Kugelrund, na und? 1.12.2019 bis 10.12.2019

Hallo zusammen,

es ist wieder soweit. Es weihnachtet. Und so stellen wir uns die Frage ob wir den einen Pferde-Adventskalender besorgen sollten. Habe mich im Netz umgesehen und was absurd klingt gibt es. Im Google eingeben „Adventskalender 2019 für Pferde“ und ihr werdet staunen was es alles gibt. Da stellt sich die Frage ob den die Pferde in der Lage sind die Nummern am Kalender zu identifizieren und mit der Zunge oder Lippe das richtige Türchen zu öffnen. Für mich kann ich behaupten, meine Pferde bei allem Respekt, wären und sind zu doof dafür. Ungeachtet dessen soll die Menschheit glücklich werden, solange es anderen Erdbewohnern nicht schadet.

Erster Schnee, welch eine Freude!

Am 6.12.2019 sind wir mit Beiden zu Christian, unseren lokalen Pferdeflüsterer. Christians Credo lautet, dein Ein- und Ausatmen überträgt sich auf dein Pferd. Daher, ruhig und gelassen und dein Pferd ist ruhig und gelassen. Wer´s glaubt wird überrascht sein. Ja, es funktioniert und wenn der Gaul zu schnell wird, dann lass das Pferd arbeiten. Reite größere Kreise, welche immer kleiner werden. Nach drei bis vier Kreisen sind Pferde es Leid zu  arbeiten und siehe da, dein Pferd geht langsamer, angepasst, unaufgeregt. Ein tolles Gefühl und Erlebnis, Keks ruhig und gelassen. Nun ja, er hält es nicht durch für 30 bis 40 Minuten. Man muss Keks immer wieder in die Runde schicken. Klingt wie Biathlon, wenn der Schütze in die Strafrunde muss. Wer will das schon? Jedoch habe ich Keks noch nie so unaufgeregt erlebt.

Schnee, ach wie schön!
Die Weide ist immer eine Freude!

Krümel kennt das Prozedere, der hat andere Flausen im Kopf. Nach 30 bis 40 Minuten stellt Krümel fest es reicht für heute und er bleibt felsenfest stehen, wie ein sturer Bock. Den 7.12.2019 sind wir auf den Reitplatz und haben alles ausprobiert. Keks war ganz brav und unaufgeregt. Krümel bockig nach ca. 40 Minuten, wie immer. Für den 8.12.2019 haben wir einen Ritt in die Heide geplant. Das Ziel war, ca. 25 km durch Wald und Flur zu reiten um zu sehen, wie gut die Kondition von Keks und Krümel ist. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt, es stürmte und die Pferde waren unheimlich nervös, sodass wir eine ca. 8 bis 10 Kilometer Reitrunde hinter dem Stall planten. Aufsteigen am Reitplatz war ok. Danach zeigte sich Keks wiederum von der nervösen Seite. Er sah überall „Schlangen“, „Löwen“ oder was auch immer. Seine Wahrnehmungen machten ihn sichtlich nervös. Ungeachtet dessen sind wir raus ins Gelände. Die ersten Kilometer waren sehr entspannt. Je näher wir wieder dem Stall kamen umso fuchsiger wurden die Tiere. Die wechselten ungefragt die Gangart, versuchten anzutraben oder zu galoppieren, sodass wir wiederum einige Ehrenrunden drehen mussten. Dabei hat Keks versucht mich abzuwerfen. Schön, es ist nicht gelungen. Nach ca. 80 Minuten waren wir zurück im Stall. Bei diesem Sauwetter ist es nicht angenehm auszureiten, aber damit die Zwei nicht noch fetter werden, ist regelmäßiges Training unbedingt erforderlich. Aus heutiger Sicht freue ich mich auf den 20.12.2019, denn dann habe ich bis zum 27.12.2019 täglich Zeit mich um die Beiden zu kümmern. Die Weihnachtsferien beginnen für mich.

Krümel!

Frohe Weihnachten bis zum nächsten Mal.

Gruß

Kurt

Die Zeit fliegt 16.11.2019 bis 30.11.2019

Hallo Freunde,

vierzehn Tage sind schnell rum, speziell wenn man zusätzliche private Aufgaben zu erledigen hat. Habe mich am Markt nach großen Grundstücken umgesehen, leider schwieriger als gedacht. Doch zu den Pferden. Diese werden laut Michael, aber auch laut meiner Ansicht, kugelrund. Das heißt, die Beiden bekommen zuviel zu fressen und machen zuwenig Sport. Das könnte man auch so auf Menschen übertragen, oder? Aus diesem Grund haben wie die Beiden auf Diät gesetzt. Lieblings Futter nur einmal am Tag, und nicht morgens und abends. Was bekommen sie zusätzlich zu fressen? Möhren, nun ja, die sind Bestechung. Es gibt Rübenschnitzel in Pellets. Die muss man einweichen. Weizenkleie und Müsli Melasse frei. Warum diese Zusammensetzung? Wir wollten Beiden ein Stück „Heimat“ bewahren. Raufutter und Kübel Misch-Masch, wie auf der Insel Mallorca. Da jedoch das Heu extrem gut ist momentan, müssen wir ein wenig abspecken, denn ansonsten müsste man täglich einige Trainingsstunden einlegen und die Zeit habe ich nicht. Freitag, Samstag und Sonntag fordert die Beiden zuwenig. Aktuell arbeite ich sehr viel mit Keks.

Am Platz ca. 30 bis 45 Minuten Bodenarbeit. Gehen, traben und leichten Galopp. Der Sandboden ist extrem tief, denn es hat die letzten Wochen regelmäßig geregnet, was für die Gegend sicherlich wichtig ist. Die Temperaturen lagen zwischen Null und zehn Grad Celsius und phasenweise pfiff ein lästiger Wind durchs Gelände am Reitplatz.

 

 

 

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Der Boden ist so tief und nass, sodass ich mich gezwungen sah gummierte Winterschuhe zu kaufen, denn meine spanischen Reitstiefel würden im Matsch ersaufen und nasse Füße sind keine Wohltat.

 

Krümel wird regelmäßig für 60 bis 90 Minuten geritten. Ziel ist, dass er seine Marotten ablegt und endlich akzeptiert, dass der Reiter das Sagen hat. Schritt, Trab, kein Galopp. Jedoch glaubt Krümel am Trainingsplatz, dass nach 45 Minuten spätestens das Training, die Übungen beendet sein müssen und drängt zielstrebig zum Ausgang oder zur Führleine am Zaun.

 

Keks und Krümel, unzertrennlich.

Keks ist da eine andere Nummer. Er akzeptiert die Übungen und seit den letzten beiden Wochenenden Galoppieren wir einige Runden am Reitplatz, trotz tiefen Untergrund. Ob rechts angaloppieren oder links ist noch nicht vordergründig. Aktuell geht es darum, dass Keks nach zwei oder drei Trabschritten willig in den Galopp geht und auf Kommando und Sitzposition stehen bleibt. Apropos stehen. Still stehen ist noch nicht seine Stärke. Wir arbeiten daran. Übrigens, Alex war wieder zur Fußpflege da.

Alex bei der Arbeit.

Bis zum nächsten Mal.

VG Kurt