Pferde leben im Freien 1.11.2020 bis 15.11.2020

Hallo liebe Pferdebesitzer!

Pferde sind Fluchttiere und leben im Freien. Warum sperren wir sie dann bei sinkenden Temperaturen in den Stall in Einzelhaft. Bei uns im Stall kam die Ansage, dass mit der Zeitumstellung die Pferde ab 16 Uhr in den Stall in Einzelhaft müssen. Dagegen habe ich mich verwehrt und unsere Pferde stehen noch immer im Freien. Tag und Nacht bei jedem Wetter. Schadet das? Nein, Keks und Krümel haben ein Winterfell angezogen, turnen und toben freiwillig auf dem großen Reitplatz. Sie sind quicklebendig. Kein Anzeichen von Wintermüdigkeit. Die letzten Wochenenden sind wir regelmäßig bis zu vier Stunden durch die schöne Umgebung gestreift. Einmal in die Stadt und zurück über Feldwege und durch den Wald mit zwei Straßenquerungen. Nichts aufregendes. Distanzen 15 bis 20 km sind aktuell unsere Wochenendreittouren. Dabei ist uns aufgefallen, dass Keks und Krümel, beide laufen Barfuß, immer den Grasboden suchen um auf weichen Untergrund laufen zu können. Ich habe dann überlegt ob es vielleicht notwendig wird den Beiden Kunststoffschuhe aufnageln zu lassen. Wir sind dann der Frage warum beide viel lieber auf Gras gehen und haben dazu die Erklärung gefunden. Auf unserer Koppel stehn die Beiden aktuell viel im aufgeweichten Boden. Der Huf ist somit sehr weich und bei Belastung mit einem Reiter suchen die Beiden weichen Untergrund zum Laufen. Was tun? Eisen? Nein, wir lassen seit 15.11.2020 Keks und Krümel für einige Tage abends in den Stall bringen, mit der Hoffnung, dass die Hufe wieder aushärten. Mal sehen ob das hilft.

Ansonsten haben ich unter der Woche Trainingsprogramm mit Krümel und teilweise auch mit Keks. Krümel muss langsames Traben lernen. Keks kann das bereits. Und wie lernt man das? Zuerst das Pferde in den Trab setzen. Um aber das Tempo zu reduzieren reite ich kleiner werdende Kreise und versuche fest im Sattel zu sitzen. Wichtig dabei ist, dass der äußere Zügel ganz locker ist, keine Anlehnung und über den inneren Zügel bekommt das Pferd Impulse (nicht ziehen). Je nach Geschwindigkeit reite ich große kleine Kreis damit er langsamer wird. Wenn das richtige Tempo erreich ist, wird er gelobt, gelobt. Das mag Krümel. Wer nicht?. Das tägliches Training dauert max. 45 Minuten. Mehr würde meinen Krümel überfordern. Pferde sind wie sechs jährige Kinder.

Viele Grüße

Kurt

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Keks und Krümel nach dem Urlaub 1.10.2020 bis 30.10.2020

Gelassenheit und Ruhe. Der Ausflug für drei ganze Wochen hat unseren Pferden sichtlich gut getan. Die Pferde sind viel gelassener, also weniger aufgeregt. Beim Verladen einzigartig und artig. Bei der Hufpflege, leicht zu handhaben und auch im gesamten Hufpflegeprozess ruhig.

Schade, dass der Urlaub schon vorbei ist. Dabei gab es so viele schöne Erlebnisse, tolle Menschen, welche uns teilweise beneidet haben, wegen der schönen Pferde. Aktuell sind wir wieder in den heimischen Gefielden und gehen sehr viel ins Gelände. Wochenende für Wochenende gehen wir Samstags für drei bis vier Stunden raus und erkunden alle möglichen Wege rund um den Stall. Es ist schon erstaunlich welche Routen sich auftun. Routen über freie Flächen, durch Waldgebiete, in einen sehr großen Park zwischen zwei Flussläufen.

Hier noch einige Impressionen aus dem Urlaub.

Bis zum nächsten Mal.

VG Kurt