Ranch Fest am 23.05.2026 bei Nikolei in Niederorschel

Am 23.05.2026 fand bei Nikolai in Niederorschel ein Ranch-Fest statt. Wir fuhren hin, weil gute Bekannte von uns, nennen wir sie Adi und Ixy, davon geschwärmt haben und eigentlich hinfahren wollten. Naja, einen Tag vor Beginn der Veranstaltung haben die Beiden abgesagt und wir sind dann hingefahren mit einer gewissen Erwartungshaltung. Ich habe erwartet, dass das Ranch-Fest mit Western Livemusik stattfindet, es zusätzlich gute Verpflegung gibt und man nette Leute trifft.

Umso mehr erstaunt war ich, als wir bei Nikolai angekommen sind und 16 Reiter gesehen habe. Und was taten die Reiter beim Ranch-Fest? Sie machten Wettbewerbe in den verschiedensten Formen. Rinder separieren in zweier oder auch dreier Teams, laut angesagter Farbe, welche Rinder in einen Fence zu treiben sind usw. Und das Schöne war, es war alles stinknormal.

Es waren einfach angenehme Pferdeleute vom Rest der Welt, manche sogar aus der Nähe Bamberg, mit Anreisezeit von ca. drei Stunden. Es war schön. Und was mir am meisten gefallen hat, diese Bodenständigkeit, dieses Zusammenarbeiten der Teams bei der Ranch-Arbeit und die Hilfe, welche sich die Leute gegenseitig gegeben haben. Es war schön zu sehen, dass Rinder separieren und in Fences treiben nicht so einfach ist und ich zolle allen Teilnehmern großen Respekt für deren Einsatz und Zusammenarbeit. Man sah aber auch, dass diese Aufgaben ihre Tücken hatte und nur einige Teams in Zusammenarbeit die Rinder separieren konnten und in der vorgegebenen Zeit in die Fence bugsierten. Die Bratwürste vom Grill, der Burger, allgemein das Bodenständige, hat uns sehr gefallen. Unsere Beiden Keks und Krümel waren dieses mal nicht dabei, aber was nicht ist kann noch einmal kommen.

Eines steht für mich fest, bei Nikolei macht es Spaß und es schadet nichts ständig dazu zu lernen.

Liebe Grüße von Kurt

Ein DANKE für das tolle Startbild. Leider ist der/die Urheber(in) mir nicht bekannt.

kjelinek@iys.at
http://www.hat-line.com

Aladin und ein Märchen

Da mir Nikolei beim Rindertraining erzählt hat, wie toll unser neuer Stallbursche ist, muss ich euch ein Märchen aus vergangener Zeit erzählen. Es war einmal, so beginnt beinahe jedes Märchen. Auch ich möchte damit beginnen, denn es gab einen Pferdehof, welcher im Nachgang gesehen ein märchenhafter Hof war, auch wenn man als Einsteller es erst später begreift. Was war so besonders? Es war gepflegt, aufgeräumt und sehr freundlich.

Es gab keine Müllhalden. Man glaubt es kaum, frühzeitig wurden die Pferde auf den Paddock gestellt, die Futterraufen waren mit bestem Heu bestückt und es gab keinen Streit zwischen den Pferden, weder auf dem Stuten Paddock, noch auf dem Paddock der Wallache. Dadurch gab es auch keine Verletzungen durch Huftritte und Tierarztkosten für die Einsteller. Im Sommer, die Weiden wurden im März bereits gelüftet und auch falls notwendig gekalkt, wurden die Pferde spätestens 6 Uhr morgens auf die Weiden gestellt. Viel beindruckender war aber, dass die Ställe und Freilaufställe bereits 9 Uhr morgens in absolut makellosen Zustand waren und die passende Menge Heu bereits im Stall bereit lag. Dass die Stallgassen säuberlich gefegt waren/sind hat mich Märchenerzähler ständig beeindruckt. Was war sonst noch üblich auf den Märchenhof? Die Paddocks wurden von einem Mitarbeiter ohne das Zutun von vielen Helfern, seien es Einsteller oder begeisterten Mädchen, welche ggf. kostenneutral einmal die Woche reiten durften, von Pferdeäpfel gereinigt. Die Reitplätze wurden einmal pro Woche aufgeraut und dann glattgezogen, wie auf einen Turnierplatz.

War ein Zaun kaputt wurde er umgehend hergerichtet. Der märchenhafte Reitstall, mit moderaten Preisen für die Einsteller war ein Traum, solange ein etwas älterer „Stallbursche“ mit gelegentlicher Hilfen, den Pferden und den Einstellern viel Freude bereitete. Es gab keine Müllhalden, alles war sauber und gemessen am Alter des Stalls in sehr guten Zustand. Was ist aus diesem Märchen geworden? Nun, der besagte Stallbursche wurde durch einen „Aladin“ ersetzt. Man weiß aus den Geschichten von tausend und einer Nacht ein Zauberer war, dass Aladin alles weiß, alles kann und einfach der Größte und Beste ist. Vielleicht missinterpretiere ich die Geschichte. Fakt ist, das Märchen wurde abrupt beendet. Aladin, versteht es trefflich allen glauben zu machen, was er leistet, dabei muss ich als Märchenerzähler einiges relativieren. Seit Aladin am Werk ist, sind die Ställe frühestens am späten Nachmittag fertig, die Paddocks werden von fleißigen Helferlein gesäubert, die Reitplätze von einem Einsteller mit dem Privatfahrzeug hergerichtet. Am Hof sammeln sich Müllhalden und die Weiden sind noch nicht für einen Weidegang hergerichtet. Weidegang wurde für den 1.05.2026 angekündigt.

Aladin versteht es, das muss man neidvoll anerkennen, andere für sich arbeiten zu lassen und das Lob einzelner weiblicher Einsteller für sich in Anspruch zu nehmen. Dass einzelne weibliche Einsteller von Aladin in den höchsten Tönen schwärmen, ist darauf zurückzuführen, dass diese Menschen den Märchenhof nie erlebt haben. Schade, denn der Märchenerzähler lebt nicht in der Vergangenheit, lebt im Jetzt und sieht, wie ein Hof sich verändert und nur deshalb funktioniert, weil engagierte Einsteller viel tun, wegen ein wenig Preisnachlass.

Ja es war einmal.
Liebe Grüße der Märchenerzähler Kurt

Kommentare an: kjelinek@iys.at

http://www.hat-line.com

Die Gerüchteküche brodelt

Es ist schon erstaunlich, welche Dynamik man mit Worten erreichen kann. Vor einigen Tagen führte ich ein Gespräch mit einer netten Einsteller-In. Lange Ohren bekam ich, als ich so manches gesagt bekam, was ich als Person nie gesagt und getan habe und vor allem nicht in deutscher Sprache gesagt habe, da ich eine Manie entwickelte, denn zu manchen Menschen spreche ich nur in englischer Sprache. Ich habe dabei gelernt, dass ich am besten nichts sage oder mich komplett aus Allem heraushalte, denn es gibt immer Menschen, welche sogar aus nicht getätigten Gesten ein Gesagtes ableiten. Es ist also so, dass die Medienhoheit immer Recht hat.

Bereits Göbbels soll gesagt haben; Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert das Volk. Heute weiß ich, dass dieser Spruch nicht nur für das Radio, fürs Fernsehen und moderne Medien gilt, auch der oder die „Tratsch-Verantwortlichen“ in einer kleinen Gesellschaft – so etwas ist z.B. in einen Reitstall mit Einstellern – verbreiten gezielt deren Wahrheit, besser gesagt die Unwahrheiten. Warum machen die „Tratsch-Verantwortlichen“ das? Welche Interessen stehen dahinter? Geht es darum sich Besser darzustellen als man ist? Angabe? Großartig sein? Ich weiß es nicht. Auf Mutmaßungen verbreitete Behauptungen finde ich besonders hinterlistig, da sich der/die Verleumdete(n) nicht zur Wehr setzen kann/können. Wir in unserer kleinen Welt am Reiterhof habe einige Personen, welche deren Interessen mit Mutmaßungen und Behauptungen in Einzelgesprächen den Einstellern schmackhaft machen und was mich betrübt ist, dass die Geschichten einfach als Tatsache angenommen werden. Jetzt werde ich als Geschichten Schreiber böse und frage: sind diese Menschen blind, leichtgläubig oder einfach nur naiv?

Aber wenn ich den Kleinkosmos eines Reiterhofs ansehe, dann wird mir vor Augen geführt, warum ein Trump die Wahl in Amerika gewinnen konnte, es gibt wenige kritische Menschen – sagen wir viele sind irre geleitet– oder haben sie einfach Angst auf einem Pferdehof, dass deren „Sparkasse“ bei einer Widerrede schlecht versorgt wird. Warum „Sparkasse“? Sarkastisch betrachtet ist ein Pferd oder auch mehrere für so manchen Einsteller eine große finanzielle Belastung. Man würde in meiner Sprache sagen, dass viele Menschen leider keinen Arsch in der Hose haben.

Man weiß es nicht.

Liebe Grüße bis dem nächst.

Kurt ein begeisterter Wanderreiter

kjelinek@iys.at

http://www.hat-line.com