Von Steinbach Hadamar nach Ruppenrod Pferdepension 13.06.2019

Pause muss sein.

In der Nacht zum 13.06.2019 habe ich den Blog aktualisiert. Danach bis 7 Uhr geschlafen. Josef saß bei seiner Zeitung, ich bekam Tee, Wurst, Käse und Honig. Nach einige Zeit habe ich die Pferde von der Koppel geholt und vorbereitet.

Ein lieber Kerl am Hof
Westerwald

 

Denkmal mit Wasser. Die Beiden fanden es schön.

Mond über der Weide von Keks und Krümel.

Josef fuhr mit mir 7 oder 8 Kilometer durch den Wald und ein Städtchen und zeigte mir die ersten Kilometer meiner Route. Großartige Idee und sehr hilfreich. Zurück gab es für die Hotties noch einmal Kraftfutter. Ca. 10 Uhr 30 bin ich endlich los. Bis auf die ein oder andere Missinterpretation der Navi Information lief alles wie am Schnürchen. Für die Tiere gab es keine Überraschungen, keine fremdartigen Lebewesen, welche dem Krümel Angst und Schrecken einjagen. Der Ritt durch den Westerwald war wunderschön, gut begehbare Wege, breit genug für Krümel und Keks mit seiner beidseitigen Last, welche um einiges leichter ist, als der Reiter auf Krümel. Beate hat den Pferdestall organisiert. An dieser Stelle danke vielmals. Richtung Zielort geht es zuerst neben einer Landstraße ca. 1 Kilometer entlang. Am Abzweig steht ein Brunnen mit großem Becken. Beide saufen begierig und es sieht so aus als ob es kein Ende nimmt. Es geht weiter über eine Brücke und auf einen schönen Wanderweg, immer leicht bergan. Auf halber Strecke treffe ich Beate mit ihrem Pferdchen und einer Begleiterin, deren Pferd so tut als ob es noch nie Artgenossen gesehen hat. Ja, auch das gibt es. Den Zielort erreichte ich mit 90-minütiger Verspätung.

Ein Baum versperrt den Weg.

Komoot wusste einige Kilometer zurück einen Wanderweg, doch dieser blieb unter sehr hohem Gras verborgen, sodass die Pferde verweigerten. Nach Kilometern durch den schönen Westerwald und einen aller letzten Berg zu erklimmen, lag der Reiterhof direkt vor mir. Ihr wisst was folgt? Genau. Wie jeden Tag, zuerst die Pferde versorgen und dann?

Pferd & ich
Reitanlage am Gelbachtal
Ruppenrod
65558 Isselbach
http://www.pferdundich.de

LG Kurt

Von Drommershausen nach Hadamar 12.06.2019, ein Ritt mit Umwegen

Sillia hilft mir mit den Pferden. Bei Sillias Tante habe ich mich zum Frühstück eingeladen oder wurde ich eingeladen. Egal? Sillia übergab mir einen Packen Ausdrucke damit ich das Ziel sicher erreiche. Wir werden ja sehen. Das neue Ziel ist Hof Birkeneck in Steinbach Hadamar beim Josef Bausch. Los geht’s, bei trübem Wetter, in Richtung Ortschaft und nach der Brücke auf den Fußweg.

Stark Regen
Keks mit Plane
Krümel mit Regenschutz
Ob man hier ermessen kann wie nass es war?

Wie immer führe ich die Pferde die ersten Kilometer. Ich versuche über Nebenstraßen den Ort Ahausen zu erreichen, um dort über die Brücke der Lahn zu gehen. Kaum verlasse ich den Waldweg und begebe mich über Nebenstraßen in die richtige Richtung, beginnt es kräftig zu regnen. Meine Wetter-Expertin hatte wie immer recht. Ihr persönliches Regenradar ist zuverlässig. Bei einem einsamen Pferdehof außerhalb Drommershausen auf einer Anhöhe, schüttet es aus Kübeln. Ich decke mit Planen meine Ladung ab welche Keks trägt und befestige meinen Anorak über Krümels Sattel damit dieser trocken bleibt. Ich selbst ziehe meinen Regenmantel über die bereits feuchte ärmellose Windjacke. Es schüttet und es will scheinbar nicht aufhören. Was tun? Ich schlage mich durch, lautet die Devise. So gehe ich über Feldwege und hoffe, dass ich die Hauptstraße meiden kann. Da die Feldwege leider nicht gemäht sind, bin ich bis zum Gürtel nach wenigen Schritten durch und durch nass. Die Stiefel sind so nass, dass man mit jedem Schritt das Quieken und Quaken der Nässe hören kann. Ein komisches Gefühl, als ob man auf Wasser läuft. Egal was ich tat, es war nass und so entschied ich mich die Brücke über den Fluss über die Hauptstraße zu erreichen. Das ging gut. Ich querte den Fluss und ging rechts für ca. 1 Kilometer parallel zur Bahn und der Lahn. Nach einer großen Hecke, scharf links den bergan und oben über einen Feldweg zur und über die Autobahn. Jetzt war ich im Wald. Ich könnte singen: „Ein Männlein steht im Wald…“. Laut Karte sollte ich links abbiegen. Tat ich, führte ins Nichts. Zurück, einen anderen Weg suchen. Vorwärts rückwärts solange bis ich den Faden, sprich Orientierung komplett verloren habe. Ich glaube, ich habe eine zehn Kilometer Rundreise eingelegt bis ich den richtigen Übergangspunkt nach Merenberg gefunden habe.

Transporter blockiert den Weg
Wald, wo geht es hin. Rechts rum oder?

Orientierungslos und ein Mobilfunk Navi, welches ich immer wieder falsch interpretiere. Schlimm, wieder eine überflüssige Stunde im Sattel. Blöd ist auch, dass ich mein Powerback angebaut habe. Dafür muss ich zügig Ersatz herbeischaffen. Wie kann man so ein super Geschenk verlieren? Nachdem ich in Merenberg angekommen war ging alles ganz einfach und so war es. Ich komme nach Steinbach Hadamar, reite an einen Hof vorbei direkt in den Ort Steinbach. Ich hatte nicht registriert, dass links von mir Hof Birkeneck in Steinbach Hadamar liegt. Ich reite unermüdlich weiter, die Pferde brauchen das Training oder doch nicht. Ich bemühe das Navi, befrage Menschen, um herauszufinden, dass ich in einem anderen Ort bin, welcher zur Gemeinde Hadamar gehört. Nach 90 Minuten suchen und reiten bin ich wieder an einen Ort, den ich kenne. Ich habe mit vielen Zusatzkilometern, Fragen an Passanten schließlich doch noch den Hof Birkeneck in Steinbach Hadamar erreicht. Stark, reitet daran vorbei und braucht dann noch einiges länger. Bei Josef Bausch werde ich schon längst erwartet, denn ich wurde avisiert. Josef Bausch und seine Helferlein richten die Koppel für die Pferde und danach gibt es Abendessen. Ich muss und darf erzählen. Man hat mir zwischenzeitlich die Wäsche zum Waschen abgenommen, die Stiefel zum Trocken in den Heizraum gebracht und ich konnte mich richtig heiß duschen und anwärmen. 22:00 Uhr habe ich mich abgemeldet und ins Bett verzogen. Ich bin müde.

Ein großes Danke für diesen tollen Empfang und die Unterstützung. Nicht vergessen möchte ich, dass Josef am 14.06. Geburtstag hat. Es gäbe noch vieles zu erzählen.

Hof Birkeneck
Steinbach Hadamar
Josef Bausch, Tel: 064333954

Von Oberwetz nach Drommershausen 11.06.2019 ca. 30 km mit all meinen Umwegen

Gänse mit Jungvögel am See
Hessen ist schön
Kein Ort ohne Pferde
Schöne Weide für die Beiden.

Moni und Heinz sind liebe Menschen mit viel Herz, welche sicherlich noch einmal besuchen werde. Beim Frühstück haben wir noch einmal die Route besprochen zu deren Verwandten nach Drommershausen. Ich bin schon angemeldet. Gut ausgeschlafen und wohlgenährt trete ich die nächste Etappe an. Das Wetter ist trüb, was für den Ritt gut ist. Die Temperaturen sind angenehm. Auf dieser Reise unterquere ich zwei Autobahnen, passiere einen riesigen Steinbruch, wo der Wanderweg mitten durchs Werksgelände führt. Landschaftlich reizvoll. Was auffällt ist, es gibt unheimlich viele Koppeln mit Pferden unterschiedlicher Rassen. Kaum ein Kilometer vor einen Ort wo nicht einige Koppeln sind, auf welchen Pferde stehen. Bei dieser Tour gab es nur wenige Aufreger für die Beiden. Sie erschrecken, wenn unvorhergesehen Rehe aus einem Getreidefeld springen und in den Wald türmen.

Das löst dann den ein oder anderen Galoppsprung aus. Ansonsten nichts Aufregendes, viel Ruhe, kaum Menschen abseits der Ortschaften. Bei der Mittagsrast an einem Bach schöpfe ich mit einer Kaufland Kunststofftragtasche Wasser. Die Tasche ist nicht ganz dicht, aber der Verlust vom Schöpfen bis zu den Pferden ist gering, sodass beide genügend Wasser zum Saufen bekommen, was sie auch gierig taten. Wir gehen weiter. Nach ca. 350 Meter vermisse ich meine Gleitsichtbrille. Zurück zum Bach. Hoffentlich liegt diese nicht im hohen Gras. Glück gehabt, die Brille liegt unbeschädigt auf der Brücke im Gras.
Drommershausen erreiche ich über einen Wanderweg, gleich die erste Querstraße führte mich zur Reitstation oder besser zu den Verwandten von Moni und Heinz. Dort wurde ich sehr gut aufgenommen. Die Pferde versorgt und auf die Koppel gestellt. Anneliese und alle anderen sorgten sich um mich und ich durfte oder musste so einiges aus meinem Leben preisgeben. Man ist erstaunt, dass ein 66-jähriger noch so eine Reise wagt, dass mit zwei Pferden. Da meine Gastgeber mein Ziel kennen bekomme ich großartige Routenunterstützung. Die Frage, wie komme ich über die Lahn, beschäftigt Alle. Das Wetter ist schön und es wird gegrillt. Hervorragendes Gemüse mit Würstchen und Kottelets. Alle sind da, ein Nachbar kommt, ein Franzose, der hier wohnt, die gesamte liebenswerte Sippe mit dem Hund, der ständig kläfft, wenn man was anderes anzieht, da er einen nicht mehr erkennt. Sie sagten, er hat Alzheimer. Licher Bier ist hier das Getränk der Familie und ehrlich gesagt, ich hatte große Lust auf einen Schluck. Da ich das Ziel ein Jahr alkoholfrei sauber beenden will habe ich mich enthalten. Wobei, ich weiß, dieses Bier schmeckt hervorragend. Liebe Familie Sippel. Danke für den schönen Abend und die Hilfe bei der Routen Wahl. Ich komme wieder auf ein Licher, das nächste Mal mit dem Auto.

Anneliese Sippel
Talbachstrasse 4
Drommershausen

VG Kurt

Von Lich nach Oberwetz 10.06.2019

Schloss Arenstein, Hofdurchfahrt
Das Getreide färbt sich langsam zur Reife
Limes Turm
Viehzucht

Gut ausgeschlafen, mein Sohn bringt mich zum Stall, trete ich die nächste Etappe an. Es geht gegen Westen. Ich stelle fest Keks hinkt leicht. Die Untersuchung ergibt, Keks hat sich mit dem Führseil an der Hinterhand verletzt. Das kommt daher, dass er rumturnt und panisch reagiert, wenn er das Führseil z.B. um das Bein gewickelt hat. Er bekommt nun schmerzlindernde Medizin in einem Apfel verabreich und wird mich einige Tage nicht tragen müssen. 30 Kilometer sind heute anvisiert. Es geht los Richtung Kloster Arnsburg. Kurz vor Pohlheim treffen wir auf eine Koppel mit Lamas. Das war ein Aufreger. Was sind denn das für komische Tiere?  Mit gut zureden konnte ich Krümel vorbeireiten ohne abzusteigen.In der Nähe von Pohlheim steht ein Turm, dieser markiert den nördlichsten Punkt des LIMES. Es geht weiter am Wieserand entlang über Feldwege dem Ziel entgegen.

Ich muss festhalten, diese Gegend in Hessen ist wunderschön geprägt von Feldern und Wäldern und kleinen Ortsgemeinschaften. Es geht von Lich mit einigen kleinen Umwegen ohne besondere Vorkommnisse stetig nach Westen. So glaube ich. Auf der Tour springt so manches Reh aus dem Gebüsch, von links nach rechts oder war es in einer anderen Reihenfolge. Gott sei dank ist uns noch keine Wildsau begegnet. Ich wüsste nicht was tun in diesem Moment. In den Lüften sehe ich neben Rot Milane auch Schwarz Milane und hin und wieder eine Kornweihe, welche nicht so häufig vorkommt.

Wenn ich so dahinreite, stelle ich für mich fest, dass mein natürlicher Orientierungssinn nicht mehr existent ist. Als ich in Oberwetz einreite habe ich keine Ahnung w o ich bin und wohin mit den Pferden. An einer Kreuzung sehe ich Menschen Pferde entladen und so frage ich. Gibt es hier einen Stall wo ich meine Tiere unterbringen kann? Es gibt einen und man gibt mir eine klare Wegbeschreibung. So lande ich bei der Familie Monika und Heinz Prinz. Dort werde ich empfangen und versorgt. Nicht nur, dass die Hotties gut untergebracht werden, nein, auch für mein Wohlbefinden ist gesorgt. Beim Abendessen haben wir einen regen Austausch geführt und vor allem über deren Erfahrungen in Lateinamerika. Die Infos über Lateinamerika haben mich beeindruckt. Noch einmal Danke für Alles.

Heinz ist Hufschmied, Moni ist u.a. Kutschenfahrtrainerin.
Wanderreitstation
Monika und Heinz Prinz
Napoleonstock 15
35641 Oberwetz

Leider habe ich keine Telefonnummer.

Ulrichstein-Bobenhausen nach Lich 8.6.2018

Frühstück bei den Wagners. Es schmeckt und wir unterhalten und über Gott und die Welt. Draußen bläst uns ein saukalter Westwind um die Ohren. Bereits beim Vorbereiten wird mir trotz Bewegung kalt. Nach ca. einer Stunde bin ich bereit zum Aufbruch. Dieses Mal ganz ohne Navi, nur anhand Wegbeschreibungen und das geht.

Eichwiesenhof

Die ersten zwei Kilometer zu fuß. Keks trägt das Gepäck, Krümel trägt mich. Welche eine Freude, Krümel ist sehr gut drauf und schreitet zügig aus.  So kommen wir sehr gut voran. Es geht an Getreidefeldern vorbei durch Waldstücke. Der Wind bläst unangenehm aus Nord-Westen. Links von mir sehe ich einen Rotmilan, welcher mit den Lüften spielt und ich schaue fasziniert zu, mit welch einer Leichtigkeit er im Wind tanzt. Auf der Strecke passierte ich kleine Ortschaften mit einer Häuseransammlung von zwanzig oder dreißig Gebäuden. In Laubach fragte ich nach dem Weg. Oh je, viele Einheimische, so stellt es sich dar, kennen nur die Fahrstraßen. Wege durch den Wald oder Himmelsrichtungen Fehlanzeige. In Laubach treffe ich auf eine Reiterin, welche weiß wie man nach Lich kommt. Daher der Nase nach durch den Wald. Dort hatte ich einen Schreckmoment. Wir wollen einen umgestürzten Baum umgehen. Das ging beinahe ins Auge. Krümel reagierte nicht auf die Zügelhilfe, Keks blieb stehen und so zog Krümel nach Vorne durch die tiefhängenden Äste und Keks blockierte indem er stehen blieb. Auweia, es zog mich beinahe aus dem Sattel, dank meines Hutes mit integriertem Kopfschutz habe ich keine Schrammen und Blessuren abbekommen von den tiefen Ästen dur h die mich Krümel schleifte, welch ein Glück. Nach diesem Zwischenfall ging es zügig weiter.

Leichter Goldgelb Schimmer
Wanderreitgruppe, geführt
Rast, an dieser Stelle wurden wir überholt

Je näher ich Lich kam umso flacher wurde das Land.

 

 

 

 

 

Pfahl mit Storchennest

Storchennester auf großen Pfählen in Abständen von geschätzt 300 Metern, mit Jungvögel. Zu einem späteren Zeitpunkt sah ich ca. 25 Störche vereint auf einem Feld Nahrung suchen. Es geht weiter, Schafherden grasen in 300 Metern Entfernung auf der gegenüberliegenden Bachseite, Rotmilane, Bussarde ziehen ihre Kreise und die Getreidefelder färben sich allmählich goldgelb. Ich mache Rast, da überholt mich eine Gruppe Wanderreiter. Weiter geht es auf nach Lich. Nur noch 10 Kilometer. Ich gehe wieder einige Kilometer um meinen Gehapparat wieder in Schwung zu bringen und habe das Gefühl, Keks hängt nicht mehr am Führstrick und so ist es. Keks geht neben Krümel als ob er am Führstrick hinge. Na, was ist das? Der Führstrick muss am Haken gerissen sein ohne dass ich es merkte. Reservestrick aus der Satteltasche und weiter geht’s. Bis zur Adresse, wo ich die Pferde lasse sind es unterhalb von Lich noch 4 Kilometer. In Lich selbst erlebe ich eine Überraschung, Krümel geht freiwillig über die Gleise am Bahnübergang und später noch dazu über diese ach so gefährlichen Gitter, welche immer wieder in der Straße eingelassen sind. Ich freue mich aufs Ankommen.

 

Sicht auf Reitplatz. Hof von Walter und Erika Müller

Am Hof von Walter und Erika Müller Außenliegend 11 in 35423 Lich werde ich gut empfangen. Habe zwei Boxen für meine Hotties und werde im Reiterstübchen sauf Bierbänken chlafen. Absatteln, Pferdeversorgen. Was sonst?

Hof von Walter und Erika Müller Außenliegend 11 in 35423 Lich Tel. 0049 64041715

VG Kurt

Bad Salzschlirf nach Ulrichstein 7.6.2019 30km

Es ist nebelig. Das Frühstück schmeckt und Michael hat einige gute Tipps. Der Eine, folge den Flussläufen, oder der Eisenbahn, dann hast du kaum Steigungen. Muss ich mir zu Herzen nehmen. Vor der Haustür in Uzthausen zeigte mir Michael ein Turmfalkennest im Giebel am gegenüberliegenden Haus, welches sich in ca. 20 Metern Höhe befindet. Dort herrscht reger Betrieb, Falken fliegen ständig mit Nahrung zum Nest. Auf geht’s nach Bad Salzschlirf. Pferde vorbereiten, satteln und beladen. Ich folge dem Rat und schlage die Richtung Ulrichstein entlang der Bahnlinie ein. Zuerst einmal zu fuß für ca. 2 km. Am ersten Abzweig außerhalb der Stadt vor dem Bahnübergang folge ich den Fluss, leider eine Sackgasse. Einen Kilometer zurück, dann den Bahnübergang meistern, ohne abzusteigen, heute reite ich Keks und der ist willig. Weiter geht’s. Zwischendurch kontrolliere ich mit dem Kompass die Richtung, welche ich reite.

Durch den Ort Lauterbach.
Lauterbach

Es folgt Kilometer für Kilometer, allein auf weiter Flur. Die Vegetation im Auge, es wird Heu eingefahren, das Getreide steht schon hoch und bekommt den ersten gelben Schimmer. Es geht nach Lauterbach in Hessen, den Abzweig nach Wartenberg habe ich übersehen. Durch Lauterbach führe ich die Pferde. Das sind ca. 2,5 km Strecke. Danach, auf den Weg nach Herberstein, will ich wiederum Keks reiten. Jeder Versuch aufzusteigen scheiterte. Dabei hatte ich einige Schreckmomente. An einer Stelle ist Keks 6 Stufen hochgesprungen auf eine Böschung. Daher weiter, eine bessere Aufstiegshilfe suchen. Bein nächsten Versuch springt Keks über eine feststehende Parkbank. Mit anderen Worten er mag auf keinen Fall. Daher zu fuß weiter. Was nun? Ich muss umpacken. An einer geeigneten Stelle, die Pferde grasen lassen, belade ich den Keks und bereite Krümel zum Reiten vor. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich meine liebgewonnenen Chaps irgendwo verloren habe. Schade. Nun besteige ich Krümel, welcher mich problemlos aufsitzen lässt und es geht weiter. Auf der Strecke begegnet mir eine einzelne Reiterin, welche mir Quartier für die Pferde und für mich anbot. Schön, jedoch nach 15 km schon wieder übernachten. Nein und es geht weiter.

Reiterin in der Ferne.

Abwechslung bringen die Rotmilane am Himmel, welche nach Beute Ausschau halten und hin und wieder huscht ein Reh aus einem Feld. In Ulrichstein reite ich laut einer Papierkarte eine Wanderreitstation an. Von wegen, diese Station gibt es nicht mehr. Ein grantiger, unfreundlicher Mensch hat mir zu verstehen gegeben, dass ich nicht willkommen bin und ich keine Hilfe erwarten kann. Einige lange Minuten später kam er mit einem Prospekt wo die aktuellen Wanderreitstationen eingezeichnet sind. Zwischenzeitlich braute sich ein mächtiges Gewitter an. So rief ich beim Eichwiesenhof an. Am Festnetz rührt sich niemand. Mist. Doch nach einigen Minuten kam ein Rückruf, welch ein Glück. Ich erklärte mein Dilemma und man versprach mir mich mit Pferdeanhänger abzuholen, denn es sind noch 8 Kilometer nach Ulrichstein-Bobenhausen. Zwischenzeitlich habe ich abgeladen, alles auf eine Parkbank unter einen Baum gelegt und mit dem Regenmantel abgedeckt. Es tröpfelt bereits. Neben mir hält ein Mann und gibt mir meinen Reit Hut, den ich einige Meter weiter oben verloren hatte und bot mir seine Koppel an. Leider einige Minuten zu spät, da ich bereits mit der Wanderreitstation Bobenhausen verabredet war. Es fing langsam an stärker zu regnen und da kam das Fahrzeug mit Pferdeanhänger. Das Verladen ging rasch, nicht einmal Krümel hat sich lange geziert. Jetzt goss es richtig wie aus Kübeln. Alles schnell eingepackt und auf zum Stall. Dort war es trocken, keine Spur von Gewitter oder Regen. Pferde raus aus dem Anhänger, in die kleine Reithalle bringen, mit Heu, Wasser und Kraftfutter versorgen, es ist geschafft. Ich bin mit der Familie Wagner zum Reiterstammtisch gefahren zu einem Italiener. Es hat gemundet. Geschlafen habe ich in einem sehr schönen Apartment, wobei ich nur die Dusche und das Bett brauchte. Ich war hundemüde. Danke noch einmal an die Familie Wagner für deren spontane Hilfe.

VG Kurt

Reiterstation:
Eichwiesenhof
Hoherodskopfstraße 1
Ulrichstein-Bobenhausen
Mobil: 0049163 8158260
eichwiesenhof@t-online.de

Von Schlitz nach Herbstein, ca. 25km, bin nur nach Bad Salzschlirf gekommen, mehr dazu im Beitrag 6.06.2019

8 Uhr bin ich mit Erwin Becker einem Mitglied vom Reit- und Fahrverein verabredet. Ich bin überpünktlich und Erwin ist um Punkt vor Ort. Es ist merklich kühler als Gestern und es fängt an zu regnen.

Wasser, wild und schön.
Keks, sieht ganz schön bescheuert aus.
Große Box im Reitverein.
Krümel am Stall.
Breite schöne Wege.
Brunnen im Ort als Wahrzeichen

Erwin meinte ich solle die Pferde wieder in die Boxen stellen und den Regen abwarten. Damit er nicht die gesamte Zeit da sein musste gab er mir einen Schlüssel zum Absperren und zeigte mir den Platz zum Hinterlegen. Einfach freundliche hilfsbereite Pferdemenschen. Frühstück hatte ich in der Pension, Hotel wäre als Bezeichnung übertrieben, doch es war gemütlich. Erwin gab mir noch Tipps wie ich schnellstens nach Herbstein komme. Alles easy oder doch nicht. Die Pferde vorbereitet beladen und ca. 9Uhr30 auf die Strecke. Ich habe wahrscheinlich nicht aufgepasst, nach der Brücke rechts, ja das machte ich. Ich landete mit meinen Beiden an einem Rinnsal ca. 80 cm breit. Was nun? Kein Problem, beide folgten mir ohne Probleme. Sie sprangen über das Bächlein ohne Aufforderung von mir. Nun war ich in einer Sackgasse gelandet. Also zurück. Auch kein Problem. Danach habe ich Krümel bestiegen, denn meine Stiefel waren schon wieder komplett durchnässt. Das Navi Komoot wollte mich zurück über den Reit- und Fahrverein schicken. Es verwirrte mich ständig. Daher die Richtung Bad Salzschlirf nehmen, wie Erwin mir empfohlen hat. Es ging kilometerlang auf Radwegen und Waldwegen. In Bad Salzschlirf führte mich das Navi durch die Stadt, bis zu einer Marienstatue und danach in den Wald. Es ging ständig bergauf, bergab. Zu meiner Überraschung stellte ich irgendwann fest, dass ich im Kreis reite und bin nach 18 km wieder in Bad Salzschlirf gelandet.
Da passiert das Ungewöhnliche. Ein Auto hält neben mir und fragt ob ich Übernachtung und Unterkunft brauche. Ich überlege kurz und stimme zu, denn nach Herbstein sind es noch 12 km. Michael hat einen Bauernhof, arbeitet als Maurer und ist die Gastfreundschaft in Person. Seine Leidenschaft sind Pferde. Ich sattle ab, Michael hilft und wir stellen die Beiden auf die Koppel. Da stellte Michael fest, dass sich Krümel an der Hinterhand verletzt hat. Wir haben die Wunde am Huf sofort mit Kupfersalbe eingeschmiert. Ich denke, morgen ist es wieder besser. Übrigens Krümel lief heute wie ausgewechselt, er lief und hatte sichtlich Freude. Vielleicht lag es am trüben Wetter.

Storchennest auf dem Wagenrad.
Freunde?
Krümel hat sich beim Sprung übers Wasser verletzt
Mariengrotte in Bad Salzschlirf
Bad Salzschlirf
Am Bauernhof

Heute bin ich bei Michael Gast. Er nahm mich mit in sein Haus in einem 80 Seelendorf, zeigte mir die Waschmaschine, ich kann meine Wäsche waschen, zeigte mir das Bad und meinen Schlafbereich.

 

 

Das letzte Mal habe ich diese Art der Gastfreundschaft in Südafrika und Zimbabwe erlebt. Michael ist ein ungewöhnlicher Mensch, er liebt die Tiere und ist ein großer Fan von Westernreiten. Was habe ich für ein Glück. Zusätzlich gab er mir noch ein Filzpad – ohne Bezahlung – mit der Auflage, wenn ich in Barcelona bin, soll ich es zurückschicken. So etwas erlebt man nicht alle Tage.

 

 

Wohin es morgen geht weiß ich noch nicht. Heut bleibe ich in einen kleinen Ort bei Bad Salzschlirf, Uzthausen.
VG Kurt

Molzbach nach Schlitz 5.06.2019 ca. 25 km

Abreise bei Baier. Zeitig bei Morgenfrische.

Endlich ist es gelungen. Was? Der zeitige Aufbruch. Bereits 6 Uhr habe ich die Pferde vorbereitet und bin bereits 8 Uhr unterwegs nach Schlitz. Das ist wichtig, denn es wird sehr heiß werden und man merkt den Pferden das heiße Wetter an. Frau Bayer hat mir zum Abschied ein Frühstückspaket geschnürt und mir gute Reise gewünscht. Dieses Mal war ich elektronisch bestens vorbereitet, Power-Bank und Mobil-Telefon voll aufgeladen. Nochmals möchte ich nicht ohne Strom und Navigationshilfe reiten. Nun los vom Hof der Bayer. Keks geht willig. Krümel im Schlepptau ziert sich, er lässt sich teilweise schleppen. Das geht soweit, dass es einen Ruck am Sattelhorn gibt, wenn Keks losgeht und Krümel hinten träumt. Die erste größere Hürde war die Stadt Hünfeld, dort ging es für ca. 1,5 km durch die Stadt. Schlimm für mich sind die rücksichtslosen „Alten Weiber“, die offensichtlich keine Zeit haben bzw. kein Gespür für Angst. Auf der anderen Seite gibt es durchaus viele Fahrer, denen man für deren Rücksichtnahme danken muss. Beim Bahnhof Hünfeld bekam ich von Busfahrern einen guten Tipp wie ich über die Bahn komme.

Der eingeschlagene Weg führte durch Grünland und zu meiner Überraschung sah ich ein Storchennest, welches bewohnt war. Einer der Störche flog regelmäßig das Nest an. Weiter geht es über eine Brücke über eine große Hauptverkehrsader. Danach parallel zur Straße auf einen Wanderweg welcher parallel zum Wald verläuft. Ein Reh stand mitten am Weg bereit zur Flucht. Der Ritt ging durch herrliche Landschaft, klein Dörfer und wie kann es anders sein, vorbei an eingezäunten Rinderherden. Das ist noch immer ein Problem. Keks verspürt Fluchtinstinkte. Es geht zügig weiter. Mein Navi irritiert mich, es verliert öfters das GPS Signal. Um zu lösen, dass mich das Navi narrt, muss ich irgendwie sicherstellen, dass mein Mobil immer Kontakt zu den GPS Satelliten hat. Vielleich schaffe ich das in den nächsten Tagen. Man lernt nie aus.

Gut ausgebaute Wanderwege
Storchennest
In der Stadt Hünfeld

Nach 20 km erreiche ich den letzten Hügel vor Schlitz. Nur noch 5 km durch den Wald. Oben auf der Spitze angekommen öffnete sich ein wunderbarerer Blick über eine Stadt unten im Tal. Der Hintern tat mir weh, die Beine schmerzten und so schwang ich mich aus dem Sattel und legte eine halbstündige Rast ein. Danach weiter zu fuß zum Reitbetrieb. 2km entspanntes Gehen, Beine vertreten, Bewegungsapparat wieder einrenken. Am Reitstall angekommen habe ich Keks und Krümel bei einem Bächlein angeleint, mit Wasser versorgt und grasen lassen. Für mich habe ich die Hängematte zwischen zwei Bäumen aufgehängt und eine Rast eingelegt. Ich musste auf Erwin warten. Dieser kam ca. 17 Uhr und half mir und mit den Pferden. Absatteln und die Beiden in schöne Boxen bringen, welche wir mit reichlich Futter ausgestattet haben. Ein toller Stall und wie immer hilfsbereite Menschen.

Diesmal werde ich in einem kleinen Gasthof übernachten. Ein Mitglied vom Reitverein brachte mich zum Gasthaus. Danke.

Morgen geht es weiter, wohin, das weiß ich noch nicht.

VG Kurt

Hilders in Hessen 4.06.2019 nach Molzbach ca. 21km laut Komoot

Reichhaltiges Frühstück

Zeitig legte ich los. Patricia und ihre Studentin brachten die eigenen Pferde auf die Koppel, ich kümmerte mich um Keks und Krümel. Das übliche Prozedere, in diesem Fall bereits 7 Uhr morgens. 7Uhr 30 brachte Patricia ein suuuuper Frühstück, machte dann von mir und den Hotties noch Fotos und gab mir noch einen guten Tipp mit auf den Weg.

Ihr Vorschlag, Anstelle von Fulda, über Hünfeld nach Schlitz zu reiten. Diesen Vorschlag nahm ich umgehend an und bin dann in der Nähe von Hünfeld bei Familie Bayer Am Webich 6 Molzbach gelandet.

Auf den Weg nach Molzbach
Rast bei 30 Grad im Schatten

Ein großer Pferdehof mit sehr vielen Voltigier-Truppen. Ich habe mit Umwegen ca. 27km zurückgelegt, habe Komoot noch nicht im Griff. Meine Kondition war 16Uhr30 bereits zu Ende und ich glaube Keks und Krümel waren froh darüber. Die Temperatur war um die 30 Grad Celsius.

Heute schlafe ich wiederum in einem Reiterstübchen auf einer Matratze. Die Matratzen werden zur Absicherung der Voltigier-Übungen am Reitplatz aufgelegt. Ich bin gespannt wie ich darauf schlafen werden. Hier gibt es noch etwas Besonderes, eine Dusche, welche ich genussvoll angesteuert habe und ausgiebig nutzte.

Wunderschöne Reithalle.

 

Ein gut durchdachter Stall

 

Voltigier-Plakat der Jugend.

 

Es ist eine schöner Reitanlage mit einem Voltigier-Verein und Menschen, welche die Jugend fördern.

 

 

 

 

Familie Bayer A

Im Webich 6 Molzbach

Danke für die Gastfreundschaft. Es ist schön bei Euch.

Viele Grüße. Ein geschaffter Kurt

Reise Salzburg nach Dörrensolz über Meiningen 2.06.2019

Früh aufstehen. Der Wecker klingelt 5:30, dann rasche Morgentoilette und auf zum Bahnhof. Natürlich zu Fuß. Ungefähr 3 km, 20 Minuten durch die Stadt. Die schläft noch. Die Reise führt über München, Erfurt nach Grimmenthal und mit dem Bus nach Meiningen. Gitti vom Hof oder Reinhard werden mich vom Bahnhof abholen oder auch nicht? Fest steht, dass die Reise bis Meiningen ungefähr 6 Stunden 30 Minuten dauert sofern die Deutsche Bahn keine Verspätungen einbaut. Wenn alles funktioniert bin ich 15 Uhr im Reit und Ferienpark Dörrensolz und kann meine Pferde begrüßen. Probleme habe ich aktuell mit meinem Mobil Telefon. Der Akku bricht ein, und dass mit elektronischer Fahrkarte. Meine Ladekabel hat nun alle mein Sohn Laurent im Besitz und die Pausen beim Umsteigen sind so kurz, dass ich keines kaufen kann. Mist. Aber es hat geklappt. In München konnte ich ein Kabel kaufen. Doch der Zug nach Erfurt läutete die DB-Pannenserie ein. Die DB hat vergessen diesen Zug Zugbegleiter zuzubuchen. Zwanzig Minuten Verspätung. In Erfurt habe ich den Anschluss verpasst auf der alternativ Route standen wir 45 Minuten. Begründung: Feuerwehreinsatz im Gleis. Na, dann. Wie und wann werde ich Dörrensolz erreichen? Es geht weiter nach Eisenach. Was werde ich dort erleben?

In Eisennach bekomme ich eine Stunde später Anschluss nach Walldorf in Thüringen. Von dort geht es mit dem Bus nach Meiningen. Und wie komme ich zu den Pferden? Gitti war nicht erreichbar. So blieb nur noch das Taxi.

VG
Kurt

Dörrensolz nach Hilders in Hessen 3.06.2019 ca. 25km laut Komoot

Dörrensolz. Fertig zum Weiterreiten

In Dörrensolz noch einmal gut geschlafen und die Pferde auf die Tour vorbereitet. Bis alles gepackt ist und am Pferd hängt dauert es einige Minuten. Und so war es auch. 11 Uhr noch die Verabschiedung von Gitti und rauf aufs Pferd. Wenn ich geglaubt habe, dass Krümel vor Freude strahlt und für mich einen schnellen Schritt einlegt, habe ich mich mächtig getäuscht.

Diesen Tag den Krümel zu reiten war zähe. Ständiges Treiben ermüdet mich beim Reiten und wir machten keine dem Pferd angepasste Geschwindigkeit von ca. 7 km pro Stunde im Schritt. Wir ritten durch die Rhön, eine sehr reizvolle Gegend. Wir kamen durch Wälder, ritten über Felder und hin und wieder zeigten sich Tiere. Einige Rehe, eine Kornweihe, einen Bussard.  Schwierig wurde es wenn wir an Kuhweiden vorbei mussten.  Keks und Krümel spielten verrückt, dabei sind die Rinder doch hinter dem Zaun. Verstehe einer die Pferde. Auf diesem Ritt sind wir in ein heftiges Gewitter gekommen, was Beide ohne Probleme, trotz Blitze und Donner, über sich ergehen ließen. Gewitter sind kein Problem, Kühe schon, vielleicht liegt es am Geruch?

Mittag auf Holzstämmen

Kurz vor der ehemaligen Grenze DDR/BRD hat der Akku von meinem Smart Phone den „geist“ aufgegeben. Das hatte schwerwiegende Folgen. Statt 25km haben wir beinahe 40km zurückgelegt. So ein Mist, der Weg führte mich über Nüstall.

Schöne Reitwege.

Es wurde langsam dunkel. Die Feuerwehrmänner in Ehrenfeld gaben mir eine Richtung. So wanderte ich, die Beiden hinter mir herziehend, wiederum vorbei an diesen schrecklichen Kühen und der Weg nimmt kein Ende. Ich habe bereits 13 km in den Beinen. Nun fasste ich mir ein Herz, band Beide an einen Hydranten und klingelte an einem Hof. Dort erzählte ich von meinem Missgeschick.

 

Sofort hat man mein Mobile Phone aufgeladen. Nach weiteren 10 Minuten Diskussion gab man mir die Adresse von Patricia Rehm, Immobilien Sandenhof 4 in 36115 Hilders. Ich erzählte mein Missgeschick und Anliegen. Wie sich herausstellte, war ich weitere 10 km in der falschen Richtung unterwegs. Jetzt passiert das unglaubliche, Patrica schlägt vor sie kommt mit dem Hänger. Frage: sind die Tiere verladefromm? Von mir folgt ein vollmundiges JA.

Beide auf der Koppel
Großes Tor zum Stall schön ausgestatteten Stall

Zehn Minuten nach unserm Gespräch war Patricia mit dem Anhänger vor Ort. Keks ging unbekümmert hinein, jedoch Krümel, mein Kümmerer, war schwer zu überzeugen. Die Tochter von Patricia hat den Kümmerer schließlich mit Futter und Geduld überzeugt. Zwischenzeitlich hat die Bauer Familie meine Habseligkeiten zum Fahrzeug gebracht und verladen. Patricia hat uns sicher zu ihrem privaten Stalle gebracht. Pferde ausladen und auf die Koppel stellen, Futter bereitstellen, Wasser zusätzlich auf die Koppel stellen. Danach meine Sachen im Stall deponieren. So, wo schläfst du Kurt, war die Frage. Stall Hängematte, Reiterstübchen, Stroh oder Heu, was auch immer. Patricia bot mir ihr privates Reiterstübchen an, welches einige Zeit nicht benutzt wurde. Warum nicht? Ein wunderschönes Sofa, da werde ich toll schlafen. 23:30 machte ich ein Fenster auf und war ich dann im Schlafsack sofort eingeschlafen.

Ich möchte mich an dieser Stelle für die Spontanität, die Großherzigkeit von Patricia bedanken. Keine Frage warum, wieso, schlecht geplant. Einfach da sein und helfen. Danke.

Es war ein besonders anstrengender Tag mit der Besonderen Erfahrung und Hilfsbereitschaft der Menschen, die ich erleben durft.

Patricia Rehm

Immobilien

Sandenhof 4

36115 Hilder

Patricia.rehm@immobilien-patricia-rehm.de

http://www.immobilien-patricia-rehm.de

Mein Sohn Amadeus heiratet seine Angebetete. Salzburg 01.06.2019

Trauungssaal im Schloss Mirabel, Salzburg

Anreise am 31.05.2019, mit meinem Jüngsten noch schnell zum Einkaufen, denn er braucht einen Anzug, Hemd und Schuhe, passend zum Anlass. Das Thema haben wir in Windeseile erledigt. Zwanzig Minuten im Geschäft, die passende Farbe und der Schnitt sind vorhanden, einpacken zahlen und zurück in die Stadt. Dann entsprechend umkleiden und auf zum Standesamt Salzburg Mirabell.

Danach Mittag essen und noch die kirchliche Trauung, wie könnte es anders sein. Die Brautleute haben ein schickes Lokal in Salzburg Aigen neben der Kirche ausgewählt und dort wurde gefeiert mit ca. 80 Gästen bis spät in die Nacht. Dem Brautpaar wünsche ich viele schöne gemeinsame Stunden, Tage, Wochen und Jahre.

VG
Kurt

Von Reit und Ferienpark Dörrensolz nach Salzburg 31.05.2019

Warum nach Salzburg?

Männerrunde im Mirabell Park

Wie bereits erwähnt, mein Sohn Amadeus heiratet seine Angebetete am 1.06.2019. Es ist Vaterpflicht der Hochzeit beizuwohnen. Ich wurde nach Meinigen zum Zug gebracht. Dort habe ich einen Zug vor der geplanten Zeit erreicht und bin mitgefahren. In Grimmenthal ist umsteigen angesagt. Raus und mit dem nächsten Zug nach Würzburg. Bis ich über lauert habe von welch einem Gleis der Zug abfährt war es zu spät, oder doch nicht. Beine in die Hand genommen, auf Richtung Bahnsteig vier. Da stehen Triebwagen mit der Aufschrift „Nicht einsteigen“, „Nicht einsteigen“. Ich gehe zügig weiter, da löst sich ganz vorne aus meiner Sicht gesehen ein Triebwagen von der geparkten Triebwagen Kette. Dumm gelaufen für mich. Deshalb ruhe bewahren und warten. Wie lange? 65 Minuten im Niemandsland. Der Zug zur Weiterfahrt war pünktlich 8:36 am richtigen Gleis. Einsteigen und von nun an geht es unspektakulär nach Salzburg. Zweimal Umsteigen und 15 Uhr 30 bin ich in Salzburg. Abends treffe ich mich mit meinem Freund Herbert im Alten Fuchs. Gutes Wirtshaus am Anfang der Linzergasse.

VG

Kurt

 

Ausreiten rund um den Reit- und Ferienpark Dörrensolz und Kultur in Meiningen 30.05.2019

Nach dem ausgiebigen Frühstück haben wir Keks und Krümel für einen kleinen Ausritt vorbereitet. Dieser Platz rund um den Ferienpark in der fränkischen Rhön ist ein Wander- und Reitparadies. Sanfte Hügel, Grasland gefolgt von Feldern und Wäldern und hier gibt es noch naturbelassenen Wander- und Reitwegen. Was auch auffällt, die Wege sind gut markiert bzw. in Klarschrift beschildert. Meine Partnerin reitet Krümel und ich den Keks.

Auf in den Wald, die Tour rückwärts aufrollen, oder? Keks war anfangs sehr nervös, schlug permanent mit dem Kopf auf und ab. Er war sichtlich unzufrieden. Krümel mit seiner stoischen Ruhe ging stetig ohne hast den Berg hinauf. Nach ca. 2 km hatte sich Keks beruhigt und war entspannt, ein gutes Gefühl beim Reiten. Keine Hektik, keine Nervosität, wie ausgewechselt. Wir ritten eine kleine Runde, denn am Vatertag waren viele Menschen, darunter auch leicht angeheiterte, unterwegs. Wir wollten nicht zu vielen Menschen begegnen. Nach ungefähr 7 km sind wir wiederum am Hof gelandet. Pferde versorgen und zurückbringen auf die Koppel. Am Grillstand, das gehört offensichtlich auf der Ranch dazu, gab es die typische Thüringer Bratwurst ohne Kümmel im Brötchen.

Nachmittags sind wir nach Meinigen, nachdem wir uns Karten für das Stück „Evergreen“ online gekauft hatten, welches im Meininger Staatstheater aufgeführt wurde. Evergreen ist eine Musikballade, welche eine Zeitreise mit Tanzeinlagen der letzten 25 Jahre interpretiert.

Theater in Meiningen
Schönes Theater
Deckenleuchte im Saal

 

 

 

 

 

 

Zuerst aber zum Eis essen und 18Uhr 30 ins Theater. Ein Gläschen Sekt, für mich nur Espresso und Wasser. 19 Uhr ging es los. Ein gelungenes Stück mit viel Humor, großartigen Gesangsleistungen und Tanzeinlagen, eine Band welche die verschiedensten Lieder spitzenmäßig interpretierte. Schauspielern und Band wurde viel Können und körperliche Fitness abverlangt. Schön war, dass dieses Stück das Publikum mit einbezog und zum Mitmachen animierte. Ein gelungener Abend.
Spät sind wir wiederum in Dörrensolz angekommen und siehe da, es gab weitere Gäste welche sich das Stück angesehen haben und vollauf begeistert waren.

Reit und Ferienpark Dörrensolz
Dörrensolz 1
98634 Unterkatz
http://www.reitundferienpark.de
info@reitundferienpark.de

Reit und Ferienpark Dörrensolz 29.05.2019

Reitplatz. Groß und schön.

Bin seit gestern in Dörrensolz. Habe Zwangspause bis zum 2.06.2019, da mein Sohn Amadeus am 1.06.2019 heiratet.

 

Eine eigene Koppel für die Hotties.

 

Deshalb muss ich meinen Ritt unterbrechen. Die Kleidungsstücke vom Vortag sind getrocknet, die Pferde stehen allein auf einer großen Koppel. Herz was willst du mehr. Im laufe des Tages habe ich mit den Hotties am Reitplatz gearbeitet. Speziell mit Keks musste ich einige runden drehen, denn Keks lief die ganze Zeit nur als Handpferd. Nachmittags habe ich meine Führstricke wieder flott gemacht und einige weitere Reparaturen vorgenommen. Reitweste nähen, Seesack flicken, es ist immer zu tun. Abends gab es eine liebe Überraschung, ich bekam besuch von einer ganz lieben Person, welche sich rührend um mich sorgt und meine Tour mit Rat und Tat unterstützt. Am späteren Nachmittag sind noch weitere Gäste angekommen und wir hatten gemeinsames Abendessen.

Hinweis: Es gibt hier die Rhönranch Ponyschule, welche von Brigitte Tanz geleitet wird. 00493694040990

Reit und Ferienpark Dörrensolz
Dörrensolz 1
98634 Unterkatz
http://www.reitundferienpark.de
info@reitundferienpark.de

Von Christes Greenland Ranch nach Ferienpark Dörrensolz 28.05.2019 ca. 25km

Es ist 6 Uhr morgens, der Tag ruft. Raus aus dem „Fischerfeldbett“.

Ja, was es nicht alles gibt. Ein Feldbett bequem wie ein Bett speziell für Fischer entwickelt, damit die den Biss verschlafen können. Ein wenig Morgentoilette ist angesagt, nichts Großes. Im Reiterstübchen gibt es Tee und Frau Flemming brachte ein Frühstück vom Feinsten. Nun noch einige Fotos machen, die Hotties begrüßen und die Sachen zum Packen aus dem Abstellraum zum Anbindebalken bugsieren. Wie gesagt, tägliche Routine. Zuerst die Hufe auskratzen, dann striegeln und aufsatteln. Keks ist wieder hyperaktiv. Scharrt mit den Hufen als wie es nicht schnell genug weiter gehen kann. Doch die tägliche Startvorbereitung benötigt mindestens 1 Stunde, jedoch habe ich auch schon 90 Minuten gebraucht. 10 Uhr 30 ist es soweit, Verabschiedung und auf geht´s.

Der Weg führt durch diesen kleinen beschaulichen Ort und Komoot ist wieder einmal irritiert. Heute reite ich nicht dreimal im Kreis. Frau Flemming hat mir die Richtung und den Abbiegetipp gegeben und dem folge ich. Es geht wieder rauf und runter. Ich bin in Thüringen, dieser Teil in Deutschland ist stark bewaldet, hat zwischendurch sehr große Felder, wo viel Raps angebaut wird und ist sehr hügelig. Auf den ersten Kilometern ging es über Feldwege durch große Anbauflächen. Kein Reh, kein Hase und auch keine Wildsau in Sicht. Nur hin und wieder schreckt ein Fasan auf, was Krümel und Keks zu einigen Galoppsprüngen animiert. So geht es bis Walldorf in Thüringen. Ein bezaubernder, beschaulicher Ort welchen ich durchqueren muss. Auf den Weg in den Ort kamen zwei riesige Landmaschinen entgegen.

Hut ab vor den Fahrern, welche sehr rücksichtsvoll waren und die Fahrzeuge behutsam vorbei lenkten. Kein unnötiger Lärm. Unten im Ort Walldorf hat das Navi-System ein wenig verrückt gespielt. Da ich jedoch die Weg Beschreibung im Kopf hatte, bin ich Schnur Straks durch den Ort gelaufen. Am Ortsbrunnen neben der Kirche habe ich die Hotties getränkt oder anders, die haben das Wasser angenommen. Das ist nicht selbstverständlich. Pferde bestimmen wo und was sie trinken. Nachdem ich Walldorf hinter mich gebracht hatte, baute sich eine Schlechtwetterfront vor mir im Westen auf, es wird regnen. Regenmantel, dieser ist vorne am Sattel verschnürt, beim Reiten, ohne abzusteigen lösen und anziehen. Krümel hat es ohne Nervosität ertragen und kaum war ich geschützt öffnete der Himmel seine Schleusen. Im nächsten Waldstück sind wir etwas in den Wald unter einen Baum, um den Starkregen ein wenig abzuwarten. Wir sind zu diesem Zeitpunkt noch in etwa 10 km vor Dörrensolz. Das Land wird welliger, wir sind in der Rhön angekommen.

Im nächsten Ort Stepfershausen, ebenfalls ein Örtchen in Thüringen, geht es auf einen schönen, gut beschilderten Wanderweg. Wie kann es anders sein, er führt bergauf. Nur noch 4,5 Kilometer und es ist geschafft. Am letzten Abstieg dämmert es mir, da bin ich schon mal geritten oder doch nicht. Wir waren schon einmal in Dörrensolz zum Reiten. Wie ich aus dem Wald komme ist mir alles klar, der Reiterhof liegt vor mir in greifbarer Nähe. Am Hof werde ich von der Frau des Besitzers bereits empfangen.

Die „Huffington Post“ Stall zu Stall funktioniert. Absteigen Pferde versorgen. Die Pferde brachte ich anschließend auf den Reitplatz zum Austoben und damit sie sich wälzen konnten. Später kam der Reitstallbesitzer und wir klärten ab, wo die Pferde stehen werden. Wir einigten uns auf eine beinahe leergefressene Koppel. Dorthin brachte ich die Beiden. Erst danach habe ich mich aussortiert. Die Seesäcke ins Zimmer gebracht, die nassen Sachen zum Trocknen aufgehängt und ein Hemd, ein Unterhemd und Socken gewaschen. Ob erfolgreich, das werde ich noch sehen, wenn die Wäsche trocken ist.

7 Uhr 30 gab es ein hervorragendes Abendessen, Schweine Nackensteak, Bratkartoffel und gedünstete Zwiebel. Lecker. Nach einigen Schwätzchen mit dem Besitzer und Gästen bin ich bereits 21 Uhr 30 abgedampft in mein Zimmer.

Reit und Ferienpark Dörrensolz

Dörrensolz 1
98634 Unterkatz

http://www.reitundferienpark.de

info@reitundferienpark.de

Zum Nachlesen auf Komoot: https://www.komoot.de/invite-tour/68850203?code=ggyct5-9cExKWqIS7K7w1d1DcoJ8ujaE5o0XLlLUbe_n2zycTE

Von Suhl Stonefield Ranch nach Christes zur Greenland Ranch 27.05.2019 ca. 22 km

Eine weitere Etappe beginnt. 7 Uhr aus den Federn, dann gibt es ein sehr gutes Frühstück und es folgt die tägliche Routine. Pferde für den Abmarsch vorbereiten. Micha hat mir den/die Wege erklärt wie ich nach Suhl komme. Ich musste mich für den langen Weg entscheiden, da meine Pferde Wasserscheu sind. Also auf nach Suhl, beide am Strick. Nach ca. 2 km kommt ein Fahrzeug von hinten und ich mach auf der Forststraße platz. Das Auto macht neben mir Halt und der Förster frägt mich wo meine Schilder zur Kennzeichnung der Pferde sind. Wie, Nummernschilder für Pferde. Wo bekomme ich diese. Am Forstamt lautet die Antwort. Was macht man bei der Durchreise? Kurzgefasst, der Förster wusste keine praktikable Lösung. Gelernt habe ich, in Thüringen müssen Pferde ein Nummerschild vom Forstamt tragen. Was für bürokratische Idiotie.

Weiter geht’s nach Suhl. Dort schaffe ich es mit den Pferden die gefährlichen Kreuzungen an den Fußgänger Übergängen bei Grün zu queren. Ein Stück weiter und über die Bahnschinen, es geht schon besser mit Krümel, und ich bin im Grünland. Aufsitzen und es los durch die endlos scheinenden Weiten im Thüringer Wald. Das Navi führt mich und bis auf einige Ausnahmen komme ich gut voran. Hinunter nach Benshausen führte der Wanderweg durch einen sehr steilen Hohlweg, wo ich mich entschied abzusteigen und die Pferde zu führen.

Nach 1 km Fußmarsch erreichten wir eine Lichtung oberhalb von Benshausen. Dort durften die Hotties grasen. Nach einer halben Stunde wanderten wir abwärts in den Ort. Benshausen war einfach was den Straßenverkehr anging. Das Navi führte mich zuverlässig. Doch der weitere Weg, abseits der Straße war für die Pferde zu schmal. So suchte ich eine Alternative, was mir viel Schweiß kostete, und uns durch sehr unwegsames Gelände führte. Ich musste die Pferde einzeln über Hindernisse führen.

Krümel hoch angebunden im Gebüsch.Dazu musste ich z.B. Krümel hoch an einem Baum anbinden und mit Keks weiter gehen. Diese Aktion hat bei den Pferden Angstzustände ausgelöst, sodass diese stark schwitzten als wären sie überanstrengt worden. Der Alternativweg war beschwerlich und zeitraubend.

Nach einer Stunde Zeitverlust haben wir die Route wieder vor uns. Nun ging es wiederum kilometerweit durch den Wald, vorbei an einer Military Reitanlage, vorbei an Kühen immer den Weg entlang nach Christes. Der Weg wollte nicht aufhören. Bergan, bergab, ständig der gleiche Trott. Wir haben auf dieser Tour ca. 450 Höhenmeter bergauf und bergab überwunden. Nach endlosen Kilometern im Wald, siehe da, er lichtet sich, Weideland ist in Sicht.

 

Die Pferde legen im Schritt Tempo zu und nach 500 Metern habe ich die Greenland Ranch erreicht. Dort wurde ich bereits von Frau Flemming erwartet, denn die Stonefield Ranch hat mich bereits angekündigt.

 

Hier wurde ich besten versorgt und es gab schöne Gespräche mit Herrn Flemming. Mein Nachtlager war eine Feldliege im Reiterstübchen. Mal sehen wie ich darauf schlafe. Später am Abend haben wir noch nach den Pferden gesehen. Es gibt zwei Fohlen, eines 3 Wochen alt und eines wurde in der Nacht 26.05.2019 geboren. Leider war es zu dunkel zum Fotografieren.

Greenland Ranch

Familie Flemming

98547 Christes Schwarzaer Straße 21

http://www.greenland-ranch.de

info@ greenland-ranch.de

Tel: 00491716087034

Zum Nachlesen auf Komoot: https://www.komoot.de/invite-tour/68867756?code=gono8v-uKKrLzmGnTesbXSZRCPZpqPLIsXMC1yBzMpBDr4CyDc

Von Oberpörlitz nach Suhl zur Stonefield Ranch 26.05.2019 ca. 20 km

9 Uhr gab es Frühstück. Dann habe ich die Rechnung beglichen und wollte 10 Uhr starten. Von wegen, die Reitschüler haben Pferde vorbereitet und so war kein Platz für mich, um meine Hotties vorzubereiten. Es wurde 11 Uhr bis ich die übliche tägliche Prozedur von putzen bis aufsatteln fertig hatte. So gegen 12 Uhr startete ich dann nach Suhl. Laut Komoot eine sehr schwere Etappe.

 

 

Zirka 490 Meter hinauf auf den Rennsteig und 460 Meter runter zur Stonefield Ranch. So gegen 12 Uhr war es soweit. Navigation starten und los geht’s.

Leider hat mich Komoot einige Runden im Kreis geschickt, sodass ich nach der dritten Umrundung der Reitanlage Oberpörlitz endlich fragte wie den der Weg sei. Dabei stellte ich fest, dass ich ganz nahe war und ich mich vom Kommentar vom Navi irritieren ließ. Also rauf auf den Weg, runter nach Ilmenau, die Straße queren und dem Weg folgen. Auch da brauchte ich zwei versuche bis ich den richtigen Weg folgen konnte. Von nun an ging es steil bergauf. Krümel schnaufte und musste des Öfteren eine kleine Verschnaufpause einlegen. Am Kamm angekommen wurde es einfacher. Nur mehr leite Anstiege und teilweise wieder abstieg in eine Senke. Ein ständiges auf und runter wobei das Hinauf noch überwiegt. Tolle Wege, Forststraßen und weil es Sonntag ist, viele Wanderer zu Fuß oder mit dem MB unterwegs. Platz für Alle. Es ging vorbei an Quellen, Gasthöfen welche gut besucht waren. Ja, Thüringen ist schön. Es geht noch immer aufwärts Richtung Rennsteig. In Schmücke machte ich Rast. Eine Thüringer Bratwurst zum Mittag mit roter Fassbrause. Die Pferde sind angeleint und fressen das karge Gras. Wir sind mittlerweile auf ca. 800 Meter Seehöhe und die Temperatur ist um einiges niedriger wie in Ilmenau. Weiter geht es zu fuß Richtung Rennsteig. Da es hier eine gefährliche Passstraße gibt, habe ich mich auf Nebenwegen dem höchsten Punkt genähert und zum geeigneten Zeitpunkt die vielbefahrene Motorradstrecke überquert. Jetzt habe ich den Rennsteig erreicht. Von nun an geht’s Richtung Suhl teilweise leicht abfallend, teilweise steil. Zirka 3 km vor der Ranch wollte mich das Navi einen Steig hinunter schicken. Der war mir suspekt und so fragte ich Leute an der Raststätte nebenan welchen Vorschlag sie hätten. Ein Ehepaar zeigte mir einen gut gangbaren Weg, den ich gerne folgte. Auch dieser Weg war teilweise steil, jedoch breit genug für die Pferde. Ganz nahe der Ranch Zeiten die Beiden mir eine Abkürzung durch Büsche und siehe da, schon waren wir angekommen. Es gab einige erstaunte Gesichter, die Frage wo bringen wir dich unter. Alles kein Problem, das beinahe fertig gestellte Apartmenthaus dient als Schlafstätte. Für mich war es ein Erlebnis mit welch einer Unkompliziertheit ich empfangen wurde. Es gab Abendessen vom Feinsten. Liebe Menschen, welche deren Lebenstraum leben, was ich persönlich unheimlich schön finde.

LG Kurt

Ruhetag in Oberpörlitz am 25.05.2019

Am 25.05.2019 habe ich einen Ruhetag eingelegt, denn die Pferde waren sichtlich müde und brauchten Erholung. Nicht, dass ich keine Ruhepause gebraucht hätte, aber die Pferde gehen vor, denn die Beiden müssen mich noch einige Kilometer tragen. Was mache ich an solch einen Tag? Rasten, Pferde betreuen mit gutem Futter, Wäsche waschen, das machte ich bereits gestern, Mittagsschlaf und Ilmenau ansehen und gut Essen. So einfach ist das. Der Kopf ist frei, keine Hektik und Gedanken an Arbeit sind verflogen. Tagsüber habe ich mir die gesamte Anlage angesehen. Ein mega Betrieb und sehr fleißige Bedienstete.

Aktuell muss ich noch die Habseligkeiten neu sortieren, Gewicht richtig auf die Seesäcke verteilen und für morgen vorbereiten. Alles in allem freue ich mich auf die nächste Etappe, welche ca. 20 oder 28 Kilometer lang ist, je nachdem welche ich nehme und über die Berge führt. Morgen Sonntag geht es weiter.

VG Kurt
Auf Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/68594592?code=m0egur-csNkmE2uj_7HIqM4_CievrPTzoikn2bV_PC0X6gn8-Y