteigen, was sich als schwierig darstellte. Mit anderen Worten, selbst mit fremder Hilfe war das Aufsteigen ein Kraftakt. Es wurde Zeit, dass beide Pferde das Aufsteigen als natürlichen Teil im Umgang mit ihnen zulassen. Intensives Training erforderlich, oder? Sowohl Keks und Krümel hatten unterschiedliche Eigenheiten. Um aufzusteigen brauchte man Hilfe. Keks wich ständig zur Seite aus, ging vorwärts oder rückwärts. Auch Krümel zeigte ähnliches Verhalten. Zur Seite und vor allem nach hinten.

Das äußert sich so, man nähert sich dem Steigbügel und das Pferd geht weg. Noch schlimmer war es dann mit der Aufsteighilfe, diesem gefährlichem „Monster“. Kaum aufgestellt, kam die „Fluchtreaktion“, je nach Pferd, nach vorne oder hinten. Was tun? Dazu habe ich mich an Nathalies Worte erinnert: „du musst dem Pferd eine Komfortzone schaffen“, jedoch wie geht das? Nathalie sagte: „Stell ein Pferd konsequent immer an die gleiche Stelle, bis es kapiert, es ist ungefährlich“. Dazu habe ich zum Training die Aufsteighilfe zirka 1 Meter parallel zur Einzäunung am Reitplatz gestellt. Anschließend den Keks an der Führleine in den Zwischenraum geführt, mit Keks geredet, Streicheleinheiten verteilt und Keks gezeigt, dass nichts Gefährliches passiert. Als Belohnung, sobald Keks still gestanden hat ohne Bewegung nach vorne oder nach hinten, bin ich auf die Aufsteighilfe gestiegen und habe mich auf den Sattel gelehnt, um Keks mit dem Gewicht langsam vertraut zu machen. Jedes Mal, wenn Keks diese Übung erfolgreich bestanden hat, gab es, neben lobenden Worten und Zärtlichkeiten, ein Leckerli. Danach gab es Pause für Keks und dieselbe Prozedur begann nun mit Krümel. Schritt für Schritt identisch solange bis Krümel ohne Führleine in der Hand neben der Aufsteighilfe stehen blieb und mich anstandslos aufsteigen ließ. Streicheleinheiten, lobende Worte und zur Krönung Leckerli. Sofort nach dem Erfolg der Übung Pause für Krümel. Danach wiederum eine Wiederholung mit Keks und danach wiederum Krümel, das Ganze viermal, vier Tage in Folge. Nachdem beide Pferde die Übungen mit Bravour gemeistert haben, sie mich anstandslos über die Aufsteighilfe aufsteigen ließen, habe ich zum Abschluss einige Runden mit Keks und danach mit Krümel am Reitplatz absolviert. Es ist schon entspannt, wenn man keinerlei Hilfe beim Aufsteigen braucht. Ob das in den nächsten Tagen wieder problemlos funktioniert, werde ich sehen. Fest steht, Leckerli wirken Wunder oder ist es die konsequente Umsetzung der Übung? Vier Tage hat es gedauert bis alles klappte. Ich glaube, Keks und Krümel und auch ich haben einiges gemeinsam gelernt.

 

Daher, bis zum nächsten Mal.

Euer Kurt

Vertrauensbildende Maßnahmen. Täglich vor Ort und immer Leckerli in der Tasche. (21.12.2018 bis 30.12.2018)

Seit dem 21.12.2018 trainieren wir beinahe täglich. Täglich bin ich im Stall, beinahe immer zur gleichen Uhrzeit. Während ich Stallarbeit mache dürfen sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Am Reitplatz toben. Anschließend striegeln, Hufe reinigen, Streicheleinheiten geben und ab und zu gibt es Leckerli für Besonderes. Beispielsweise für freiwilliges Hufe geben. Für Keks habe ich verschiedene Gebisse gekauft und dazu Halfter gebaut.

Das Wetter vor Weihnachten war regnerisch, jedoch nicht unbedingt kalt. Die Beiden fühlen sich sichtlich wohl. Am 23.12.2018 sind Yvonne und Philipp aus Salzburg angereist. Welch eine Freude. Yvonne ist eine hervorragende Dressurreiterin und hat schon einige Titel in ihrer Klasse gewonnen. Ich war sehr gespannt darauf zu sehen, wie Yvonne das Reiten im Gelände gefällt. Bahn und Gelände sind schließlich komplett verschiedene Angelegenheiten. Am Montag, dem 24.12.2018, haben wir bei leichtem Regen mit Aussicht auf Sonnenschein aufgesattelt. Yvonne bekam Krümel und ich habe Keks geritten. Für mich total spannend, wie werden Keks und Krümel das erste Mal zusammen im Gelände gehen? Zirka 11 Uhr sind wir vom Hof geritten. Wie auf Bestellung  ist die Sonne hervorgekrochen und hat den Blick auf diese wunderschöne kupierte Reitlandschaft freigegeben.

Yvonne war von den Anblick angetan, denn bei ihr zuhause muss sie ca. 5km öffentliche Strasse nutzen, bevor Sie  im Gelände reiten kann. Da es sehr rutschig war, sind wir nur Schritt und leichten Trab gegangen in Richtung der nächsten Flussfähre. Harmonisch ohne Stress und die Landschaft genießend sind wir die Hügel hinauf und hinunter geritten. Kurz vor der Fähre wollte ich einen Schotterweg abwärts reiten, leider ohne Erfolg. Wir zwei erfahrenen Reiter konnten unsere Pferde nicht dazu bewegen den Weg zur Fähre hinunter zu gehen. Nach einigen Fehlversuchen die Tiere in diese Richtung zu steuern haben wir aufgegeben. Warum? Nun keiner von uns wollte absteigen und so haben wir den bequemeren Weg genommen. Außerdem wurde uns kalt. Bei diesem nasskalten Wetter bekommt man trotz gutem Schuhwerk schnell kalte Füße. Daher nichts wie zurück. Yvonne und Krümel verstanden sich prächtig und Keks hat sich von seiner charmanten Seite gezeigt. Yvonne darauf angesprochen wie sie sich fühlt meinte: „Gelände hat seine eigenen Gesetzte und ist nicht vergleichbar mit dem Reitplatz.“ Speziell beim Abwärtsreiten waren wir sehr vorsichtig wegen des rutschigen Untergrunds und so haben wir einige talwärts Passagen von den Hügelkuppen in Serpentinen genommen.

Im Stall angekommen war Yvonne, aber auch ich, zufrieden. Ein schöner Ausritt. Yvonne hat es sichtlich genossen Krümel zu reiten, denn dieses Pferd, welches sich nicht longieren lässt, geht hervorragend unterm Sattel und reagiert sehr feinfühlig auf die Hilfen. Leider sind Philipp und Ivonne am 25.12.2018 wieder abgereist, da Yvonne ihre zwei Pferde noch am Abend versorgen musste.

Am 28.12.2018 sind wir mit den Enkelinnen ins Gelände gegangen. Wir vorneweg, die Pferde an der Führleine und die Mädels im Sattel. Alles in allem beinahe 10km. Dabei habe ich den Weg so gewählt, dass wir die Schotterstraße zur Fähre nehmen mussten. Kein Problem, Keks und Krümel sind ohne Anhalten mit uns den vormals so gefährlich aussehenden Weg nach unten gegangen.

Am 29.12.2018 und 30.12.2018 haben wir Keks und Krümel ausschließlich am Reitplatz bewegt. Gemeinsames Toben gehört zum täglichen Auftaktprogramm. Da der Platz wegen des Regens sehr tief war, waren die Pferde sichtlich geschafft nach 60 bis 90 Minuten im Schritt und Trab im nassen Sandboden. Am 31.12.2018 wollen wir erstmals versuchen, mit den Pferden die Fähre zu nehmen, um eine Freundin zu besuchen, die auf der anderen Flussseite lebt.

Viel Spaß bis nächstes Jahr!

Kurt

Keks und Krümel im Training 4mal pro Woche (10.12.2018 bis 20.12.2018)

Hallo Freunde,

seit einigen Tagen arbeite ich Montag bis Mittwoch. Donnerstag bis Sonntag habe ich Zeit für Keks und Krümel. Donnerstag bis Freitag helfe ich Michael im Stall und säubere sechs Boxen. Die restliche Zeit verbringe ich dann mit den Pferden. Was beide lieben ist das freie Toben auf dem Reitplatz, wo die wildesten Verrenkungen entstehen.

 

 

Keks ist der Wilde. Leider ist es mir noch nicht gelungen Aufnahmen von Beiden zu machen wenn sie sich wie Hengste aufstellen und gegeneinander die Größe messen oder was die Beiden sich damit beweisen. Es macht Freude deren Lust auf Bewegung zu erleben. Klar geht es im Anschluss ans training an der Longe, wobei ich Krümel mit Keks verbinden muss, denn Krümel ist alleine an der Longe nicht zu bewegen.

Für Keks suche ich aktuell ein neues Zaumzeug, denn ich habe das Gefühl die gebrochene Springer-Kandare behagt Keks nicht. Das Thema Sattel ist erledigt, der Neue Gebrauchte passt hervorragend.

Da ich dabei bin einiges auszuprobieren, habe ich mich an meine Afrikazeiten erinnert und begonnen mit einfachen Mitteln Zaumzeug zu bauen und an Keks mit unterschiedlichem Gebiss auszuprobieren.

 

Krümel nach dem Toben.

 

 

 

 

 

 

 

Bis zum nächsten Mal.

Kurt

Pferde voller Energie. Keks und Krümel sind gut eingelebt (26.11. bis 9.12.2018)

Hallo Freunde,

spannende Tage erlebe ich beinahe Woche für Woche. Zugegeben, das Wochenende 1. und 2.12.2018 war ich nicht vor Ort um mit den Pferden zu trainieren. Für den 6.12.2018 hat sich der Hufschmied angesagt. Pünktlich 9 Uhr brummte er mit seinem Transporter auf den Hof. Nach kurzen Austausch von Höflichkeiten und den Aufbau seiner Gerätschaften habe ich zuerst Krümel geholt. Krümel war so nervös, dass an Hufpflege nicht zu denken war. Deshalb habe ich Keks geholt und in einiger Entfernung angebunden. Die Nervosität könnte auch der fremde Platz gewesen sein. Fest steht, es wurde besser. Was sich zeigte war, dass Krümel in keiner Weise mit der Hufpflege einverstanden ist. Das Heben und Ausschneiden wurde für den Hufschmied eine eher stressige Angelegenheit, was wir jedoch in 20 Minuten für alle Hufe mit Zigarettenpause vom Schmied geschafft haben. Einfach wurde es mit Keks. Kommando gib „Huf“ funktionierte ganz gut, jedoch ruhig stehen geht auch noch nicht. Anders gesagt, beide haben kein Vertrauen in die Aktionen, welche an ihnen ausgeführt werden. Nachdem der Hufschmied fertig war, ich den Obolus entrichtet habe, teilte der Schmied mir mit, dass er unter keinen Umständen meine zappeligen Vierbeiner in Zukunft weiter betreuen wir geschweige den zu einem späteren Zeitpunkt beschlagen wird. Immerhin hat er mir Adressen und Telefonnummern von Kollegen gegeben. Aber was lernte ich daraus? Nun, ab diesem Zeitpunkt über ich täglich gib HUF zweimal täglich, ob notwendig oder nicht. Daher vor Aktionen und auch danach. So bin ich am 6., 7., 8.12. täglich zum Frühsport in den Stall, habe Michael geholfen und sechs Boxen ausgemistet, was für Michael ein täglicher Zeitgewinn und ca. 90 Minuten ist. Mittlerweile freut er sich darüber und flachst wenn ich Sonntags nicht antrete. So freue ich mich bereits heute auf den 14.12.2018, denn dann kann ich mit meinen Viechern arbeiten und die gesunde Luft einatmen.

Mein letztes Erlebnis war, dass ich beim Absteigen gemerkt habe, dass der Sattelgurt nicht geschlossen war. Bedeutet, entweder passt der Sattel perfekt bzw. der Reiter saß richtig. 🙂

Viele Grüße Kurt

Ständiges Training sowie Erfahrungen sammeln mit Keks und Krümel (5.11. bis 25.11.2018)

Üben, üben und nochmal üben. Man glaubt, alles passt und auf einmal schießt eines deiner Pferde los wie von der Tarantel gestochen. Was ist passiert, dass aus einem braven, ruhigen Pferd mit einem Mal ein ungestümer „Front-Runner“ wird? So geschehen am 3.11.2018a ls ich ein zwölf jähriges Mädchen Krümel reiten lies.

Krümel ganz liebe

Warum ist er losgestürmt? Es war die Reitweise welche Krümel umgehend zum „Front-Runner“ werden ließ. Die Hacken beider Fersten waren bedingt durch Sitzhaltung ca. 10 cm hinter dem Sattelgurt, was dem Krümel signalisierte auf geht’s, Galopp ist angesagt. So kann es gehen. Zum Glück ist nichts passiert, ich konnte Krümel in der dritten Runde stoppen und das Mädchen hat die drei Runden im Sattel im fliegenden Galopp unbeschadet überstanden. Leider habe ich kein Video von der tapferen Göre.

Für mich waren diese Momente zuerst eine Schrecksekunde und sofort eine Lehrstunde, denn ich muss sicher stellen, dass der/die Reiter(In) die reitweise für Krümel oder Keks kennen und anwenden können. Im Anschluss an diesen Schreckmoment habe ich Krümel an die Longe genommen und die Reiterin instruiert wie Krümel zu reiten ist, siehe da, er war wiederum ein richtig gemütliches Pferd, welches sehr feinfühliges auf alle Hilfen reagiert.

Keks ist ein anderes Kaliber, den würde ich aktuell keinem unerfahrenen Reiter anvertrauen. Keks am Reitplatz zeigt aktuell Unwillen und benötigt eine erfahrene Hand. Ca. 45 bis 60 Minuten dauern jede Übungen am Platz. Hindernis-Parkour auf und ab. Eine Richtungsänderung nach der Anderen, ein Kreis oder gleich mehrere Kreise. Dabei geht es darum, dass Keks auf Gewicht mit leichter Zügelhilfe die Pylonen umrundet und lernt, dass es auch „Schritt“ als Gangart gibt. Keks möchte immer nur rennen und zwar wenn er glaubt es ist angebracht. Ich denke es wird werden, wenn ich ab Dezember drei bis viermal die Woche mit Keks übe. Dabei macht Keks bereits in einigen Übungen gute Fortschritte.

Keks, stürmischer Wallach.

 

Keks hat die Unart am Führstrick ständig nach Vorne zu rennen. Mit dem Seil wedeln, Tip von Michael, half nicht. Was tun? Die Idee die ich nun umsetze und bereits Erfolg zeigt geht wie folgt: Eine ein Meter lange Gerte halte ich zusammen mit dem Führstrick. Dabei zeigt die Gertenspitze auf die Brust von Keks, das hilft und so lernt er hinten nach zu gehen und nicht zu drängeln. Außerdem übe ich mit Beiden das Kommando STOPP. Dabei gehe ich im Round-Pan zwischen aufgestellten Hindernissen und bleibe immer an der gleichen Stelle mit dem Kommando STOPP stehen.  Nach einiger Zeit habe ich dieses Kommando an anderer Stelle verwendet, solange bis e klappt. Mir ist bewusst, das es sehr vieler Übungsstunden bedarf bis beide Keks und Krümel fit sind für die geplante Reise.

Keks mit neuem Sattel

Und hier noch eine Neuigkeit, Keks hat einen neuen gebrauchten Sattel bekommen. Dieser Westernsattel, mit V-Gurtung ist wie ein Militärsattel im Unterbau aufgebaut, sodass Änderungen am Körperbau sich nicht so extrem auswirken was die Passform des Sattels betrifft. Außerdem ist mit dieser Art Western-Sattel gewährleistet, dass das Rückgrat vom Pferd frei liegt, daher keinen Druck ausgesetzt ist.

Sattel, Bild zeigt die Unterseite
Sattel, man beachte die Polsterung
Sattel mit V-Gurtung

 

30 Tage Keks und Krümel in Deutschland (28.10.2018 bis 4.11.2018)

Reitplatz Freundschaften

Die Tage verfliegen. Interessant ist, dass sich beide bereits auf den Winter vorbereiten und entsprechend Winterfell ansetzen. Sie sind gut im Futter, haben sich an einen Rhythmus im Tagesablauf gewöhnt und wirken sehr zufrieden. So durften sie vor einigen Tagen in die große Wallach-Herde einziehen. Klar gab es einiges Rang-Gerangel, jedoch haben sich sowohl Keks und auch Krümel ihren Platz in der Herde gesichert. Morgens während ich im Stall bin gebe ich den beiden Gelegenheit auf dem Reitplatz zu toben. Mir gefällt, dass sie beim Toben die typischen Hengst-Männchen machen, um die Wette laufen und dabei herumspringen wie Geißböcke.

Keks mit ungewöhnlichen Sprüngen
Keks
Keks als Geißbock
Krümel ist mittlerweile handzahm!

Krümel lässt sich aktuell gut reiten.

Mit Keks verhält es sich anders. Dieser ist kaum zu bändigen im freien Feld.

Er möchte auf Teufel komm raus galoppieren und lässt sich nur mit Gewalt zügeln, was den Verdacht nahe legt, dass Keks „Satteldruck“ hat und deshalb versucht vor den Schmerzen davon zu laufen.

Aus diesem Grund suche ich aktuell einen anderen Sattel, da Keks sich baulich verändert hat und ihm der Westernsattel von der Schulter rutscht. Im übrigen bin ich am 4.11.2018 unfreiwillig abgestiegen, wobei ich festgestellt habe, dass mein Wanderreithut mit integriertem Kopfschutz bei der Berührung mit dem Pferd hervorragenden Schutz geboten hat. Wie ist das passiert? Ich wollte im vollem Speed geradeaus und Keks ist abrupt links abgebogen, sodass ich seitlich abgerutscht bin. Nicht schlimm, kein Sturz sondern ein Herabgleiten.

Wanderreithut Australischer Filzhut mit integriertem Kopfschutz
Wanderreithut Leder mit integriertem Kopfschutz

Welcher Art Sattel suche ich?

Nun, für Krümel habe ich einen Westernsattel mit englischem/militärischem Unterbau, so wie man dies auch von einigen australischen Stocksätteln kennt. Dieser Unterbau wurde deshalb gemacht, damit der Sattel auf viele Pferde ähnlicher Statur passt.

Sattel von Unten

Auf der Suche nach einem solchen Sattel ist mir aufgefallen, dass viele Wanderreit-Sattel auch diesen englischen/militärischen Unterbau haben, leider sind die meisten dieser Sattel ohne Horn, welches jedoch für meine Wanderritte notwendig ist. Warum das Horn? Nun, wenn ich Hotel „Fichte“ beziehe, dann ziehe ich die Sättel, geschützt mit Regenhaut, am Horn mit dem Lasso befestigt über einen Ast, somit sind diese weg vom Boden und dessen Nässe sowie vor fremdem Zugriff weitestgehend geschützt.

Liebe Grüße an alle, welche meinen Blog lesen. Bis zum nächsten Mal Kurt

Keks und Krümel haben sich bereits gut eingewöhnt (11.10. bis 27.10.2018)

Die beiden Hotties sind angekommen, sie fühlen sich wohl. Auch die Ernährungsumstellung hat geklappt und erstaunlicher Weise setzen die beiden auch schon Winterfell an. Deshalb erstaunlich, denn woher wissen die Beiden wieviel Fell für den Winter notwendig sein wird? 🙂

Links: Krümel und rechts Keks

 

Da ich aktuell drei Tage pro Woche Zeit habe, widme ich diese Tage voll und ganz beiden Pferden. Das geht soweit, dass ich morgens ca. 7 Uhr im Stall bin. Dann bringe ich beide auf den wunderschönen Reitplatz und lasse beide toben für ca. 10 Minuten. Danach geht’s ab in die kleine Koppel.

 Ich als Stallbursche fange nun an Boxen zu säubern, nicht dass dies den Monatsbeitrag senken würde, nein, dies betrachte ich als Konditionstraining, um körperlich fitter zu werden. Nachdem ich fünf Boxen gesäubert habe – Einstreu ist nicht mein Teil – arbeite ich unterschiedliche Programme mit den Beiden. Zuletzt stand das Rückwärtsgehen auf dem Programm. Mit Krümel funktioniert es erstaunlich gut, mit Keks muss ich noch üben. Ggf. könnte es sein, dass Keks die einhändige Zügelführung nicht leiden kann. Dies äußert sich speziell im Gelände beim Galoppieren. Er hat wahnsinnig viel Vorwärtsdrang und zwei Kilometer im gestreckten Galopp machen ihm sichtlich Freude. Mein Problem ist, dass ich die „Handbremse“ nicht finde. Klar, fest ins Sofa setzen und das Pferd wird langsamer, das kenne ich. Trotzdem dauert es, bis Keks darauf reagiert.

Keks

Auch das lernt er noch. Krümel war mit mir draußen, dieser Angsthase. Unbekanntes zu beschreiten ist nicht seines. Keks dagegen ist neugierig und macht beinahe alles mit. Vor einigen Tagen habe ich die Frage gestellt, ob mir Keks ohne Leine folgen würde. Ja, er tut es, zumindest auf dem Reitplatz.

 Hier einige Fotos von unserem Besuch in der Westernstadt Pullman City im Harz. Die Veranstalter haben eine tolle Show zusammengestellt.

Mädchen von Gestern
Country Sänger

 

Liebe Grüße. Bis zum nächsten Mal. Kurt

Keks und Krümel haben sich bereits gut eingewöhnt (11.10. bis 27.10.2018)

Die beiden Hotties sind angekommen, sie fühlen sich wohl. Auch die Ernährungsumstellung hat geklappt und erstaunlicher Weise setzen die beiden auch schon Winterfell an. Deshalb erstaunlich, denn woher wissen die Beiden wieviel Fell für den Winter notwendig sein wird? 🙂

Bei Freunden.

 Da ich aktuell drei Tage pro Woche Zeit habe, widme ich diese Tage voll und ganz beiden Pferden. Das geht soweit, dass ich morgens ca. 7 Uhr im Stall bin. Dann bringe ich beide auf den wunderschönen Reitplatz und lasse beide toben für ca. 10 Minuten. Danach geht’s ab in die kleine Koppel.

 Ich als Stallbursche fange nun an Boxen zu säubern, nicht dass dies den Monatsbeitrag senken würde, nein, dies betrachte ich als Konditionstraining, um körperlich fitter zu werden. Nachdem ich fünf Boxen gesäubert habe – Einstreu ist nicht mein Teil – arbeite ich unterschiedliche Programme mit den Beiden. Zuletzt stand das Rückwärtsgehen auf dem Programm. Mit Krümel funktioniert es erstaunlich gut, mit Keks muss ich noch üben. Ggf. könnte es sein, dass Keks die einhändige Zügelführung nicht leiden kann. Dies äußert sich speziell im Gelände beim Galoppieren. Er hat wahnsinnig viel Vorwärtsdrang und zwei Kilometer im gestreckten Galopp machen ihm sichtlich Freude. Mein Problem ist, dass ich die „Handbremse“ nicht finde. Klar, fest ins Sofa setzen und das Pferd wird langsamer, das kenne ich. Trotzdem dauert es, bis Keks darauf reagiert.

Auch das lernt er noch. Krümel war mit mir draußen, dieser Angsthase. Unbekanntes zu beschreiten ist nicht seines. Keks dagegen ist neugierig und macht beinahe alles mit. Vor einigen Tagen habe ich die Frage gestellt, ob mir Keks ohne Leine folgen würde. Ja, er tut es, zumindest auf dem Reitplatz.

Liebe Grüße. Bis zum nächsten Mal. Kurt

Keks und Krümmel in guten Händen (1.10. bis 10.10.2018)

Die beiden Hotties haben sich sichtlich eingelebt und werden von jungen Mädchen gepflegt und umhegt. Das beginnt mit regelmäßiger Hufpflege, striegeln und verabreichen von Streicheleinheiten. Die Ernährung passt, und das Team am Stall stellt sicher, dass beide die passende Ration Kraftfutter täglich in der richtigen Zusammensetzung erhalten.

Viele liebe Grüße. Kurt

Krümel im Element!

Toller großer Reitplatz, welcher sichtlich Freude bereitet.

Individualpflege. Beinahe täglich.

 

 

 

 

Pferdeflüsterer oder möchte Krümel nur schmusen?

 

 

Keks und Krümel sind angekommen (30.09.2018, 19:00 Uhr)

Spät aber doch sind die Beiden am Reiterhof angekommen.

Geplant war ca. 16Uhr, jedoch hat es sich MEGA gestaut, laut Pferdetransport Fahrer und so hat sich die Ankunftszeit auf 19 Uhr verschoben, sodass Videos drehen bei gutem Licht beinahe ausgeschlossen wurde. Ungeachtet dessen ob mit oder ohne Videos, den Hotties war anzumerken, wie froh sie sind endlich am Ziel angekommen zu sein. Nach dem Entladen habe ich beide auf den großen Reitplatz geführt und vom Halfter befreit.

Wieder gewonnene Freiheit.

Sie sind umgehend losgestürmt und haben die wiedergewonnene Freiheit in vollen Zügen genossen. Sie wälzten sich im Sand, stoben und sprangen – vielleicht vor Begeisterung herum – und saugten den fremden Duft in sich auf. Es war das Kennenlernen, das Fremde in sich aufnehmen. Nach einigen Minuten toben sind beide an den Eingang gekommen um sich eine Portion Streicheleinheiten abzuholen. Den geladenen Gästen am Hof haben die Neuzugänge sichtlich gefallen und bei der kleinen Willkommensfeier sind einige Liter Bier geflossen und jede Menge Schmalzbrote vertilgt worden.

Ca. 20 Uhr haben die Hotties deren Box im Stall bezogen, wobei ich bereits am Vormittag den „Kraftschmaus“ vorbereitet hatte zur Begrüßung.

Am nächsten Tag war ich bereits 6 Uhr 30 im Stall und habe die Hotties wiederum in den Reitplatz geführt, damit sich die beiden austoben konnten. Zwischenzeitlich wurde das Kraftfutter verteilt. Am späteren Nachmittag haben wir einen kleinen Spaziergang mit den Pferden gemacht, welcher für uns Menschen ein wenig anstrengend war, denn beide wollten Rennen und erkunden. Bis die sich eingelebt haben werden wohl noch einige Tage vergehen.

 

Kennenlernen mit den Nachbarn!

Bis zum nächsten Mal. Kurt

Die große Reise beginnt (27.09.2018 bis 30.09.2018)

Am 27.09.2018, 19 Uhr 45 war es so weit. Die Pferde werden verladen und auf die große Reise nach Deutschland geschickt. Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt war Kniese Transporte (http://www.kniese-ug.de/) auf der FINCA Happy Ranch vor Ort. Ich wurde über den Verlauf der Verladung per Video-Botschaft informiert und ich war erstaunt mit welch einer Gelassenheit die Hotties den Transporter bestiegen haben. Danke Nathalie, du hast einen tollen Job mit den Beiden gemacht.

 

Keks und Krümel sind angekommen (30.09.2018, 19:00 Uhr)

Spät aber doch sind die Beiden am Reiterhof angekommen.

Geplant war ca. 16Uhr, jedoch hat es sich MEGA gestaut, laut Pferdetransport Fahrer und so hat sich die Ankunftszeit auf 19 Uhr verschoben, sodass Videos drehen bei gutem Licht beinahe ausgeschlossen wurde. Ungeachtet dessen ob mit oder ohne Videos, den Hotties war anzumerken, wie froh sie sind endlich am Ziel angekommen zu sein. Nach dem Entladen habe ich beide auf den großen Reitplatz geführt und vom Halfter befreit.

Sie sind umgehend losgestürmt und haben die wiedergewonnene Freiheit in vollen Zügen genossen. Sie wälzten sich im Sand, stoben und sprangen – vielleicht vor Begeisterung herum – und saugten den fremden Duft in sich auf. Es war das Kennenlernen, das Fremde in sich aufnehmen. Nach einigen Minuten toben sind beide an den Eingang gekommen um sich eine Portion Streicheleinheiten abzuholen. Den geladenen Gästen am Hof haben die Neuzugänge sichtlich gefallen und bei der kleinen Willkommensfeier sind einige Liter Bier geflossen und jede Menge Schmalzbrote vertilgt worden.

Ca. 20 Uhr haben die Hotties deren Box im Stall bezogen, wobei ich bereits am Vormittag den „Kraftschmaus“ vorbereitet hatte zur Begrüßung.

Am nächsten Tag war ich bereits 6 Uhr 30 im Stall und habe die Hotties wiederum in den Reitplatz geführt, damit sich die beiden austoben konnten. Zwischenzeitlich wurde das Kraftfutter verteilt. Am späteren Nachmittag haben wir einen kleinen Spaziergang mit den Pferden gemacht, welcher für uns Menschen ein wenig anstrengend war, denn beide wollten Rennen und erkunden. Bis die sich eingelebt haben werden wohl noch einige Tage vergehen.

Bis zum nächsten Mal. Kurt

Pferde in der Komfortzone auf der Happy Ranch (7.09. bis 24.09.2018)

Krümel

Vor einigen Tagen hat Nathalie einige Videos gesendet. Der Lernfortschritt von Keks und Krümel ist enorm. Nathalie hat es geschafft, dass Keks ihr folgt wie ein Hund und er geht ohne Stickhalfter neben ihr her und bleibt auch stehen neben ihr, wie auf ein geheimes Kommando. Außerdem geht er mittlerweile problemlos – daher angstfrei – über Kunststoff-Plane. Bin gespannt ob das bei mir auch so gut funktioniert!

Wie sagte Nathalie, du musst für deine Pferde eine Komfort-Zone schaffen, einrichten. Na dann, wie das geht werde ich wohl noch lernen müssen. Nathalie hat angeboten mir das zu zeigen, da werde ich noch einmal auf die Insel fliegen müssen, oder doch nicht?

Krümel hat nun auch die Wippe geschafft, er läuft laut Nathalie gut an der Hand, im Schritt, auch Trab über Hindernisse auch über die Plane. Das schicken gestaltet sich nicht so einfach mit Krümel Vielleicht doch ein Esel in der weitläufigen Verwandtschaft.

Von nun an sind es nur noch einige Tage bis die Hotties bei mir in Deutschland im Stall stehen. Jetzt beginnt ein spannender Moment, die Futter Umstellung. Klar habe ich vorgesorgt und alles bereits eingekauft. Die Zusatzfuttermittel sind bestellt und bestehen aus den gleichen Zutaten wie diese auf der Happy Ranch verfüttert werden. Das sind neben Heu und Stroh, zweimal am Tag in genügend Wasser eingeweichte Rübenschnitzel Pellets vermischt mit Weizenkleie und Melasse freiem Müsli. Die Umstellung auf Heu und Gras muss sehr langsam erfolgen, denn beide kennen eher Stroh mit Heu und zweimal Kraftfutter pro Tag.

Was habe ich bestellt?

·        Rübenschnitzel 25kg; EINWEICHZEIT 12 STUNDEN, ganz schön lange das Einweichen

·        Weizenkleie 25kg Pulverform

·        EGGERSMANN EMH F-Müsli

Nathalie hat am 24.09.2018 die letzten nötigen Papiere bekommen, das war eine Prozedur. Aber es sind nun alle Papiere vorhanden und die Reise kann am 27.09.2018 beginnen. Am 30.09.2018 werden die beiden ankommen. Welche Uhrzeit steht in den Sternen, das hängt vom Verkehr ab auf der Strecke. Klar ist, wir werden den Pferden einen Einstand geben oder besser den Menschen auf der Ranch, Sekt, Bier, Schmalzbrote. Na dann prost.

Bis zum Nächsten Mal.

Liebe Grüße Kurt

Pferde in der Komfortzone auf der Happy Ranch (7.09. bis 24.09.2018)

 Vor einigen Tagen hat Nathalie einige Videos gesendet. Der Lernfortschritt von Keks und Krümel ist enorm. Nathalie hat es geschafft, dass Keks ihr folgt wie ein Hund und er geht ohne Stickhalfter neben ihr her und bleibt auch stehen neben ihr, wie auf ein geheimes Kommando. Außerdem geht er mittlerweile problemlos – daher angstfrei – über Kunststoff-Plane. Bin gespannt ob das bei mir auch so gut funktioniert!

 

 

 

 

Wie sagte Nathalie, du musst für deine Pferde eine Komfort-Zone schaffen, einrichten. Na dann, wie das geht werde ich wohl noch lernen müssen. Nathalie hat angeboten mir das zu zeigen, da werde ich noch einmal auf die Insel fliegen müssen, oder doch nicht?

Krümel hat nun auch die Wippe geschafft, er läuft laut Nathalie gut an der Hand, im Schritt, auch Trab über Hindernisse auch über die Plane. Das schicken gestaltet sich nicht so einfach mit Krümel Vielleicht doch ein Esel in der weitläufigen Verwandtschaft.

Von nun an sind es nur noch einige Tage bis die Hotties bei mir in Deutschland im Stall stehen. Jetzt beginnt ein spannender Moment, die Futter Umstellung. Klar habe ich vorgesorgt und alles bereits eingekauft. Die Zusatzfuttermittel sind bestellt und bestehen aus den gleichen Zutaten wie diese auf der Happy Ranch verfüttert werden. Das sind neben Heu und Stroh, zweimal am Tag in genügend Wasser eingeweichte Rübenschnitzel Pellets vermischt mit Weizenkleie und Melasse freiem Müsli. Die Umstellung auf Heu und Gras muss sehr langsam erfolgen, denn beide kennen eher Stroh mit Heu und zweimal Kraftfutter pro Tag.

Was habe ich bestellt?

·        Rübenschnitzel 25kg; EINWEICHZEIT 12 STUNDEN, ganz schön lange das Einweichen

·        Weizenkleie 25kg Pulverform

·        EGGERSMANN EMH F-Müsli

Nathalie hat am 24.09.2018 die letzten nötigen Papiere bekommen, das war eine Prozedur. Aber es sind nun alle Papiere vorhanden und die Reise kann am 27.09.2018 beginnen. Am 30.09.2018 werden die beiden ankommen. Welche Uhrzeit steht in den Sternen, das hängt vom Verkehr ab auf der Strecke. Klar ist, wir werden den Pferden einen Einstand geben oder besser den Menschen auf der Ranch, Sekt, Bier, Schmalzbrote. Na dann prost.

Bis zum Nächsten Mal.

Liebe Grüße Kurt

Die große Reise beginnt (27.09.2018 bis 30.09.2018)

Am 27.09.2018, 19 Uhr 45 war es so weit. Die Pferde werden verladen und auf die große Reise nach Deutschland geschickt. Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt war Kniese Transporte (http://www.kniese-ug.de/) auf der FINCA Happy Ranch vor Ort. Ich wurde über den Verlauf der Verladung per Video-Botschaft informiert und ich war erstaunt mit welch einer Gelassenheit die Hotties den Transporter bestiegen haben. Danke Nathalie, du hast einen tollen Job mit den Beiden gemacht.

Neues von der Happy Ranch 26.08.2018 bis 29.08.2018

Leider lässt es meine Zeit nicht zu auf die Insel zu fliegen, jedoch weiß ich Keks und Krümel in den besten Händen.

Auf der Happy Ranch werden die Beiden bestens betreut und auf die Reise nach Deutschland vorbereitet. Nathalie mit ihrem großen Einfühlungsvermögen für meine „Hotties“ hat die letzten Tage vieles geleistet. So geht Krümel über die Wippe, Keks lässt seinen Reiter bereits problemlos aufsteigen.

Beide Pferde machen jetzt bereits

Dinge mit, welche vor Wochen noch unmöglich gewesen wären.

Nicht nur Keks, sondern auch Krümel geht über die Wippe. Nathalie sagte, Krümel sei ein schwerer Fall gewesen. Es bedurfte sehr vieler wiederkehrender Übungen und Anhaltspunkte sowie enormer Kreativität um diese Erfolge mit Krümel zu erreichen.

Keks und Krümel gehen nun auch problemlos in den Pferdetransporter. Wiederum eine großartige Leistung von Nathalie.

Hier noch ein Nachtrag zum Sattel von Krümel. Ich habe gesagt der Unterbau ist aufgebaut wie ein Militärsattel, was ihr in einem der Bilder seht.

 

 

 

 

 

 

Diese Art von Unterbau ermöglichte es den Militärs, dass beinahe alle Sättel auf deren Pferde passten. Wie bereits erwähnt, passt dieser Sattel Krümel wie speziell für Krümel gemacht.

Krümel ist ein Schmuser.

Allen Frauen, welche ihm nahe kommen, schenkt er Küsse. Ist doch toll.

Nathalie hat nun mit Beiden den „Retourgang“ und das Mitlaufen als Handpferd auf dem Programm.

Bis zum nächsten Mal. Ich hoffe, beim nächsten Blog habe ich die Papiere für die Reise der Tiere nach Deutschland.

 

Liebe Grüße Kurt

 

 

Man lernt nie aus. Interessante Erfahrungen 09.08.2018 bis 13.08.2018

Am 9.08.2018 war ich wieder einmal nach Mallorca zu den „Hotties“ unterwegs und hatte im Gepäck einen Westernsattel für Krümel dabei.

Spät gelandet und da Hochsaison, Unterkunft zum “Spot-Preis“ in der Agricultura „ca’n canals“gebucht. Naja, € 220,- pro Nach ist nicht unbedingt die Preisklasse für mich, jedoch war dieses Hotel etwas Besonderes, toll gelegen mit zwei Pools und extra großen, schön ausgestatteten Zimmern und Bad, ca. 5km vom Meer entfernt. Für uns war die Hotelauswahl wegen der Nähe zur Finca von Nathalie und Jörg wichtig.

Kerstin, die liebe Reiterkollegin von Nebenan, hat in Absprache mit mir eine Pferde Physiotherapeutin namens Florence für mein Zwei engagiert um nach deren Fitness-Zustand zu schauen. Termin 10.09.2018 10 Uhr. Einige Tage davor hat eine Barfußpflegerin meinen Tieren die „Schuhe“ geputzt, sprich die Hufe geschnitten.

Klar war ich am 10.08.2018 vorneweg bei den Tieren. Gefreut hat mich, dass Keks und Krümel mich sofort erkannt und angelaufen kamen. Bei dieser Gelegenheit habe ich zuerst Keks in den Stallbereich mitgenommen. Florence war pünktlich, nicht immer selbstverständlich auf der Insel. Und was passiert jetzt? Für mich war faszinierend was die Florence mit dem Pferd macht und wie Keks darauf reagierte. Einfach schön, bei den ersten Handgriffen hat er den Kopf gesenkt und zum Kauen angefangen, Keks hat sich sichtlich wohl gefühlt. Keks ist ein intelligentes Pferd, ein Schlaumeier. Danach hat Florence noch Krümel bearbeitet. Kommentar, Keks kapiert sofort, Krümel braucht länger, er muss nachdenken. Da man nach der „Physio“ die Tiere nicht belasten sollte, konnte ich einige Tage nicht reiten. So habe ich Nachmittags die Zeit genutzt leichte Bodenarbeit mit den Beiden zu machen.

Am 10.08.2018 sofort nach der „Physio“ war es an der Zeit den mitgebrachten Sattel aufzulegen.

Passt er oder passt er nicht und er passt, wie wenn dieser Sattel extra für Krümel angefertigt worden wäre. Glück gehabt, war mein Kommentar, Nathalie meinte Können.

Das Besondere an diesen Sattel ist, er ist oben wie ein Westernsattel aufgebaut und unterhalb wie ein Militärsattel. Der Tag war 15Uhr gelaufen.

Am 11. und 12.08.2018 haben wir mit Beiden Bodenarbeit gemacht, nachmittags den Strand und das Meer genossen. Schön war, dass mir Keks problemlos über die Wippe folgte, wogegen Krümel diesen Schritt noch nicht machen wollte. Das zeigte mir jedoch, wie gut Nathalie mit Keks gearbeitet hat.

12.08.2018 sind wir zum Farmarbeit mit Pferden nach Inca angereist. Eine gut besetzte Veranstaltung mit ca. 30 Reiter mit schönen Pferden welche bestimmte Aufgaben in täglichen Gebrauch auf einer Rinderfarm zu erfüllen hatten. Beeindruckend war die Galoppade mit Garrocha (Lanze) auf einen stilisierten Stier mit Ring, welcher mit der Garrocha aufgespießt werden musste. Viele der Pferde hatten Respekt vor dem „Rindvieh“ und sind teilweise ausgebrochen sodass ihr Reiter den Ring nicht treffen konnte. Am Gatter gab es ebenfalls Probleme und der Sprung über eine 20 cm hohe Stange zeigt, dass man mit Pferden jede nur erdenkliche Variante an Sprung machen kann.

Montag den 13.8.2018 sind Kerstin und ich morgens auf einer größere Reitrunde, mit allen Gangarten unterwegs gewesen. Ich habe Krümel geritten und für mich war es erfreulich, dass mich Krümel problemlos aufsteigen lies. Liegt es am Sattel? 

Nach dem Ausritt bin ich mit Keks noch auf den Reitplatz und siehe da, das Pferd ist geschmeidig, einfühlsam und leicht zu reiten. Was wiederum für die tolle Arbeit spricht, welche Nathalie geleistet hat. Mittags konnte ich den Termin für die Überstellung der Pferde besprechen, da nun alle Papiere vorhanden und eine Ausreise nur noch genehmigt werden muss. Termin 27.09.2018 ab Finca in Mallorca.

Hier ein Video, welches mir zugesandt wurde, leider kenne ich den Urheber nicht. Ein „suuuper“ Vertrauen zwischen Mensch und Pferd. Für diese Übung werde ich wohl mit meinen Tieren noch ein wenig trainieren müssen.

 

 

In diesem Sinne alles Liebe bis zum nächsten Mal.

Kurt

Pferdetraining auf der Happy Ranch mit Nathalie und Jörg 16.07.2018 und 9.08.2018

Da ich berufsbedingt nicht alle 14 Tage anreisen kann, die Ausreise wegen fehlender Papiere der Pferde nach Deutschland nicht geklappt hat, musste ich eine andere Lösung suchen. Die liebe Freundin Kerstin (zur Erinnerung: Finca Cán Murtera (www.finca-canmurtera.com)) war sofort mit einem tollen Vorschlag zur Hand: ich möge doch die Bereiterin ihrer Pferde engagieren. Klang gut, denn diese junge Frau reitet exzellent. 

Um jedoch meine lieben Freunde Nathalie und Jörg nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen, habe ich das Thema mit den Beiden besprochen und siehe da, Nathalie, die Frau mit dem besonderen Pferdeinstinkt, hat sich angeboten meine Pferde Keks und Krümel während meiner längeren Abwesenheit zu trainieren. Also habe ich mich für die mir vertraute, angenehmere, aber auch bequemere Variante entschieden. Nathalie und Jörg trainieren meine zwei „Hottis“ in den Zeiten, wo ich nicht vor Ort bin. Meine Bitte an die Beiden, den Keks und Krümel folgendes beizubringen.

  • Über die Wippe gehen, siehe letzten Artikel
  • Beim Aufsteigen still zu stehen
  • Einen „Retourgang“ einzubauen

Alles Dinge, welche Keks und Krümel in ihren Jahren bei den Einheimischen nicht gelernt haben. Aktuell kann ich sagen, die Ergebnisse können sich sehen lassen. Keks geht zum einen freiwillig auf die Wippe und er lässt Nathalie linksrum,

rechtsrum mit Aufsteighilfe an der Seite gewähren ohne wegzulaufen. Ein toller Erfolg. Ihr könnt das super auf dem Video verfolgen. Ob Nathalie diese Erfolge auch mit Krümel erzielen konnte, kann ich noch nicht sagen.

Am 9.08.2018 den Donnerstag Abend weiß ich mehr, denn da darf ich endlich wieder auf die Insel fliegen. Schön wäre natürlich, das Stillstehen klappt auch bei mir. Wie immer bin ich zuversichtlich.

In diesem Sinne alles Liebe bis zum nächsten Mal.

Kurt