Molzbach nach Schlitz 5.06.2019 ca. 25 km

Abreise bei Baier. Zeitig bei Morgenfrische.

Endlich ist es gelungen. Was? Der zeitige Aufbruch. Bereits 6 Uhr habe ich die Pferde vorbereitet und bin bereits 8 Uhr unterwegs nach Schlitz. Das ist wichtig, denn es wird sehr heiß werden und man merkt den Pferden das heiße Wetter an. Frau Bayer hat mir zum Abschied ein Frühstückspaket geschnürt und mir gute Reise gewünscht. Dieses Mal war ich elektronisch bestens vorbereitet, Power-Bank und Mobil-Telefon voll aufgeladen. Nochmals möchte ich nicht ohne Strom und Navigationshilfe reiten. Nun los vom Hof der Bayer. Keks geht willig. Krümel im Schlepptau ziert sich, er lässt sich teilweise schleppen. Das geht soweit, dass es einen Ruck am Sattelhorn gibt, wenn Keks losgeht und Krümel hinten träumt. Die erste größere Hürde war die Stadt Hünfeld, dort ging es für ca. 1,5 km durch die Stadt. Schlimm für mich sind die rücksichtslosen „Alten Weiber“, die offensichtlich keine Zeit haben bzw. kein Gespür für Angst. Auf der anderen Seite gibt es durchaus viele Fahrer, denen man für deren Rücksichtnahme danken muss. Beim Bahnhof Hünfeld bekam ich von Busfahrern einen guten Tipp wie ich über die Bahn komme.

Der eingeschlagene Weg führte durch Grünland und zu meiner Überraschung sah ich ein Storchennest, welches bewohnt war. Einer der Störche flog regelmäßig das Nest an. Weiter geht es über eine Brücke über eine große Hauptverkehrsader. Danach parallel zur Straße auf einen Wanderweg welcher parallel zum Wald verläuft. Ein Reh stand mitten am Weg bereit zur Flucht. Der Ritt ging durch herrliche Landschaft, klein Dörfer und wie kann es anders sein, vorbei an eingezäunten Rinderherden. Das ist noch immer ein Problem. Keks verspürt Fluchtinstinkte. Es geht zügig weiter. Mein Navi irritiert mich, es verliert öfters das GPS Signal. Um zu lösen, dass mich das Navi narrt, muss ich irgendwie sicherstellen, dass mein Mobil immer Kontakt zu den GPS Satelliten hat. Vielleich schaffe ich das in den nächsten Tagen. Man lernt nie aus.

Gut ausgebaute Wanderwege
Storchennest
In der Stadt Hünfeld

Nach 20 km erreiche ich den letzten Hügel vor Schlitz. Nur noch 5 km durch den Wald. Oben auf der Spitze angekommen öffnete sich ein wunderbarerer Blick über eine Stadt unten im Tal. Der Hintern tat mir weh, die Beine schmerzten und so schwang ich mich aus dem Sattel und legte eine halbstündige Rast ein. Danach weiter zu fuß zum Reitbetrieb. 2km entspanntes Gehen, Beine vertreten, Bewegungsapparat wieder einrenken. Am Reitstall angekommen habe ich Keks und Krümel bei einem Bächlein angeleint, mit Wasser versorgt und grasen lassen. Für mich habe ich die Hängematte zwischen zwei Bäumen aufgehängt und eine Rast eingelegt. Ich musste auf Erwin warten. Dieser kam ca. 17 Uhr und half mir und mit den Pferden. Absatteln und die Beiden in schöne Boxen bringen, welche wir mit reichlich Futter ausgestattet haben. Ein toller Stall und wie immer hilfsbereite Menschen.

Diesmal werde ich in einem kleinen Gasthof übernachten. Ein Mitglied vom Reitverein brachte mich zum Gasthaus. Danke.

Morgen geht es weiter, wohin, das weiß ich noch nicht.

VG Kurt

Hilders in Hessen 4.06.2019 nach Molzbach ca. 21km laut Komoot

Reichhaltiges Frühstück

Zeitig legte ich los. Patricia und ihre Studentin brachten die eigenen Pferde auf die Koppel, ich kümmerte mich um Keks und Krümel. Das übliche Prozedere, in diesem Fall bereits 7 Uhr morgens. 7Uhr 30 brachte Patricia ein suuuuper Frühstück, machte dann von mir und den Hotties noch Fotos und gab mir noch einen guten Tipp mit auf den Weg.

Ihr Vorschlag, Anstelle von Fulda, über Hünfeld nach Schlitz zu reiten. Diesen Vorschlag nahm ich umgehend an und bin dann in der Nähe von Hünfeld bei Familie Bayer Am Webich 6 Molzbach gelandet.

Auf den Weg nach Molzbach
Rast bei 30 Grad im Schatten

Ein großer Pferdehof mit sehr vielen Voltigier-Truppen. Ich habe mit Umwegen ca. 27km zurückgelegt, habe Komoot noch nicht im Griff. Meine Kondition war 16Uhr30 bereits zu Ende und ich glaube Keks und Krümel waren froh darüber. Die Temperatur war um die 30 Grad Celsius.

Heute schlafe ich wiederum in einem Reiterstübchen auf einer Matratze. Die Matratzen werden zur Absicherung der Voltigier-Übungen am Reitplatz aufgelegt. Ich bin gespannt wie ich darauf schlafen werden. Hier gibt es noch etwas Besonderes, eine Dusche, welche ich genussvoll angesteuert habe und ausgiebig nutzte.

Wunderschöne Reithalle.

 

Ein gut durchdachter Stall

 

Voltigier-Plakat der Jugend.

 

Es ist eine schöner Reitanlage mit einem Voltigier-Verein und Menschen, welche die Jugend fördern.

 

 

 

 

Familie Bayer A

Im Webich 6 Molzbach

Danke für die Gastfreundschaft. Es ist schön bei Euch.

Viele Grüße. Ein geschaffter Kurt

Reise Salzburg nach Dörrensolz über Meiningen 2.06.2019

Früh aufstehen. Der Wecker klingelt 5:30, dann rasche Morgentoilette und auf zum Bahnhof. Natürlich zu Fuß. Ungefähr 3 km, 20 Minuten durch die Stadt. Die schläft noch. Die Reise führt über München, Erfurt nach Grimmenthal und mit dem Bus nach Meiningen. Gitti vom Hof oder Reinhard werden mich vom Bahnhof abholen oder auch nicht? Fest steht, dass die Reise bis Meiningen ungefähr 6 Stunden 30 Minuten dauert sofern die Deutsche Bahn keine Verspätungen einbaut. Wenn alles funktioniert bin ich 15 Uhr im Reit und Ferienpark Dörrensolz und kann meine Pferde begrüßen. Probleme habe ich aktuell mit meinem Mobil Telefon. Der Akku bricht ein, und dass mit elektronischer Fahrkarte. Meine Ladekabel hat nun alle mein Sohn Laurent im Besitz und die Pausen beim Umsteigen sind so kurz, dass ich keines kaufen kann. Mist. Aber es hat geklappt. In München konnte ich ein Kabel kaufen. Doch der Zug nach Erfurt läutete die DB-Pannenserie ein. Die DB hat vergessen diesen Zug Zugbegleiter zuzubuchen. Zwanzig Minuten Verspätung. In Erfurt habe ich den Anschluss verpasst auf der alternativ Route standen wir 45 Minuten. Begründung: Feuerwehreinsatz im Gleis. Na, dann. Wie und wann werde ich Dörrensolz erreichen? Es geht weiter nach Eisenach. Was werde ich dort erleben?

In Eisennach bekomme ich eine Stunde später Anschluss nach Walldorf in Thüringen. Von dort geht es mit dem Bus nach Meiningen. Und wie komme ich zu den Pferden? Gitti war nicht erreichbar. So blieb nur noch das Taxi.

VG
Kurt

Dörrensolz nach Hilders in Hessen 3.06.2019 ca. 25km laut Komoot

Dörrensolz. Fertig zum Weiterreiten

In Dörrensolz noch einmal gut geschlafen und die Pferde auf die Tour vorbereitet. Bis alles gepackt ist und am Pferd hängt dauert es einige Minuten. Und so war es auch. 11 Uhr noch die Verabschiedung von Gitti und rauf aufs Pferd. Wenn ich geglaubt habe, dass Krümel vor Freude strahlt und für mich einen schnellen Schritt einlegt, habe ich mich mächtig getäuscht.

Diesen Tag den Krümel zu reiten war zähe. Ständiges Treiben ermüdet mich beim Reiten und wir machten keine dem Pferd angepasste Geschwindigkeit von ca. 7 km pro Stunde im Schritt. Wir ritten durch die Rhön, eine sehr reizvolle Gegend. Wir kamen durch Wälder, ritten über Felder und hin und wieder zeigten sich Tiere. Einige Rehe, eine Kornweihe, einen Bussard.  Schwierig wurde es wenn wir an Kuhweiden vorbei mussten.  Keks und Krümel spielten verrückt, dabei sind die Rinder doch hinter dem Zaun. Verstehe einer die Pferde. Auf diesem Ritt sind wir in ein heftiges Gewitter gekommen, was Beide ohne Probleme, trotz Blitze und Donner, über sich ergehen ließen. Gewitter sind kein Problem, Kühe schon, vielleicht liegt es am Geruch?

Mittag auf Holzstämmen

Kurz vor der ehemaligen Grenze DDR/BRD hat der Akku von meinem Smart Phone den „geist“ aufgegeben. Das hatte schwerwiegende Folgen. Statt 25km haben wir beinahe 40km zurückgelegt. So ein Mist, der Weg führte mich über Nüstall.

Schöne Reitwege.

Es wurde langsam dunkel. Die Feuerwehrmänner in Ehrenfeld gaben mir eine Richtung. So wanderte ich, die Beiden hinter mir herziehend, wiederum vorbei an diesen schrecklichen Kühen und der Weg nimmt kein Ende. Ich habe bereits 13 km in den Beinen. Nun fasste ich mir ein Herz, band Beide an einen Hydranten und klingelte an einem Hof. Dort erzählte ich von meinem Missgeschick.

 

Sofort hat man mein Mobile Phone aufgeladen. Nach weiteren 10 Minuten Diskussion gab man mir die Adresse von Patricia Rehm, Immobilien Sandenhof 4 in 36115 Hilders. Ich erzählte mein Missgeschick und Anliegen. Wie sich herausstellte, war ich weitere 10 km in der falschen Richtung unterwegs. Jetzt passiert das unglaubliche, Patrica schlägt vor sie kommt mit dem Hänger. Frage: sind die Tiere verladefromm? Von mir folgt ein vollmundiges JA.

Beide auf der Koppel
Großes Tor zum Stall schön ausgestatteten Stall

Zehn Minuten nach unserm Gespräch war Patricia mit dem Anhänger vor Ort. Keks ging unbekümmert hinein, jedoch Krümel, mein Kümmerer, war schwer zu überzeugen. Die Tochter von Patricia hat den Kümmerer schließlich mit Futter und Geduld überzeugt. Zwischenzeitlich hat die Bauer Familie meine Habseligkeiten zum Fahrzeug gebracht und verladen. Patricia hat uns sicher zu ihrem privaten Stalle gebracht. Pferde ausladen und auf die Koppel stellen, Futter bereitstellen, Wasser zusätzlich auf die Koppel stellen. Danach meine Sachen im Stall deponieren. So, wo schläfst du Kurt, war die Frage. Stall Hängematte, Reiterstübchen, Stroh oder Heu, was auch immer. Patricia bot mir ihr privates Reiterstübchen an, welches einige Zeit nicht benutzt wurde. Warum nicht? Ein wunderschönes Sofa, da werde ich toll schlafen. 23:30 machte ich ein Fenster auf und war ich dann im Schlafsack sofort eingeschlafen.

Ich möchte mich an dieser Stelle für die Spontanität, die Großherzigkeit von Patricia bedanken. Keine Frage warum, wieso, schlecht geplant. Einfach da sein und helfen. Danke.

Es war ein besonders anstrengender Tag mit der Besonderen Erfahrung und Hilfsbereitschaft der Menschen, die ich erleben durft.

Patricia Rehm

Immobilien

Sandenhof 4

36115 Hilder

Patricia.rehm@immobilien-patricia-rehm.de

http://www.immobilien-patricia-rehm.de

Mein Sohn Amadeus heiratet seine Angebetete. Salzburg 01.06.2019

Trauungssaal im Schloss Mirabel, Salzburg

Anreise am 31.05.2019, mit meinem Jüngsten noch schnell zum Einkaufen, denn er braucht einen Anzug, Hemd und Schuhe, passend zum Anlass. Das Thema haben wir in Windeseile erledigt. Zwanzig Minuten im Geschäft, die passende Farbe und der Schnitt sind vorhanden, einpacken zahlen und zurück in die Stadt. Dann entsprechend umkleiden und auf zum Standesamt Salzburg Mirabell.

Danach Mittag essen und noch die kirchliche Trauung, wie könnte es anders sein. Die Brautleute haben ein schickes Lokal in Salzburg Aigen neben der Kirche ausgewählt und dort wurde gefeiert mit ca. 80 Gästen bis spät in die Nacht. Dem Brautpaar wünsche ich viele schöne gemeinsame Stunden, Tage, Wochen und Jahre.

VG
Kurt

Von Reit und Ferienpark Dörrensolz nach Salzburg 31.05.2019

Warum nach Salzburg?

Männerrunde im Mirabell Park

Wie bereits erwähnt, mein Sohn Amadeus heiratet seine Angebetete am 1.06.2019. Es ist Vaterpflicht der Hochzeit beizuwohnen. Ich wurde nach Meinigen zum Zug gebracht. Dort habe ich einen Zug vor der geplanten Zeit erreicht und bin mitgefahren. In Grimmenthal ist umsteigen angesagt. Raus und mit dem nächsten Zug nach Würzburg. Bis ich über lauert habe von welch einem Gleis der Zug abfährt war es zu spät, oder doch nicht. Beine in die Hand genommen, auf Richtung Bahnsteig vier. Da stehen Triebwagen mit der Aufschrift „Nicht einsteigen“, „Nicht einsteigen“. Ich gehe zügig weiter, da löst sich ganz vorne aus meiner Sicht gesehen ein Triebwagen von der geparkten Triebwagen Kette. Dumm gelaufen für mich. Deshalb ruhe bewahren und warten. Wie lange? 65 Minuten im Niemandsland. Der Zug zur Weiterfahrt war pünktlich 8:36 am richtigen Gleis. Einsteigen und von nun an geht es unspektakulär nach Salzburg. Zweimal Umsteigen und 15 Uhr 30 bin ich in Salzburg. Abends treffe ich mich mit meinem Freund Herbert im Alten Fuchs. Gutes Wirtshaus am Anfang der Linzergasse.

VG

Kurt

 

Ausreiten rund um den Reit- und Ferienpark Dörrensolz und Kultur in Meiningen 30.05.2019

Nach dem ausgiebigen Frühstück haben wir Keks und Krümel für einen kleinen Ausritt vorbereitet. Dieser Platz rund um den Ferienpark in der fränkischen Rhön ist ein Wander- und Reitparadies. Sanfte Hügel, Grasland gefolgt von Feldern und Wäldern und hier gibt es noch naturbelassenen Wander- und Reitwegen. Was auch auffällt, die Wege sind gut markiert bzw. in Klarschrift beschildert. Meine Partnerin reitet Krümel und ich den Keks.

Auf in den Wald, die Tour rückwärts aufrollen, oder? Keks war anfangs sehr nervös, schlug permanent mit dem Kopf auf und ab. Er war sichtlich unzufrieden. Krümel mit seiner stoischen Ruhe ging stetig ohne hast den Berg hinauf. Nach ca. 2 km hatte sich Keks beruhigt und war entspannt, ein gutes Gefühl beim Reiten. Keine Hektik, keine Nervosität, wie ausgewechselt. Wir ritten eine kleine Runde, denn am Vatertag waren viele Menschen, darunter auch leicht angeheiterte, unterwegs. Wir wollten nicht zu vielen Menschen begegnen. Nach ungefähr 7 km sind wir wiederum am Hof gelandet. Pferde versorgen und zurückbringen auf die Koppel. Am Grillstand, das gehört offensichtlich auf der Ranch dazu, gab es die typische Thüringer Bratwurst ohne Kümmel im Brötchen.

Nachmittags sind wir nach Meinigen, nachdem wir uns Karten für das Stück „Evergreen“ online gekauft hatten, welches im Meininger Staatstheater aufgeführt wurde. Evergreen ist eine Musikballade, welche eine Zeitreise mit Tanzeinlagen der letzten 25 Jahre interpretiert.

Theater in Meiningen
Schönes Theater
Deckenleuchte im Saal

 

 

 

 

 

 

Zuerst aber zum Eis essen und 18Uhr 30 ins Theater. Ein Gläschen Sekt, für mich nur Espresso und Wasser. 19 Uhr ging es los. Ein gelungenes Stück mit viel Humor, großartigen Gesangsleistungen und Tanzeinlagen, eine Band welche die verschiedensten Lieder spitzenmäßig interpretierte. Schauspielern und Band wurde viel Können und körperliche Fitness abverlangt. Schön war, dass dieses Stück das Publikum mit einbezog und zum Mitmachen animierte. Ein gelungener Abend.
Spät sind wir wiederum in Dörrensolz angekommen und siehe da, es gab weitere Gäste welche sich das Stück angesehen haben und vollauf begeistert waren.

Reit und Ferienpark Dörrensolz
Dörrensolz 1
98634 Unterkatz
http://www.reitundferienpark.de
info@reitundferienpark.de

Reit und Ferienpark Dörrensolz 29.05.2019

Reitplatz. Groß und schön.

Bin seit gestern in Dörrensolz. Habe Zwangspause bis zum 2.06.2019, da mein Sohn Amadeus am 1.06.2019 heiratet.

 

Eine eigene Koppel für die Hotties.

 

Deshalb muss ich meinen Ritt unterbrechen. Die Kleidungsstücke vom Vortag sind getrocknet, die Pferde stehen allein auf einer großen Koppel. Herz was willst du mehr. Im laufe des Tages habe ich mit den Hotties am Reitplatz gearbeitet. Speziell mit Keks musste ich einige runden drehen, denn Keks lief die ganze Zeit nur als Handpferd. Nachmittags habe ich meine Führstricke wieder flott gemacht und einige weitere Reparaturen vorgenommen. Reitweste nähen, Seesack flicken, es ist immer zu tun. Abends gab es eine liebe Überraschung, ich bekam besuch von einer ganz lieben Person, welche sich rührend um mich sorgt und meine Tour mit Rat und Tat unterstützt. Am späteren Nachmittag sind noch weitere Gäste angekommen und wir hatten gemeinsames Abendessen.

Hinweis: Es gibt hier die Rhönranch Ponyschule, welche von Brigitte Tanz geleitet wird. 00493694040990

Reit und Ferienpark Dörrensolz
Dörrensolz 1
98634 Unterkatz
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info@reitundferienpark.de

Von Christes Greenland Ranch nach Ferienpark Dörrensolz 28.05.2019 ca. 25km

Es ist 6 Uhr morgens, der Tag ruft. Raus aus dem „Fischerfeldbett“.

Ja, was es nicht alles gibt. Ein Feldbett bequem wie ein Bett speziell für Fischer entwickelt, damit die den Biss verschlafen können. Ein wenig Morgentoilette ist angesagt, nichts Großes. Im Reiterstübchen gibt es Tee und Frau Flemming brachte ein Frühstück vom Feinsten. Nun noch einige Fotos machen, die Hotties begrüßen und die Sachen zum Packen aus dem Abstellraum zum Anbindebalken bugsieren. Wie gesagt, tägliche Routine. Zuerst die Hufe auskratzen, dann striegeln und aufsatteln. Keks ist wieder hyperaktiv. Scharrt mit den Hufen als wie es nicht schnell genug weiter gehen kann. Doch die tägliche Startvorbereitung benötigt mindestens 1 Stunde, jedoch habe ich auch schon 90 Minuten gebraucht. 10 Uhr 30 ist es soweit, Verabschiedung und auf geht´s.

Der Weg führt durch diesen kleinen beschaulichen Ort und Komoot ist wieder einmal irritiert. Heute reite ich nicht dreimal im Kreis. Frau Flemming hat mir die Richtung und den Abbiegetipp gegeben und dem folge ich. Es geht wieder rauf und runter. Ich bin in Thüringen, dieser Teil in Deutschland ist stark bewaldet, hat zwischendurch sehr große Felder, wo viel Raps angebaut wird und ist sehr hügelig. Auf den ersten Kilometern ging es über Feldwege durch große Anbauflächen. Kein Reh, kein Hase und auch keine Wildsau in Sicht. Nur hin und wieder schreckt ein Fasan auf, was Krümel und Keks zu einigen Galoppsprüngen animiert. So geht es bis Walldorf in Thüringen. Ein bezaubernder, beschaulicher Ort welchen ich durchqueren muss. Auf den Weg in den Ort kamen zwei riesige Landmaschinen entgegen.

Hut ab vor den Fahrern, welche sehr rücksichtsvoll waren und die Fahrzeuge behutsam vorbei lenkten. Kein unnötiger Lärm. Unten im Ort Walldorf hat das Navi-System ein wenig verrückt gespielt. Da ich jedoch die Weg Beschreibung im Kopf hatte, bin ich Schnur Straks durch den Ort gelaufen. Am Ortsbrunnen neben der Kirche habe ich die Hotties getränkt oder anders, die haben das Wasser angenommen. Das ist nicht selbstverständlich. Pferde bestimmen wo und was sie trinken. Nachdem ich Walldorf hinter mich gebracht hatte, baute sich eine Schlechtwetterfront vor mir im Westen auf, es wird regnen. Regenmantel, dieser ist vorne am Sattel verschnürt, beim Reiten, ohne abzusteigen lösen und anziehen. Krümel hat es ohne Nervosität ertragen und kaum war ich geschützt öffnete der Himmel seine Schleusen. Im nächsten Waldstück sind wir etwas in den Wald unter einen Baum, um den Starkregen ein wenig abzuwarten. Wir sind zu diesem Zeitpunkt noch in etwa 10 km vor Dörrensolz. Das Land wird welliger, wir sind in der Rhön angekommen.

Im nächsten Ort Stepfershausen, ebenfalls ein Örtchen in Thüringen, geht es auf einen schönen, gut beschilderten Wanderweg. Wie kann es anders sein, er führt bergauf. Nur noch 4,5 Kilometer und es ist geschafft. Am letzten Abstieg dämmert es mir, da bin ich schon mal geritten oder doch nicht. Wir waren schon einmal in Dörrensolz zum Reiten. Wie ich aus dem Wald komme ist mir alles klar, der Reiterhof liegt vor mir in greifbarer Nähe. Am Hof werde ich von der Frau des Besitzers bereits empfangen.

Die „Huffington Post“ Stall zu Stall funktioniert. Absteigen Pferde versorgen. Die Pferde brachte ich anschließend auf den Reitplatz zum Austoben und damit sie sich wälzen konnten. Später kam der Reitstallbesitzer und wir klärten ab, wo die Pferde stehen werden. Wir einigten uns auf eine beinahe leergefressene Koppel. Dorthin brachte ich die Beiden. Erst danach habe ich mich aussortiert. Die Seesäcke ins Zimmer gebracht, die nassen Sachen zum Trocknen aufgehängt und ein Hemd, ein Unterhemd und Socken gewaschen. Ob erfolgreich, das werde ich noch sehen, wenn die Wäsche trocken ist.

7 Uhr 30 gab es ein hervorragendes Abendessen, Schweine Nackensteak, Bratkartoffel und gedünstete Zwiebel. Lecker. Nach einigen Schwätzchen mit dem Besitzer und Gästen bin ich bereits 21 Uhr 30 abgedampft in mein Zimmer.

Reit und Ferienpark Dörrensolz

Dörrensolz 1
98634 Unterkatz

http://www.reitundferienpark.de

info@reitundferienpark.de

Zum Nachlesen auf Komoot: https://www.komoot.de/invite-tour/68850203?code=ggyct5-9cExKWqIS7K7w1d1DcoJ8ujaE5o0XLlLUbe_n2zycTE

Von Suhl Stonefield Ranch nach Christes zur Greenland Ranch 27.05.2019 ca. 22 km

Eine weitere Etappe beginnt. 7 Uhr aus den Federn, dann gibt es ein sehr gutes Frühstück und es folgt die tägliche Routine. Pferde für den Abmarsch vorbereiten. Micha hat mir den/die Wege erklärt wie ich nach Suhl komme. Ich musste mich für den langen Weg entscheiden, da meine Pferde Wasserscheu sind. Also auf nach Suhl, beide am Strick. Nach ca. 2 km kommt ein Fahrzeug von hinten und ich mach auf der Forststraße platz. Das Auto macht neben mir Halt und der Förster frägt mich wo meine Schilder zur Kennzeichnung der Pferde sind. Wie, Nummernschilder für Pferde. Wo bekomme ich diese. Am Forstamt lautet die Antwort. Was macht man bei der Durchreise? Kurzgefasst, der Förster wusste keine praktikable Lösung. Gelernt habe ich, in Thüringen müssen Pferde ein Nummerschild vom Forstamt tragen. Was für bürokratische Idiotie.

Weiter geht’s nach Suhl. Dort schaffe ich es mit den Pferden die gefährlichen Kreuzungen an den Fußgänger Übergängen bei Grün zu queren. Ein Stück weiter und über die Bahnschinen, es geht schon besser mit Krümel, und ich bin im Grünland. Aufsitzen und es los durch die endlos scheinenden Weiten im Thüringer Wald. Das Navi führt mich und bis auf einige Ausnahmen komme ich gut voran. Hinunter nach Benshausen führte der Wanderweg durch einen sehr steilen Hohlweg, wo ich mich entschied abzusteigen und die Pferde zu führen.

Nach 1 km Fußmarsch erreichten wir eine Lichtung oberhalb von Benshausen. Dort durften die Hotties grasen. Nach einer halben Stunde wanderten wir abwärts in den Ort. Benshausen war einfach was den Straßenverkehr anging. Das Navi führte mich zuverlässig. Doch der weitere Weg, abseits der Straße war für die Pferde zu schmal. So suchte ich eine Alternative, was mir viel Schweiß kostete, und uns durch sehr unwegsames Gelände führte. Ich musste die Pferde einzeln über Hindernisse führen.

Krümel hoch angebunden im Gebüsch.Dazu musste ich z.B. Krümel hoch an einem Baum anbinden und mit Keks weiter gehen. Diese Aktion hat bei den Pferden Angstzustände ausgelöst, sodass diese stark schwitzten als wären sie überanstrengt worden. Der Alternativweg war beschwerlich und zeitraubend.

Nach einer Stunde Zeitverlust haben wir die Route wieder vor uns. Nun ging es wiederum kilometerweit durch den Wald, vorbei an einer Military Reitanlage, vorbei an Kühen immer den Weg entlang nach Christes. Der Weg wollte nicht aufhören. Bergan, bergab, ständig der gleiche Trott. Wir haben auf dieser Tour ca. 450 Höhenmeter bergauf und bergab überwunden. Nach endlosen Kilometern im Wald, siehe da, er lichtet sich, Weideland ist in Sicht.

 

Die Pferde legen im Schritt Tempo zu und nach 500 Metern habe ich die Greenland Ranch erreicht. Dort wurde ich bereits von Frau Flemming erwartet, denn die Stonefield Ranch hat mich bereits angekündigt.

 

Hier wurde ich besten versorgt und es gab schöne Gespräche mit Herrn Flemming. Mein Nachtlager war eine Feldliege im Reiterstübchen. Mal sehen wie ich darauf schlafe. Später am Abend haben wir noch nach den Pferden gesehen. Es gibt zwei Fohlen, eines 3 Wochen alt und eines wurde in der Nacht 26.05.2019 geboren. Leider war es zu dunkel zum Fotografieren.

Greenland Ranch

Familie Flemming

98547 Christes Schwarzaer Straße 21

http://www.greenland-ranch.de

info@ greenland-ranch.de

Tel: 00491716087034

Zum Nachlesen auf Komoot: https://www.komoot.de/invite-tour/68867756?code=gono8v-uKKrLzmGnTesbXSZRCPZpqPLIsXMC1yBzMpBDr4CyDc

Von Oberpörlitz nach Suhl zur Stonefield Ranch 26.05.2019 ca. 20 km

9 Uhr gab es Frühstück. Dann habe ich die Rechnung beglichen und wollte 10 Uhr starten. Von wegen, die Reitschüler haben Pferde vorbereitet und so war kein Platz für mich, um meine Hotties vorzubereiten. Es wurde 11 Uhr bis ich die übliche tägliche Prozedur von putzen bis aufsatteln fertig hatte. So gegen 12 Uhr startete ich dann nach Suhl. Laut Komoot eine sehr schwere Etappe.

 

 

Zirka 490 Meter hinauf auf den Rennsteig und 460 Meter runter zur Stonefield Ranch. So gegen 12 Uhr war es soweit. Navigation starten und los geht’s.

Leider hat mich Komoot einige Runden im Kreis geschickt, sodass ich nach der dritten Umrundung der Reitanlage Oberpörlitz endlich fragte wie den der Weg sei. Dabei stellte ich fest, dass ich ganz nahe war und ich mich vom Kommentar vom Navi irritieren ließ. Also rauf auf den Weg, runter nach Ilmenau, die Straße queren und dem Weg folgen. Auch da brauchte ich zwei versuche bis ich den richtigen Weg folgen konnte. Von nun an ging es steil bergauf. Krümel schnaufte und musste des Öfteren eine kleine Verschnaufpause einlegen. Am Kamm angekommen wurde es einfacher. Nur mehr leite Anstiege und teilweise wieder abstieg in eine Senke. Ein ständiges auf und runter wobei das Hinauf noch überwiegt. Tolle Wege, Forststraßen und weil es Sonntag ist, viele Wanderer zu Fuß oder mit dem MB unterwegs. Platz für Alle. Es ging vorbei an Quellen, Gasthöfen welche gut besucht waren. Ja, Thüringen ist schön. Es geht noch immer aufwärts Richtung Rennsteig. In Schmücke machte ich Rast. Eine Thüringer Bratwurst zum Mittag mit roter Fassbrause. Die Pferde sind angeleint und fressen das karge Gras. Wir sind mittlerweile auf ca. 800 Meter Seehöhe und die Temperatur ist um einiges niedriger wie in Ilmenau. Weiter geht es zu fuß Richtung Rennsteig. Da es hier eine gefährliche Passstraße gibt, habe ich mich auf Nebenwegen dem höchsten Punkt genähert und zum geeigneten Zeitpunkt die vielbefahrene Motorradstrecke überquert. Jetzt habe ich den Rennsteig erreicht. Von nun an geht’s Richtung Suhl teilweise leicht abfallend, teilweise steil. Zirka 3 km vor der Ranch wollte mich das Navi einen Steig hinunter schicken. Der war mir suspekt und so fragte ich Leute an der Raststätte nebenan welchen Vorschlag sie hätten. Ein Ehepaar zeigte mir einen gut gangbaren Weg, den ich gerne folgte. Auch dieser Weg war teilweise steil, jedoch breit genug für die Pferde. Ganz nahe der Ranch Zeiten die Beiden mir eine Abkürzung durch Büsche und siehe da, schon waren wir angekommen. Es gab einige erstaunte Gesichter, die Frage wo bringen wir dich unter. Alles kein Problem, das beinahe fertig gestellte Apartmenthaus dient als Schlafstätte. Für mich war es ein Erlebnis mit welch einer Unkompliziertheit ich empfangen wurde. Es gab Abendessen vom Feinsten. Liebe Menschen, welche deren Lebenstraum leben, was ich persönlich unheimlich schön finde.

LG Kurt

Ruhetag in Oberpörlitz am 25.05.2019

Am 25.05.2019 habe ich einen Ruhetag eingelegt, denn die Pferde waren sichtlich müde und brauchten Erholung. Nicht, dass ich keine Ruhepause gebraucht hätte, aber die Pferde gehen vor, denn die Beiden müssen mich noch einige Kilometer tragen. Was mache ich an solch einen Tag? Rasten, Pferde betreuen mit gutem Futter, Wäsche waschen, das machte ich bereits gestern, Mittagsschlaf und Ilmenau ansehen und gut Essen. So einfach ist das. Der Kopf ist frei, keine Hektik und Gedanken an Arbeit sind verflogen. Tagsüber habe ich mir die gesamte Anlage angesehen. Ein mega Betrieb und sehr fleißige Bedienstete.

Aktuell muss ich noch die Habseligkeiten neu sortieren, Gewicht richtig auf die Seesäcke verteilen und für morgen vorbereiten. Alles in allem freue ich mich auf die nächste Etappe, welche ca. 20 oder 28 Kilometer lang ist, je nachdem welche ich nehme und über die Berge führt. Morgen Sonntag geht es weiter.

VG Kurt
Auf Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/68594592?code=m0egur-csNkmE2uj_7HIqM4_CievrPTzoikn2bV_PC0X6gn8-Y

Von Ehrenstein nach Oberpörlitz bei Ilmenau (ca.25,5 km) 24.05.2019

In Ehrenstein wurde ich verwöhnt. Nancy ließ es sich nicht nehmen mir einige belegte Brötchen zu machen. Sie versorgte die Pferde bereits 6:30 mit Haferschrot.

9 Uhr wollte ich aufbrechen jedoch wurde es ca. 11 Uhr bis ich alles erledigt hatte. Das Hufe reinigen nahm besonders viel Zeit in Anspruch und war schweißtreiben. Zwischen den Kunststoff-Beschlägen setzte sich Stroh gemischt mit Steinen so sehr fest, dass mit dem herkömmlichen Hufkratzer der Huf nicht zu reinigen war. Deshalb holte ich mein Universalmesser mit Hufkratzer hervor , welcher mehr einem Haken gleicht. Damit ging es bereits viel besser und bei acht Hufen war es eine erhebliche Erleichterung für mich alle Hufe von Steinen und Stallmist zu befreien. Nach dem Aufsatteln, Verabschiedung ging es hinaus auf die Strecke.

 

Übrigens, die letzte Nacht verbrachte ich im Schlafsack auf der Couch im Reiterstübchen. Habe großartig geschlafen.

Aber nun zur Strecke, diese wurde von einem lieben guten Geist für mich geplant. Ich folgen den Ansagen von Komoot und komme gut voran. Die Wege gehen über offenes Land auf steinigen Boden. Gut, dass die Pferde Schuhe tragen. Im ersten Ort gab es ein wenig Verwirrung. Die erste Abbiegeansage war nicht zu realisieren, deshalb einige Straßen Abschnitte weiter. Jetzt links, geht nicht. Die Mühlabfuhr blockier die schmale Gasse. Zweiter Versuch, das Fahrzeug vom Bäcker blockiert den Weg. Na dann, beim dritten Mal hat es funktioniert. Im Nachgang hätte ich jede weitere Straße oder Gasse nehmen können. Nach dem Ort ging es unspektakulär weiter, parallel zur Hauptstraße, wo mich der ständige Autolärm nervte. Wenigstens waren die Querungen dieser Hauptstraße durch Überführungen gelöst. Nach ca. 10 km ging es in den Wald, die Bodenverhältnisse wurden besser, der Waldboden ist schön zu reiten. Doch viele weitere Wege waren Forstwege, breit wie eine „Autobahn“, mal gesäumt von Monokulturen bestehend aus Nadelbäumen oder Mischwald. Die Nutzung des Forsts war überall sichtbar, die Spuren schwerer großer Bearbeitungsmaschinen waren allgegenwärtig. Menschen begegnete ich nicht auf zwei drittel der Strecke. Wildtiere ließen auf der gesamten Strecke nicht blicken.

 

In Geilsdorf schickte mich Komoot einen schmalen Weg hinab, sodass ich beschloss diese Passage zu Fuß mit den Hotties im Schlepptau zu passieren. Unten im Ort gab es eine Dorfbrunnen, welch eine Wohltat. Die Pferde haben das kühle Nass gierig in sich hineingezogen. Nun folge ich wieder der Route. Der nächste Vorschlag ist so schmal, dass ich den nicht nehmen kann, deshalb eine Alternative finden. Einige Häuser nach vorne, dann links und links und schon wieder auf den Treck. Aktuell alles zu Fuß. Der nächste Kilometer hatte es in sich. Vorbei an Kühen sowohl linker als auch rechter Hand. Horror. Keks zitterte vor Angst und sein Fluchtinstinkt spielte verrück. Er war kaum zu halten. Nach dieser Strecke wurde es wieder gemütlich. Nur noch 4 bis 5 km, bald ist das Ziel erreicht. Wiederum aufsitzen, weiter reiten. Dass Komoot an Weggabelungen nicht immer exakt ist, weiß ich mittlerweile. Also den Weg für weitere 1,2 km folgen und dann! Ein Eisengitter. Wie schrecklich. Krümel verweigert, daher raus aus dem Sattel. Keks geht freiwillig über das Gitter und so bringe ich Keks über die Straße zum nächsten Wegabschnitt.

Zurück zu Krümel, welchen ich angebunden hatte. Geht er rüber? Ja, er geht. So nun über die Straße und über das nächste Gitter. Von wegen. 45 Minuten Zoff, keine Change.

Deshalb Keks holen und die Straße entlang zum nächsten möglichen Punkt, um die Tour weiter zu reiten. Nur noch 2 km, dann ist es geschafft.

 

 

Am Hof Reiterhof Oberpörlitz bekomme ich einen Platz für die Pferde für zwei Nächte und ein feines kleines Apartment. Abend bin ich nach Ilmenau zum Abendessen gelaufen, dann mit dem Taxi zurück. Tolles Erlebnis auf 25,5 km.

 

VG Kurt

Auf Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/68089656?code=odgvgm-Sh6-MTZ2fFVoQwIE7FAf_Ghm1q7B1u_4tDojwe3lngE

Hetchburg in Thüringen nach Ehrenstein (ca.25,5 km) 23.05.2019

Geplanter Start in Hetchburg war 10 Uhr. Zeitig aus den Federn, zum Frühstück eingeladen, am Tisch zwei Personen aus Urfahr Umgebung (Mühlviertel) in Österreich. Habe zwei Semmeln mit Butter und Käse gegessen und Wasser anstelle von Kaffe oder Tee genommen.

Danach die Hotties auf den Ritt vorbereitet. Von wegen, es fahren richtige Brummer am Hof auf, sodass an aufsatteln und abreiten nicht zu denken war. Erst zur Mittagszeit konnte ich die Reise beginnen. Diesmal sollten es 25,5 km laut Komoot werden. Interessant war das Höhenprofil. 530 Meter Anstieg und 400 Meter runter. Doch von Vorne. Die ersten 800 Meter führten über einen wunderschönen Wanderweg, welcher über Stufen auf einen Platz endete. Was nun, kaum nachgedacht machte Krümel einen Satz und wir waren drunten. Mutig dachte ich mir. An dieser Ecke der Wanderung war Komoot ein wenig irritiert. Die Richtungsangeben passen nicht. Deshalb in eine Richtung reiten und Komoot sagt dir dann sie haben die Route verlassen. Daher zurück zum Ausgangspunkt der letzten Ansage und man erhält eine Neue. Diese stimmt meistens. Also weiter in die gewünschte Richtung. Da stellte sich ein riesiges Hindernis in den Weg. Ein Eisengitter, feinmaschig, welches einen Bach abdeckte. Krümel war nicht bereit rüber zu gehen. Absteigen, Keks drüberführen, anbinden. Nun der Versuch mit Krümel. Erster Versuch zögerlich, beinahe springend. Dann nochmals zurück. Dreimalig wiederholt und Krümel fasste Vertrauen in dieses komische Gebilde. Aufsteigen war wiederum ein Thema für sich. Dabei sollte doch Krümel bereits wissen, dass ich einige Tricks auf Lager habe. Danach lief alles wie am Schnürchen. Die Ansagen von Komoot waren klar und nachvollziehbar und richtig.

Der Ritt führte vorwiegend durch Wälder und offene Getreidefelder. Einige Abschnitte haben wir im Trab gemeistert. Insgesamt ca. 5km, der Rest war Schritt. Zur Halbzeit der Strecke habe ich die Beiden mit frischem Wasser versorgt, was denen einen Energieschub verpasst hat. Sie liefen als wenn wir gerade gestartet wären. Im Wald gab es nur ein besonderes Vorkommen. Komoot führte uns bergab in einem Hohlweg, welcher stark überwuchert war. Dort war ich wiederum über meinen Hut mit integriertem Kopfschutz froh. Keine Blessuren durch Sträucher und Äste. Der Hut mit dem Harnisch funktioniert bestens. Auf den Weg nach Ehrenreich habe ich Weiden mit Kühen in weiter Ferne und etwas näher eine Herde Wasserbüffel passiert. Zirka 16:30 habe ich Ehrenstein erreicht. Ein schöner Reiterhof mit netten Leuten. Nancy Schuster und Heiko Eccarius sind liebe Gastgeber. Nancy hat mir Schinkenbrote mit Spiegelei gekocht. Einfach himmlisch nach so einen langen Ritt. Ein schöner Pferdehof, mit viel Liebe ins Licht gesetzt. Beide haben vor einigen Monaten den Hof übernommen und vieles wieder hergerichtet. Jetzt hoffe ich für die Beiden, dass viele der ehemaligen Einsteller und Neu kommen. Ein erhaltenswerte Gehöft mit Menschen für die der Reithof eine Berufung ist. Vielleicht wird das ein häufig angesteuerter Wanderreithof.

Pferdehof: aktuell leider keine Internetadresse verfügbar, da erst kürzlich übernommen.
Adresse: 99326 Stadtilm Ehrenstein 34

 

Gruß

Kurt

Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/68082192?code=ttpg20-mefBD83LI96kxEcidDNJTDWqcj1fUhrHwGTvJQ0EwnI

Von Apolda über Döbritsch nach Hetchburg in Thüringen (ca.33,5 km) 22.05.2019

8 Uhr 30 Start am Hotel Weimarer Berg mit Gepäck zum Stall in der Aue Apolda. Die Hotties sind ein wenig aufgeregt und erfreuten sich der mitgebrachten Karotten und Äpfel. Wie jeden Tag, zusammenpacken, Pferde vorbereiten, aufsatteln beladen. Nichts neues. Jetzt, es ist mittlerweile 11Uhr, geht es durch die Stadt in den Außenbereich von Apolda. Nach ca. 1,7 km Fußmarsch mit den Pferden im Schlepptau waren wir in einer schön angelegten Parkanlage, welche für uns das Tor in Richtung Süden ist, wo wir reiten wollten. Dieses Mal habe ich mich der Komoot Navigation bedient, um zu sehen wie gut diese funktioniert. Im Park hat sich ein Rentner darüber mokiert, dass die Pferde Spuren hinterlassen. Wenn es weiter nichts ist! So gegen Ende der Parkanlage aufsitzen, Keks in Schlepptau nehmen und ab geht die Post. Der Tag zeigte sich grau in grau und es war empfindlich kalt auf Krümel. Handschuhe im Seesack versteckt, zweite Jacke hinten am Sattel. Komoot gibt dezent den Ton an. Die Richtungsanweisungen sind genau und führen zu mehr als 90% über Neben-, Wander-, Waldwege. Es sind auf 33,5 km nur zwei Straßen mit ca. 500 Meter länge und eine Autobahnunterführung zu meistern. Der Ritt führte über Flurstraßen für ca. 17 km bis Döbritscher, danach ging es für weitere 16,5 km über Waldwege nach Hetchburg. Auf der Strecke habe ich Rehe, Käuzchen, Bussarde und Vögel, welche ich leider nicht bestimmen kann, gesehen. Kurz vor Döbritsch musste ich vom Pferd. Krümel war nicht bereit die schmale Holzbrücke zu überqueren. Deshalb zuerst Keks rüberführen, dann ließ sich auch Krümel dazu herab.

Auf der gesamten Strecke bin ich kaum Menschen begegnet. Doch, in Döbritscher ließ ich die Pferde grasen und versorgte sie mit Wasser. Da waren drei neugierige Damen mit Kindern, die wissen wollten, was ich mache wohin es geht. Auf den restlichen Kilometern begegnete ich einen Herrn mit Hund, was mir sagte, dass ein Ort in der nähe ist. Durch den Wald, kurz vor Hetchburg war der Weg sehr schmal, sodass ich befürchtete, dass Keks mit Beladung nicht bei dem Gestrüpp vorbeikommt. Deshalb habe ich beide angebunden, mit der mitgeführten Hacke den Weg verbreitert. Die Pferde habe ich dann einzeln an der Engstelle vorbeigeführt. Kurz vor Hetchburg hat mich Komoot zu einer steilen Treppe geleitet.

Dumm gelaufen, Komoot ist nicht für Reiter ausgelegt. Was tun? Kurzer rundumblick, dann über eine Wiese zur Straße, dort 50 Meter in der dreißiger Zone und über eine Brücke. Beinahe geschafft. Jetzt war der Reiterhof in greifbarer Nähe. Am Reiterhof angekommen habe ich wie immer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zuerst nach Einstellmöglichkeiten gefragt, dann die Pferde versorgt. Die Beiden durften in den Round-Pen und haben sich gleich mehrmalig gewälzt. Oh, wie schön. Zwischenzeitlich habe ich die große Box mit Stroh eingestreut und Heu für die Nacht in großer Menge beigebracht. Nach getaner Arbeit habe ich die junge Familie mit deren drei Kindern kennen gelernt. Diese Nacht verbrachte ich in einer Ferienwohnung am Hengstbachhof, sauber und einfach. Für einen müden Reiter mehr als ausreichend.

Hengstbachhof 99438 Hetschberg, in den Vierteln 50

Mail: info@hengstbachhof.de

VG

Kurt

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Regen Ruhetage in Apolda 21.05.2019

Von 20.05.2019 habe ich eine tolle Nacht im Hotel Weimarer Berg verbracht. Ich habe geschlafen wie ein Murmeltier. Meine Kleidung wurde langsam trocken. Meine Stiefel trocknet ich heute mit dem Haar-Föhn, denn die Heizung im Hotel war ausgeschaltet.

Volle 15 Minuten pro Stiefel waren nötig, um die Feuchtigkeit aus den Stiefeln zu bekommen. 8 Uhr gibt es Frühstück, besuch im Stall, dann Apolda ansehen und wiederum zu den Pferden. 15 Uhr habe ich den Tag beendet und bin zurück im Hotel. Jetzt hatte ich Zeit den Blog zu aktualisieren. Übrigens, 16 Uhr schüttete es wie aus Kübeln, so wie vorhergesagt. Die Pause war eine kluge Entscheidung. Wohin geht es morgen? Laut Komoot geht es nach Döbritscher. Distanz 17 km. Na, dann glaube ich einmal der Vorhersage.

LG Kurt

 

 

Auf nach Apolda 20.05.2019 (17km, stimmt das?)

Es war 5 Uhr morgens, als ich aus der Hängematte kroch. Erste Aufgabe, nach den Pferden sehen und Zusatzfutter verteilen. Der Weg führt heute zurück nach Spielberg, dieses Dorf liegt auf der Strecke Punschrau nach Zäckwar, danach den General von Blücher Weg nach Hassenhausen, dann Rehehausen ins Lanitztal. In Auerstedt nehme ich den König Friedrich Willhelm Weg Richtung Apolda. So lautet die Planung.

Dorfleben.

So gegen 9 Uhr hatte ich die Pferde vorbereitet. Keks war besonders nervös, scharrte andauern mit den Vorderhufen, trampelte wie ein Stepptänzer. Erst nachdem er mit allem Beladen war wurde er ruhiger. Raus aus dem Stall auf Spielberg auf einer Landwirtschaftlichen Straße ca.1km. Von dort über weitere Feldwege nach Rehenhausen, alles Problemlos, ca. 4 km und weitere 2,5 km nach Großhering. Vor Großhering begannen daas Verwirrspiel mit den Beschilderungen. Vor Großhering hätte ein Weg bereits ins Lannistal geführt. Beschilderung Fehlanzeige. Also glaube ich den Weg nach Grosshering zu folgen. Auch diese Wegbeschreibung war irreführend, denn an den wichtigen Kreuzungen gab es keine Richtungsangabe, daher 2 km Extrarunde reiten.

Nach zusätzlichen Reiteinlagen, nochmaliges Aufsteigen auf Krümel habe ich den Weg nach Grosshering gefunden. Super, jedoch ist der Weg reitend nicht passierbar. Ein Baum hat den Weg versperrt. Absteigen und die Pferde führen. Die nächsten 2 km ging es mit beiden an den Führleinen ins Dorf. Dort die nächste Überraschung. Der Weg ins Lannistal und nach Auerstedt war ebenfalls sehr schlecht beschildert. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Wegweiser sehr klein sind, Kartenlesen am Pferd kaum möglich ist.

Felder, soweit das Auge reicht.

In Sonnendorf startet der Weg ins Lannistal. Schöne Wegstrecke durch die Natur, aber auch hier missverständliche Wegweiser. Habe deshalb in und um Sonnendorf einige Kilometer zusätzlich geritten. Am Ende vom Tal die Frage, wohin jetzt. Dasselbe in Grün. Keine klare Beschilderung. Nachdem ich einen Läufer angehalten und befragt habe, wusste ich wohin. Sonnendorf über Lannistal nach Auerstedt sind ca. 5 km zu reiten. Endlich in Auerstedt am Bahnübergang. Krümel war nicht davon zu überzeugen die Geleise mit mir am Rücken zu überqueren. Also runter vom Pferd und zu fuß weiter. Im Ort stand ein Schild nach Apolda sind es 16 km. Na dann, auf die nächsten Kilometer. Nach Auerstedt ging es bergauf zum König Friedrich Willhelm Weg, dort angekommen und scharf rechts und alles ist gut. Von wegen. Nach ca. 8 km querte ich die Bundestrasse 87. Der Weg führte geradeaus weiter. Es war schon vorauszusehen, ein Gewitter zieht auf. Da passiert es. Es blitzt und donnert und Keks erschrickt sich und donnert im vollen Galopp in ein Feld. Krümel hinterher.

Reithut mit integrierten Kopfschutz mit zum Patent angemeldeten Hutharnisch.

Dabei verliere ich meinen Reithut, welchen ich blöderweise nicht geschlossen hatte, sodass dieser mir vom Kopf geweht wurde. So habe ich zuerst aus dem Sattel den Keks eingefangen, problemlos, dann zurück zum Hut. Leider musste ich absteigen, um den Hut zu bergen. Zwischenzeitlich hat das Gewitter an Stärke zugenommen und Starkregen prasselte auf uns nieder. An aufsteigen war nicht zu denken. So musste ich weitere 8 km in starken Regen mit den Pferden im Schlepptau zu Fuß zurücklegen. In Nauendorf traf ich auf hilfsbereite Menschen mit Pferdeerfahrung. Meine Hotties hatten mächtig Durst und sie bekamen frisches Wasser. Von Neuendorf waren es nur noch 2 km Hauptstraße. Kein Feldweg. Da habe ich eine Fehlentscheidung getroffen, welche uns ca. zusätzliche 2 Kilometer Fußmarsch einbrockte. Was solls? Mannlernt dazu. Vom Hotel am Weimarer Berg rufe ich den Reitstall an.

Das ist ein schön gepflegter Stall.

Im Reitstall gibt es zwei Plätze für mich zu sehr moderaten Kosten. Vom Hotel daher bergab zum Reitstall Reitverein Grüne Aue Apolda, das waren noch einmal 1,55 Kilometer. Insgesamt habe ich 33 Kilometer zurückgelegt. Wegen der schlechten Wetteraussichten habe ich mich entschlossen zwei Tage in Apolda zu verbringen. Die Menschen im Reitstall hatten bereits alles für die Hotties hergerichtet und Anna brachte mich noch zum Hotel. Zum Essen musste ich zum Mac um einen Burger als gemeinsames Frühstück, Mittagessen und Abendessen zu mir zu nehmen. Frühstück gibt es morgen im Hotel Weimarer Berg.

Adresse Reitstall Apolda: Reitverein grüne Aue, Auenstrasse 26a, 99510 Aploda, Thüringen.

LG Kurt

Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/67806436?code=eztoow-Gn9YES6q9Xmvs3446WgEBFaaW2M_ba4RmnyUtRTxIoo

Auf nach Zäckwar 19.05.2019 (nur 15km stimmt das?)

Sonntag hat mir meine liebe Partnerin noch einiges gebracht. Das waren Ersatzzügel, Obst und viele detaillierte Landkarten, damit ich den richtigen gefahrlosen Weg in Thüringen finde. Außerdem hat sie mich bei der Routenwahl bestens unterstützt und beraten.

Krümel als Reittier.

Es startet wie immer mit dem täglichen Prozedere. Dafür sorgen, dass die Hotties nochmals gutes Futter bekommen, dann 20 Minuten grasen und deren Spezialfutter verabreichen. Danach Pferde putzen, Hufe auskratzen, satteln und bepacken. Die Last von Keks wird schon ein wenig geringer, da das Spezialfutter täglich verfüttert wird und deshalb das Gewicht um den ein oder andere Kilogramm leichter wird.

Auf den Weg nach Zäckwar.

Zirka 12 Uhr bin ich los. Von Groß-Jena nach Klein-Jena zu Fuß mit Keks und Krümel im Schlepptau für 1,5 km. In Klein-Jena wollte ich bei der Bahnstation auf Krümel aufsteigen. Der Schlingel drehte sich ständig weg, sodass ich den Fuß nicht in den Steigbügel bekommen habe. Na dann, weiter zu Fuß für ca. 1,5 km. Wie steige ich jetzt auf? Habe zuerst Keks an den Brustgurt von Krümel angeleint. Keks konnte Gras fressen. Um aufzusteigen habe ich die Führleine von Krümel über einen hohen querliegenden Ast geworfen, die Leine kurzgehalten damit er nicht weit ausweichen kann. Fuß in den Steigbügel und oben war ich. Nun die beschriebene Route einschlagen. Wegweiser im Detail Fehlanzeige. Nach einigen Metern auf Krümel mit Keks im Schlepptau stehe ich vor einer Weide. Aber da sollte doch der Weg sein. Nochmal zurück und jemanden fragen. Ja, ja, das ist schon richtig, war die Antwort. Sie müssen bei meiner Weide, links den gemähten Streifen in den Wald nehmen. Aha, wie sollte man einen Weg finden, der nicht ausgeschildert ist. Nochmals zurück und durch den Wald auf nach Gross Wildsdorf. Dort gab es eine Überraschung, ich wurde erwartet und zum Pick-Nick eingeladen.

Landwirtschaftlicher Weg ohne Straßenverkehr.

Tolle Idee. Anschließend habe ich einen wunderschönen Reitweg nach Punschrau geritten. 10km mit zwei Querungen von Nebenstraßen. So stelle ich mir gefahrloses Wanderreiten vor. Ab Punschau gab es leider nur Asphalt für 3km auf einer Landstraße. Ein einziges Auto kam von hinten. 17 Uhr habe ich den Stall in Zäckwar Dorfstrasse 7 erreicht. Thomas der Stallbesitzer war äußerst hilfreich und ich nahm eine große Box, wo beide zusammenbleiben konnten. Futter in Hülle und Fülle. Thomas hat mir zum Abendessen eine super gebratene Gänsekeule verabreicht. Danach sind wir durch den Stall zu meinen Pferden. Thomas ist von diesen Prachtkerlen hellauf begeistert. Er hätte auch gerne solche Tiere, Pferde und nicht die Dicken, die bei ihm eingestellt sind.

Am Hof angekommen.
Reitstall bei Thomas.
Mein Nachtlager.
Keks und Krümel standen in einer Box.

21 Uhr habe ich mich zum Schlafen gelegt. Mein Schlafplatz war in einer leeren Pferdebox in der Hängematte. Es war kalt. Damit es schön ist, muss ich noch üben, was ich alles zusätzlich anziehen muss.

 

 

Reitstall Thomas, Ort Zäckwar, Dorfstrasse 7

Hinweis: ein Dorf ohne Geschäfte und Gaststätten, mit extrem schlechten Mobilphone Empfang.

Morgen geht es nach Apolda.

Liebe Grüße

Kurt

Gross-Jena Ruhe Tag 18.05.2019

Landhotel. War schön!
Spezialfutter für Krümel

Von Freitag auf Samstag und Sonntag habe ich den Luxus de Landhotels Grobers genossen.

Auf der eigens frei gemachten Koppel.

Die Pferde waren großartig untergebracht, die Gegend einladend. Klar habe ich mich um die Hotties gekümmert, damit diese nicht vom Fleisch fallen. Ich habe die Beiden für ca. 20 Minuten grasen lassen, dann für genügend ungestörten Auslauf gesorgt sowie deren Lieblingskraftfutter für den Abend vorbereitet. Rundum waren die Menschen am Hof sehr hilfsbereit und die Tiere hatten eine, so glaube ich, erholsame Zeit. Ich machte Spaziergänge, erkundete den kleinen Ort, genoss die Landschaft an der Unstrut.

Gegend an der Unstrut.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war im Hotel eine MEGA Party, diese dauerte bis 4 Uhr morgens. Gott sei dank habe ich einen tollen Schlaf, sodass mich die lauten Basstöne der Musikanlage nicht aus den Federn geworfen hat. Das Wumm, Wumm hatte so etwas wie einschläfernde Wirkung auf mich.

Krümel mit chinesischer Breitbauchziege. 🙂

 

 

Morgen geht es weiter nach Zäckwar.

LG Kurt

Mücheln nach Gross-Jena 24km am 17.05.2019

Morgens um acht Uhr stand Karsten vor der Tür, der Besitzer der tollen Ferienwohnung, wo ich übernachtet habe. Karsten und ich fanden viele Gemeinsamkeiten und Themen, und schwatzten und schwatzten bis es 11 Uhr war. Beim Schwatzen haben wir heiße Limonade getrunken, welche ich im Gepäck habe.

Ferienwohnung

11 Uhr, jetzt muss ich die Beine in die Hand nehmen. Ich wollte doch so um etwa 10 Uhr los. Der Stall liegt um die Ecke. Den Krümel und Keks aus der Box raus und in der Boxengasse angeleint. Die üblichen Arbeitsschritte, Huf säubern und Kunststoff-Beschlag prüfen, striegeln, Schwanzhaar vom Stroh befreien.

Da ich bereits zum dritten Mal aufsattel mit dem Gepäck, war das rasch erledigt. Beide Pferde waren innerhalb einer Stunde für den Aufbruch bereit. Zuerst Krümel in den Hof geführt, danach Keks und beiden noch deren Lieblingsfutter, welches ich vorbereit habe, unter die Nase gehalten. Schlapper, schlapper und weg war es. Ich weiß nicht was da drinnen ist, dass die Beiden so gierig sind auf dieses Futter.

Jetzt wird es Zeit vom Hof zu reiten. Der Krümel hat sich ein wenig geziert beim Aufsteigen, naja, ich kenne das. Nun Richtung Hofausgang auf die Schloßstraße nach Mücheln. Beim Hofausgang erklärte mir Krümel, da geh ich nicht. OK. Nach ca. 10 Minuten habe ich Krümel überzeugt, dass wir den Hof verlassen und auf die Schloßstraße einbiegen. An der Brücke über die Mücheln wiederum das Theater. Nach der Brücke stand ich mit beiden Pferden auf der Hauptstraße. Leider kennen die Navigations-Systeme wie Google-Maps oder Komood keine Reitwege. Wanderwege führen des öfteren einige hundert Meter neben Hauptstraße, was für Pferde ungeeignet ist.
Was nun? Ein wenig links, dann zurück und siehe da ein Wanderweg den Hügel hinauf. Beschilderung Fehlanzeige.
Hinaufgeritten den Hügel auf den schönen Wanderweg stellt sich wiederum die Frage links weg oder rechts. Links weg, was sich als ein Kilometer Fehlanzeige herausstellte. Daher zurück, durch die Schrebergärten rechts in eine Wald, welcher mich glücklicherweise auf einen Feldweg in Richtung Gross-Jena brachte. Endlose Weiten, Felder soweit das Auge reicht und zwischendurch sehe ich einige Kornweihen (Raubvogel), Rehe aber keinen einzigen Hasen.

Große Weite.

Nach einigen Straßen Querungen habe ich einen beschilderten Waldweg erreicht. Dieser führte für ca 4km in Richtung Freyburg Unstrud. Es ging weiter über einige unbestellte Felder. Über der Anhöhe vor Freyburg konnte ich einen Bauern befragen wie den der beste Weg nach Gross-Jena ist. Er gab mir viel Wissen mit, sodass ich ohne große gefährliche Straßen Überquerungen einen Feldweg erreichte. Dieser führte bergan. Leider ist mir auf halben Strecke Krümel auf einen Zügel gestiegen, sodass dieser gerissen ist. Wie unachtsam von mir. Damit ich ohne absteigen weiter reiten konnte, habe ich die Führleine, welche um Krümels Hals hing als zusätzliche Zügel verwendet. Führleine abmachen und mit dem Karabiner einhängen, fertig. Nun noch Keks seinen Führstrick wiederaufnehmen, dieser lag am Boden, und weiter bergan. Oben an einem Zaun angekommen wiederum die Frage, links oder rechts. Rechts war falsch. Daher umdrehen und links am Feldrand entlang mit Maulgerecht hochstehenden Korn. Keks wollte ständig fressen. Um das zu verhindern habe ich den Keks ganz kurz an der Führleine gehalten und Krümel zügig ausschreiten lassen, damit das kilometerlange Feld ohne fressen aufhörte. Am Ende gab es eine Überraschung. Huch, wie schön. Eine Brücke über eine vielbefahrene Straße. Klar, Krümel hat sich wieder einmal geziert, aber mit stetiger Überredungskunst hat er dann doch die Brücke in Angriff genommen. Jetzt sah ich ein Novum, eine Wegmarkierung und dieser folgte ich durch einen Wald. Im Wald an den möglichen Abzweigungen hat mich glücklicherweise mein Instinkt richtig geleitet. An einem Pferdehof vorbei ins Tal der Unsrud hinab in Richtung Gross-Jena. Unten angekommen konnte ich bereits den Reitstall sehen. Nur noch 3km, eine Straßen Überquerung es ist geschafft. Am Reitplatz wurde ich herzlich empfangen. Nun folgte das übliche Ritual. Absatteln, Pferde versorgen und zum Landhotel Grober´s Reiterhof gehen in welches ich mich eingebucht habe. Einfaches Hotel mit guter Küche und schönen Zimmern. Landhotel Grober´s Reiterhof Am Spielplatz 06618 Naumburg an der Saale
Hinweis:  landschaftlich eine reizvolle, wunderschöne Gegend.
Gruß Kurt