Von Christes Greenland Ranch nach Ferienpark Dörrensolz 28.05.2019 ca. 25km

Es ist 6 Uhr morgens, der Tag ruft. Raus aus dem „Fischerfeldbett“.

Ja, was es nicht alles gibt. Ein Feldbett bequem wie ein Bett speziell für Fischer entwickelt, damit die den Biss verschlafen können. Ein wenig Morgentoilette ist angesagt, nichts Großes. Im Reiterstübchen gibt es Tee und Frau Flemming brachte ein Frühstück vom Feinsten. Nun noch einige Fotos machen, die Hotties begrüßen und die Sachen zum Packen aus dem Abstellraum zum Anbindebalken bugsieren. Wie gesagt, tägliche Routine. Zuerst die Hufe auskratzen, dann striegeln und aufsatteln. Keks ist wieder hyperaktiv. Scharrt mit den Hufen als wie es nicht schnell genug weiter gehen kann. Doch die tägliche Startvorbereitung benötigt mindestens 1 Stunde, jedoch habe ich auch schon 90 Minuten gebraucht. 10 Uhr 30 ist es soweit, Verabschiedung und auf geht´s.

Der Weg führt durch diesen kleinen beschaulichen Ort und Komoot ist wieder einmal irritiert. Heute reite ich nicht dreimal im Kreis. Frau Flemming hat mir die Richtung und den Abbiegetipp gegeben und dem folge ich. Es geht wieder rauf und runter. Ich bin in Thüringen, dieser Teil in Deutschland ist stark bewaldet, hat zwischendurch sehr große Felder, wo viel Raps angebaut wird und ist sehr hügelig. Auf den ersten Kilometern ging es über Feldwege durch große Anbauflächen. Kein Reh, kein Hase und auch keine Wildsau in Sicht. Nur hin und wieder schreckt ein Fasan auf, was Krümel und Keks zu einigen Galoppsprüngen animiert. So geht es bis Walldorf in Thüringen. Ein bezaubernder, beschaulicher Ort welchen ich durchqueren muss. Auf den Weg in den Ort kamen zwei riesige Landmaschinen entgegen.

Hut ab vor den Fahrern, welche sehr rücksichtsvoll waren und die Fahrzeuge behutsam vorbei lenkten. Kein unnötiger Lärm. Unten im Ort Walldorf hat das Navi-System ein wenig verrückt gespielt. Da ich jedoch die Weg Beschreibung im Kopf hatte, bin ich Schnur Straks durch den Ort gelaufen. Am Ortsbrunnen neben der Kirche habe ich die Hotties getränkt oder anders, die haben das Wasser angenommen. Das ist nicht selbstverständlich. Pferde bestimmen wo und was sie trinken. Nachdem ich Walldorf hinter mich gebracht hatte, baute sich eine Schlechtwetterfront vor mir im Westen auf, es wird regnen. Regenmantel, dieser ist vorne am Sattel verschnürt, beim Reiten, ohne abzusteigen lösen und anziehen. Krümel hat es ohne Nervosität ertragen und kaum war ich geschützt öffnete der Himmel seine Schleusen. Im nächsten Waldstück sind wir etwas in den Wald unter einen Baum, um den Starkregen ein wenig abzuwarten. Wir sind zu diesem Zeitpunkt noch in etwa 10 km vor Dörrensolz. Das Land wird welliger, wir sind in der Rhön angekommen.

Im nächsten Ort Stepfershausen, ebenfalls ein Örtchen in Thüringen, geht es auf einen schönen, gut beschilderten Wanderweg. Wie kann es anders sein, er führt bergauf. Nur noch 4,5 Kilometer und es ist geschafft. Am letzten Abstieg dämmert es mir, da bin ich schon mal geritten oder doch nicht. Wir waren schon einmal in Dörrensolz zum Reiten. Wie ich aus dem Wald komme ist mir alles klar, der Reiterhof liegt vor mir in greifbarer Nähe. Am Hof werde ich von der Frau des Besitzers bereits empfangen.

Die „Huffington Post“ Stall zu Stall funktioniert. Absteigen Pferde versorgen. Die Pferde brachte ich anschließend auf den Reitplatz zum Austoben und damit sie sich wälzen konnten. Später kam der Reitstallbesitzer und wir klärten ab, wo die Pferde stehen werden. Wir einigten uns auf eine beinahe leergefressene Koppel. Dorthin brachte ich die Beiden. Erst danach habe ich mich aussortiert. Die Seesäcke ins Zimmer gebracht, die nassen Sachen zum Trocknen aufgehängt und ein Hemd, ein Unterhemd und Socken gewaschen. Ob erfolgreich, das werde ich noch sehen, wenn die Wäsche trocken ist.

7 Uhr 30 gab es ein hervorragendes Abendessen, Schweine Nackensteak, Bratkartoffel und gedünstete Zwiebel. Lecker. Nach einigen Schwätzchen mit dem Besitzer und Gästen bin ich bereits 21 Uhr 30 abgedampft in mein Zimmer.

Reit und Ferienpark Dörrensolz

Dörrensolz 1
98634 Unterkatz

http://www.reitundferienpark.de

info@reitundferienpark.de

Zum Nachlesen auf Komoot: https://www.komoot.de/invite-tour/68850203?code=ggyct5-9cExKWqIS7K7w1d1DcoJ8ujaE5o0XLlLUbe_n2zycTE

Von Suhl Stonefield Ranch nach Christes zur Greenland Ranch 27.05.2019 ca. 22 km

Eine weitere Etappe beginnt. 7 Uhr aus den Federn, dann gibt es ein sehr gutes Frühstück und es folgt die tägliche Routine. Pferde für den Abmarsch vorbereiten. Micha hat mir den/die Wege erklärt wie ich nach Suhl komme. Ich musste mich für den langen Weg entscheiden, da meine Pferde Wasserscheu sind. Also auf nach Suhl, beide am Strick. Nach ca. 2 km kommt ein Fahrzeug von hinten und ich mach auf der Forststraße platz. Das Auto macht neben mir Halt und der Förster frägt mich wo meine Schilder zur Kennzeichnung der Pferde sind. Wie, Nummernschilder für Pferde. Wo bekomme ich diese. Am Forstamt lautet die Antwort. Was macht man bei der Durchreise? Kurzgefasst, der Förster wusste keine praktikable Lösung. Gelernt habe ich, in Thüringen müssen Pferde ein Nummerschild vom Forstamt tragen. Was für bürokratische Idiotie.

Weiter geht’s nach Suhl. Dort schaffe ich es mit den Pferden die gefährlichen Kreuzungen an den Fußgänger Übergängen bei Grün zu queren. Ein Stück weiter und über die Bahnschinen, es geht schon besser mit Krümel, und ich bin im Grünland. Aufsitzen und es los durch die endlos scheinenden Weiten im Thüringer Wald. Das Navi führt mich und bis auf einige Ausnahmen komme ich gut voran. Hinunter nach Benshausen führte der Wanderweg durch einen sehr steilen Hohlweg, wo ich mich entschied abzusteigen und die Pferde zu führen.

Nach 1 km Fußmarsch erreichten wir eine Lichtung oberhalb von Benshausen. Dort durften die Hotties grasen. Nach einer halben Stunde wanderten wir abwärts in den Ort. Benshausen war einfach was den Straßenverkehr anging. Das Navi führte mich zuverlässig. Doch der weitere Weg, abseits der Straße war für die Pferde zu schmal. So suchte ich eine Alternative, was mir viel Schweiß kostete, und uns durch sehr unwegsames Gelände führte. Ich musste die Pferde einzeln über Hindernisse führen.

Krümel hoch angebunden im Gebüsch.Dazu musste ich z.B. Krümel hoch an einem Baum anbinden und mit Keks weiter gehen. Diese Aktion hat bei den Pferden Angstzustände ausgelöst, sodass diese stark schwitzten als wären sie überanstrengt worden. Der Alternativweg war beschwerlich und zeitraubend.

Nach einer Stunde Zeitverlust haben wir die Route wieder vor uns. Nun ging es wiederum kilometerweit durch den Wald, vorbei an einer Military Reitanlage, vorbei an Kühen immer den Weg entlang nach Christes. Der Weg wollte nicht aufhören. Bergan, bergab, ständig der gleiche Trott. Wir haben auf dieser Tour ca. 450 Höhenmeter bergauf und bergab überwunden. Nach endlosen Kilometern im Wald, siehe da, er lichtet sich, Weideland ist in Sicht.

 

Die Pferde legen im Schritt Tempo zu und nach 500 Metern habe ich die Greenland Ranch erreicht. Dort wurde ich bereits von Frau Flemming erwartet, denn die Stonefield Ranch hat mich bereits angekündigt.

 

Hier wurde ich besten versorgt und es gab schöne Gespräche mit Herrn Flemming. Mein Nachtlager war eine Feldliege im Reiterstübchen. Mal sehen wie ich darauf schlafe. Später am Abend haben wir noch nach den Pferden gesehen. Es gibt zwei Fohlen, eines 3 Wochen alt und eines wurde in der Nacht 26.05.2019 geboren. Leider war es zu dunkel zum Fotografieren.

Greenland Ranch

Familie Flemming

98547 Christes Schwarzaer Straße 21

http://www.greenland-ranch.de

info@ greenland-ranch.de

Tel: 00491716087034

Zum Nachlesen auf Komoot: https://www.komoot.de/invite-tour/68867756?code=gono8v-uKKrLzmGnTesbXSZRCPZpqPLIsXMC1yBzMpBDr4CyDc

Von Oberpörlitz nach Suhl zur Stonefield Ranch 26.05.2019 ca. 20 km

9 Uhr gab es Frühstück. Dann habe ich die Rechnung beglichen und wollte 10 Uhr starten. Von wegen, die Reitschüler haben Pferde vorbereitet und so war kein Platz für mich, um meine Hotties vorzubereiten. Es wurde 11 Uhr bis ich die übliche tägliche Prozedur von putzen bis aufsatteln fertig hatte. So gegen 12 Uhr startete ich dann nach Suhl. Laut Komoot eine sehr schwere Etappe.

 

 

Zirka 490 Meter hinauf auf den Rennsteig und 460 Meter runter zur Stonefield Ranch. So gegen 12 Uhr war es soweit. Navigation starten und los geht’s.

Leider hat mich Komoot einige Runden im Kreis geschickt, sodass ich nach der dritten Umrundung der Reitanlage Oberpörlitz endlich fragte wie den der Weg sei. Dabei stellte ich fest, dass ich ganz nahe war und ich mich vom Kommentar vom Navi irritieren ließ. Also rauf auf den Weg, runter nach Ilmenau, die Straße queren und dem Weg folgen. Auch da brauchte ich zwei versuche bis ich den richtigen Weg folgen konnte. Von nun an ging es steil bergauf. Krümel schnaufte und musste des Öfteren eine kleine Verschnaufpause einlegen. Am Kamm angekommen wurde es einfacher. Nur mehr leite Anstiege und teilweise wieder abstieg in eine Senke. Ein ständiges auf und runter wobei das Hinauf noch überwiegt. Tolle Wege, Forststraßen und weil es Sonntag ist, viele Wanderer zu Fuß oder mit dem MB unterwegs. Platz für Alle. Es ging vorbei an Quellen, Gasthöfen welche gut besucht waren. Ja, Thüringen ist schön. Es geht noch immer aufwärts Richtung Rennsteig. In Schmücke machte ich Rast. Eine Thüringer Bratwurst zum Mittag mit roter Fassbrause. Die Pferde sind angeleint und fressen das karge Gras. Wir sind mittlerweile auf ca. 800 Meter Seehöhe und die Temperatur ist um einiges niedriger wie in Ilmenau. Weiter geht es zu fuß Richtung Rennsteig. Da es hier eine gefährliche Passstraße gibt, habe ich mich auf Nebenwegen dem höchsten Punkt genähert und zum geeigneten Zeitpunkt die vielbefahrene Motorradstrecke überquert. Jetzt habe ich den Rennsteig erreicht. Von nun an geht’s Richtung Suhl teilweise leicht abfallend, teilweise steil. Zirka 3 km vor der Ranch wollte mich das Navi einen Steig hinunter schicken. Der war mir suspekt und so fragte ich Leute an der Raststätte nebenan welchen Vorschlag sie hätten. Ein Ehepaar zeigte mir einen gut gangbaren Weg, den ich gerne folgte. Auch dieser Weg war teilweise steil, jedoch breit genug für die Pferde. Ganz nahe der Ranch Zeiten die Beiden mir eine Abkürzung durch Büsche und siehe da, schon waren wir angekommen. Es gab einige erstaunte Gesichter, die Frage wo bringen wir dich unter. Alles kein Problem, das beinahe fertig gestellte Apartmenthaus dient als Schlafstätte. Für mich war es ein Erlebnis mit welch einer Unkompliziertheit ich empfangen wurde. Es gab Abendessen vom Feinsten. Liebe Menschen, welche deren Lebenstraum leben, was ich persönlich unheimlich schön finde.

LG Kurt

Ruhetag in Oberpörlitz am 25.05.2019

Am 25.05.2019 habe ich einen Ruhetag eingelegt, denn die Pferde waren sichtlich müde und brauchten Erholung. Nicht, dass ich keine Ruhepause gebraucht hätte, aber die Pferde gehen vor, denn die Beiden müssen mich noch einige Kilometer tragen. Was mache ich an solch einen Tag? Rasten, Pferde betreuen mit gutem Futter, Wäsche waschen, das machte ich bereits gestern, Mittagsschlaf und Ilmenau ansehen und gut Essen. So einfach ist das. Der Kopf ist frei, keine Hektik und Gedanken an Arbeit sind verflogen. Tagsüber habe ich mir die gesamte Anlage angesehen. Ein mega Betrieb und sehr fleißige Bedienstete.

Aktuell muss ich noch die Habseligkeiten neu sortieren, Gewicht richtig auf die Seesäcke verteilen und für morgen vorbereiten. Alles in allem freue ich mich auf die nächste Etappe, welche ca. 20 oder 28 Kilometer lang ist, je nachdem welche ich nehme und über die Berge führt. Morgen Sonntag geht es weiter.

VG Kurt
Auf Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/68594592?code=m0egur-csNkmE2uj_7HIqM4_CievrPTzoikn2bV_PC0X6gn8-Y

Von Ehrenstein nach Oberpörlitz bei Ilmenau (ca.25,5 km) 24.05.2019

In Ehrenstein wurde ich verwöhnt. Nancy ließ es sich nicht nehmen mir einige belegte Brötchen zu machen. Sie versorgte die Pferde bereits 6:30 mit Haferschrot.

9 Uhr wollte ich aufbrechen jedoch wurde es ca. 11 Uhr bis ich alles erledigt hatte. Das Hufe reinigen nahm besonders viel Zeit in Anspruch und war schweißtreiben. Zwischen den Kunststoff-Beschlägen setzte sich Stroh gemischt mit Steinen so sehr fest, dass mit dem herkömmlichen Hufkratzer der Huf nicht zu reinigen war. Deshalb holte ich mein Universalmesser mit Hufkratzer hervor , welcher mehr einem Haken gleicht. Damit ging es bereits viel besser und bei acht Hufen war es eine erhebliche Erleichterung für mich alle Hufe von Steinen und Stallmist zu befreien. Nach dem Aufsatteln, Verabschiedung ging es hinaus auf die Strecke.

 

Übrigens, die letzte Nacht verbrachte ich im Schlafsack auf der Couch im Reiterstübchen. Habe großartig geschlafen.

Aber nun zur Strecke, diese wurde von einem lieben guten Geist für mich geplant. Ich folgen den Ansagen von Komoot und komme gut voran. Die Wege gehen über offenes Land auf steinigen Boden. Gut, dass die Pferde Schuhe tragen. Im ersten Ort gab es ein wenig Verwirrung. Die erste Abbiegeansage war nicht zu realisieren, deshalb einige Straßen Abschnitte weiter. Jetzt links, geht nicht. Die Mühlabfuhr blockier die schmale Gasse. Zweiter Versuch, das Fahrzeug vom Bäcker blockiert den Weg. Na dann, beim dritten Mal hat es funktioniert. Im Nachgang hätte ich jede weitere Straße oder Gasse nehmen können. Nach dem Ort ging es unspektakulär weiter, parallel zur Hauptstraße, wo mich der ständige Autolärm nervte. Wenigstens waren die Querungen dieser Hauptstraße durch Überführungen gelöst. Nach ca. 10 km ging es in den Wald, die Bodenverhältnisse wurden besser, der Waldboden ist schön zu reiten. Doch viele weitere Wege waren Forstwege, breit wie eine „Autobahn“, mal gesäumt von Monokulturen bestehend aus Nadelbäumen oder Mischwald. Die Nutzung des Forsts war überall sichtbar, die Spuren schwerer großer Bearbeitungsmaschinen waren allgegenwärtig. Menschen begegnete ich nicht auf zwei drittel der Strecke. Wildtiere ließen auf der gesamten Strecke nicht blicken.

 

In Geilsdorf schickte mich Komoot einen schmalen Weg hinab, sodass ich beschloss diese Passage zu Fuß mit den Hotties im Schlepptau zu passieren. Unten im Ort gab es eine Dorfbrunnen, welch eine Wohltat. Die Pferde haben das kühle Nass gierig in sich hineingezogen. Nun folge ich wieder der Route. Der nächste Vorschlag ist so schmal, dass ich den nicht nehmen kann, deshalb eine Alternative finden. Einige Häuser nach vorne, dann links und links und schon wieder auf den Treck. Aktuell alles zu Fuß. Der nächste Kilometer hatte es in sich. Vorbei an Kühen sowohl linker als auch rechter Hand. Horror. Keks zitterte vor Angst und sein Fluchtinstinkt spielte verrück. Er war kaum zu halten. Nach dieser Strecke wurde es wieder gemütlich. Nur noch 4 bis 5 km, bald ist das Ziel erreicht. Wiederum aufsitzen, weiter reiten. Dass Komoot an Weggabelungen nicht immer exakt ist, weiß ich mittlerweile. Also den Weg für weitere 1,2 km folgen und dann! Ein Eisengitter. Wie schrecklich. Krümel verweigert, daher raus aus dem Sattel. Keks geht freiwillig über das Gitter und so bringe ich Keks über die Straße zum nächsten Wegabschnitt.

Zurück zu Krümel, welchen ich angebunden hatte. Geht er rüber? Ja, er geht. So nun über die Straße und über das nächste Gitter. Von wegen. 45 Minuten Zoff, keine Change.

Deshalb Keks holen und die Straße entlang zum nächsten möglichen Punkt, um die Tour weiter zu reiten. Nur noch 2 km, dann ist es geschafft.

 

 

Am Hof Reiterhof Oberpörlitz bekomme ich einen Platz für die Pferde für zwei Nächte und ein feines kleines Apartment. Abend bin ich nach Ilmenau zum Abendessen gelaufen, dann mit dem Taxi zurück. Tolles Erlebnis auf 25,5 km.

 

VG Kurt

Auf Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/68089656?code=odgvgm-Sh6-MTZ2fFVoQwIE7FAf_Ghm1q7B1u_4tDojwe3lngE

Hetchburg in Thüringen nach Ehrenstein (ca.25,5 km) 23.05.2019

Geplanter Start in Hetchburg war 10 Uhr. Zeitig aus den Federn, zum Frühstück eingeladen, am Tisch zwei Personen aus Urfahr Umgebung (Mühlviertel) in Österreich. Habe zwei Semmeln mit Butter und Käse gegessen und Wasser anstelle von Kaffe oder Tee genommen.

Danach die Hotties auf den Ritt vorbereitet. Von wegen, es fahren richtige Brummer am Hof auf, sodass an aufsatteln und abreiten nicht zu denken war. Erst zur Mittagszeit konnte ich die Reise beginnen. Diesmal sollten es 25,5 km laut Komoot werden. Interessant war das Höhenprofil. 530 Meter Anstieg und 400 Meter runter. Doch von Vorne. Die ersten 800 Meter führten über einen wunderschönen Wanderweg, welcher über Stufen auf einen Platz endete. Was nun, kaum nachgedacht machte Krümel einen Satz und wir waren drunten. Mutig dachte ich mir. An dieser Ecke der Wanderung war Komoot ein wenig irritiert. Die Richtungsangeben passen nicht. Deshalb in eine Richtung reiten und Komoot sagt dir dann sie haben die Route verlassen. Daher zurück zum Ausgangspunkt der letzten Ansage und man erhält eine Neue. Diese stimmt meistens. Also weiter in die gewünschte Richtung. Da stellte sich ein riesiges Hindernis in den Weg. Ein Eisengitter, feinmaschig, welches einen Bach abdeckte. Krümel war nicht bereit rüber zu gehen. Absteigen, Keks drüberführen, anbinden. Nun der Versuch mit Krümel. Erster Versuch zögerlich, beinahe springend. Dann nochmals zurück. Dreimalig wiederholt und Krümel fasste Vertrauen in dieses komische Gebilde. Aufsteigen war wiederum ein Thema für sich. Dabei sollte doch Krümel bereits wissen, dass ich einige Tricks auf Lager habe. Danach lief alles wie am Schnürchen. Die Ansagen von Komoot waren klar und nachvollziehbar und richtig.

Der Ritt führte vorwiegend durch Wälder und offene Getreidefelder. Einige Abschnitte haben wir im Trab gemeistert. Insgesamt ca. 5km, der Rest war Schritt. Zur Halbzeit der Strecke habe ich die Beiden mit frischem Wasser versorgt, was denen einen Energieschub verpasst hat. Sie liefen als wenn wir gerade gestartet wären. Im Wald gab es nur ein besonderes Vorkommen. Komoot führte uns bergab in einem Hohlweg, welcher stark überwuchert war. Dort war ich wiederum über meinen Hut mit integriertem Kopfschutz froh. Keine Blessuren durch Sträucher und Äste. Der Hut mit dem Harnisch funktioniert bestens. Auf den Weg nach Ehrenreich habe ich Weiden mit Kühen in weiter Ferne und etwas näher eine Herde Wasserbüffel passiert. Zirka 16:30 habe ich Ehrenstein erreicht. Ein schöner Reiterhof mit netten Leuten. Nancy Schuster und Heiko Eccarius sind liebe Gastgeber. Nancy hat mir Schinkenbrote mit Spiegelei gekocht. Einfach himmlisch nach so einen langen Ritt. Ein schöner Pferdehof, mit viel Liebe ins Licht gesetzt. Beide haben vor einigen Monaten den Hof übernommen und vieles wieder hergerichtet. Jetzt hoffe ich für die Beiden, dass viele der ehemaligen Einsteller und Neu kommen. Ein erhaltenswerte Gehöft mit Menschen für die der Reithof eine Berufung ist. Vielleicht wird das ein häufig angesteuerter Wanderreithof.

Pferdehof: aktuell leider keine Internetadresse verfügbar, da erst kürzlich übernommen.
Adresse: 99326 Stadtilm Ehrenstein 34

 

Gruß

Kurt

Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/68082192?code=ttpg20-mefBD83LI96kxEcidDNJTDWqcj1fUhrHwGTvJQ0EwnI

Von Apolda über Döbritsch nach Hetchburg in Thüringen (ca.33,5 km) 22.05.2019

8 Uhr 30 Start am Hotel Weimarer Berg mit Gepäck zum Stall in der Aue Apolda. Die Hotties sind ein wenig aufgeregt und erfreuten sich der mitgebrachten Karotten und Äpfel. Wie jeden Tag, zusammenpacken, Pferde vorbereiten, aufsatteln beladen. Nichts neues. Jetzt, es ist mittlerweile 11Uhr, geht es durch die Stadt in den Außenbereich von Apolda. Nach ca. 1,7 km Fußmarsch mit den Pferden im Schlepptau waren wir in einer schön angelegten Parkanlage, welche für uns das Tor in Richtung Süden ist, wo wir reiten wollten. Dieses Mal habe ich mich der Komoot Navigation bedient, um zu sehen wie gut diese funktioniert. Im Park hat sich ein Rentner darüber mokiert, dass die Pferde Spuren hinterlassen. Wenn es weiter nichts ist! So gegen Ende der Parkanlage aufsitzen, Keks in Schlepptau nehmen und ab geht die Post. Der Tag zeigte sich grau in grau und es war empfindlich kalt auf Krümel. Handschuhe im Seesack versteckt, zweite Jacke hinten am Sattel. Komoot gibt dezent den Ton an. Die Richtungsanweisungen sind genau und führen zu mehr als 90% über Neben-, Wander-, Waldwege. Es sind auf 33,5 km nur zwei Straßen mit ca. 500 Meter länge und eine Autobahnunterführung zu meistern. Der Ritt führte über Flurstraßen für ca. 17 km bis Döbritscher, danach ging es für weitere 16,5 km über Waldwege nach Hetchburg. Auf der Strecke habe ich Rehe, Käuzchen, Bussarde und Vögel, welche ich leider nicht bestimmen kann, gesehen. Kurz vor Döbritsch musste ich vom Pferd. Krümel war nicht bereit die schmale Holzbrücke zu überqueren. Deshalb zuerst Keks rüberführen, dann ließ sich auch Krümel dazu herab.

Auf der gesamten Strecke bin ich kaum Menschen begegnet. Doch, in Döbritscher ließ ich die Pferde grasen und versorgte sie mit Wasser. Da waren drei neugierige Damen mit Kindern, die wissen wollten, was ich mache wohin es geht. Auf den restlichen Kilometern begegnete ich einen Herrn mit Hund, was mir sagte, dass ein Ort in der nähe ist. Durch den Wald, kurz vor Hetchburg war der Weg sehr schmal, sodass ich befürchtete, dass Keks mit Beladung nicht bei dem Gestrüpp vorbeikommt. Deshalb habe ich beide angebunden, mit der mitgeführten Hacke den Weg verbreitert. Die Pferde habe ich dann einzeln an der Engstelle vorbeigeführt. Kurz vor Hetchburg hat mich Komoot zu einer steilen Treppe geleitet.

Dumm gelaufen, Komoot ist nicht für Reiter ausgelegt. Was tun? Kurzer rundumblick, dann über eine Wiese zur Straße, dort 50 Meter in der dreißiger Zone und über eine Brücke. Beinahe geschafft. Jetzt war der Reiterhof in greifbarer Nähe. Am Reiterhof angekommen habe ich wie immer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zuerst nach Einstellmöglichkeiten gefragt, dann die Pferde versorgt. Die Beiden durften in den Round-Pen und haben sich gleich mehrmalig gewälzt. Oh, wie schön. Zwischenzeitlich habe ich die große Box mit Stroh eingestreut und Heu für die Nacht in großer Menge beigebracht. Nach getaner Arbeit habe ich die junge Familie mit deren drei Kindern kennen gelernt. Diese Nacht verbrachte ich in einer Ferienwohnung am Hengstbachhof, sauber und einfach. Für einen müden Reiter mehr als ausreichend.

Hengstbachhof 99438 Hetschberg, in den Vierteln 50

Mail: info@hengstbachhof.de

VG

Kurt

Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/67807137?code=614×96-I8xDkZu9KcuX2dF6QsshPtVcPWo469GFGXyl10lQUYI

https://www.komoot.de/invite-tour/67954608?code=xhlyn2-c5uDGJe9yhdjsn6bgrVedLuECcGodRgPUzp4YX0_T-c

Regen Ruhetage in Apolda 21.05.2019

Von 20.05.2019 habe ich eine tolle Nacht im Hotel Weimarer Berg verbracht. Ich habe geschlafen wie ein Murmeltier. Meine Kleidung wurde langsam trocken. Meine Stiefel trocknet ich heute mit dem Haar-Föhn, denn die Heizung im Hotel war ausgeschaltet.

Volle 15 Minuten pro Stiefel waren nötig, um die Feuchtigkeit aus den Stiefeln zu bekommen. 8 Uhr gibt es Frühstück, besuch im Stall, dann Apolda ansehen und wiederum zu den Pferden. 15 Uhr habe ich den Tag beendet und bin zurück im Hotel. Jetzt hatte ich Zeit den Blog zu aktualisieren. Übrigens, 16 Uhr schüttete es wie aus Kübeln, so wie vorhergesagt. Die Pause war eine kluge Entscheidung. Wohin geht es morgen? Laut Komoot geht es nach Döbritscher. Distanz 17 km. Na, dann glaube ich einmal der Vorhersage.

LG Kurt

 

 

Auf nach Apolda 20.05.2019 (17km, stimmt das?)

Es war 5 Uhr morgens, als ich aus der Hängematte kroch. Erste Aufgabe, nach den Pferden sehen und Zusatzfutter verteilen. Der Weg führt heute zurück nach Spielberg, dieses Dorf liegt auf der Strecke Punschrau nach Zäckwar, danach den General von Blücher Weg nach Hassenhausen, dann Rehehausen ins Lanitztal. In Auerstedt nehme ich den König Friedrich Willhelm Weg Richtung Apolda. So lautet die Planung.

Dorfleben.

So gegen 9 Uhr hatte ich die Pferde vorbereitet. Keks war besonders nervös, scharrte andauern mit den Vorderhufen, trampelte wie ein Stepptänzer. Erst nachdem er mit allem Beladen war wurde er ruhiger. Raus aus dem Stall auf Spielberg auf einer Landwirtschaftlichen Straße ca.1km. Von dort über weitere Feldwege nach Rehenhausen, alles Problemlos, ca. 4 km und weitere 2,5 km nach Großhering. Vor Großhering begannen daas Verwirrspiel mit den Beschilderungen. Vor Großhering hätte ein Weg bereits ins Lannistal geführt. Beschilderung Fehlanzeige. Also glaube ich den Weg nach Grosshering zu folgen. Auch diese Wegbeschreibung war irreführend, denn an den wichtigen Kreuzungen gab es keine Richtungsangabe, daher 2 km Extrarunde reiten.

Nach zusätzlichen Reiteinlagen, nochmaliges Aufsteigen auf Krümel habe ich den Weg nach Grosshering gefunden. Super, jedoch ist der Weg reitend nicht passierbar. Ein Baum hat den Weg versperrt. Absteigen und die Pferde führen. Die nächsten 2 km ging es mit beiden an den Führleinen ins Dorf. Dort die nächste Überraschung. Der Weg ins Lannistal und nach Auerstedt war ebenfalls sehr schlecht beschildert. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Wegweiser sehr klein sind, Kartenlesen am Pferd kaum möglich ist.

Felder, soweit das Auge reicht.

In Sonnendorf startet der Weg ins Lannistal. Schöne Wegstrecke durch die Natur, aber auch hier missverständliche Wegweiser. Habe deshalb in und um Sonnendorf einige Kilometer zusätzlich geritten. Am Ende vom Tal die Frage, wohin jetzt. Dasselbe in Grün. Keine klare Beschilderung. Nachdem ich einen Läufer angehalten und befragt habe, wusste ich wohin. Sonnendorf über Lannistal nach Auerstedt sind ca. 5 km zu reiten. Endlich in Auerstedt am Bahnübergang. Krümel war nicht davon zu überzeugen die Geleise mit mir am Rücken zu überqueren. Also runter vom Pferd und zu fuß weiter. Im Ort stand ein Schild nach Apolda sind es 16 km. Na dann, auf die nächsten Kilometer. Nach Auerstedt ging es bergauf zum König Friedrich Willhelm Weg, dort angekommen und scharf rechts und alles ist gut. Von wegen. Nach ca. 8 km querte ich die Bundestrasse 87. Der Weg führte geradeaus weiter. Es war schon vorauszusehen, ein Gewitter zieht auf. Da passiert es. Es blitzt und donnert und Keks erschrickt sich und donnert im vollen Galopp in ein Feld. Krümel hinterher.

Reithut mit integrierten Kopfschutz mit zum Patent angemeldeten Hutharnisch.

Dabei verliere ich meinen Reithut, welchen ich blöderweise nicht geschlossen hatte, sodass dieser mir vom Kopf geweht wurde. So habe ich zuerst aus dem Sattel den Keks eingefangen, problemlos, dann zurück zum Hut. Leider musste ich absteigen, um den Hut zu bergen. Zwischenzeitlich hat das Gewitter an Stärke zugenommen und Starkregen prasselte auf uns nieder. An aufsteigen war nicht zu denken. So musste ich weitere 8 km in starken Regen mit den Pferden im Schlepptau zu Fuß zurücklegen. In Nauendorf traf ich auf hilfsbereite Menschen mit Pferdeerfahrung. Meine Hotties hatten mächtig Durst und sie bekamen frisches Wasser. Von Neuendorf waren es nur noch 2 km Hauptstraße. Kein Feldweg. Da habe ich eine Fehlentscheidung getroffen, welche uns ca. zusätzliche 2 Kilometer Fußmarsch einbrockte. Was solls? Mannlernt dazu. Vom Hotel am Weimarer Berg rufe ich den Reitstall an.

Das ist ein schön gepflegter Stall.

Im Reitstall gibt es zwei Plätze für mich zu sehr moderaten Kosten. Vom Hotel daher bergab zum Reitstall Reitverein Grüne Aue Apolda, das waren noch einmal 1,55 Kilometer. Insgesamt habe ich 33 Kilometer zurückgelegt. Wegen der schlechten Wetteraussichten habe ich mich entschlossen zwei Tage in Apolda zu verbringen. Die Menschen im Reitstall hatten bereits alles für die Hotties hergerichtet und Anna brachte mich noch zum Hotel. Zum Essen musste ich zum Mac um einen Burger als gemeinsames Frühstück, Mittagessen und Abendessen zu mir zu nehmen. Frühstück gibt es morgen im Hotel Weimarer Berg.

Adresse Reitstall Apolda: Reitverein grüne Aue, Auenstrasse 26a, 99510 Aploda, Thüringen.

LG Kurt

Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/67806436?code=eztoow-Gn9YES6q9Xmvs3446WgEBFaaW2M_ba4RmnyUtRTxIoo

Auf nach Zäckwar 19.05.2019 (nur 15km stimmt das?)

Sonntag hat mir meine liebe Partnerin noch einiges gebracht. Das waren Ersatzzügel, Obst und viele detaillierte Landkarten, damit ich den richtigen gefahrlosen Weg in Thüringen finde. Außerdem hat sie mich bei der Routenwahl bestens unterstützt und beraten.

Krümel als Reittier.

Es startet wie immer mit dem täglichen Prozedere. Dafür sorgen, dass die Hotties nochmals gutes Futter bekommen, dann 20 Minuten grasen und deren Spezialfutter verabreichen. Danach Pferde putzen, Hufe auskratzen, satteln und bepacken. Die Last von Keks wird schon ein wenig geringer, da das Spezialfutter täglich verfüttert wird und deshalb das Gewicht um den ein oder andere Kilogramm leichter wird.

Auf den Weg nach Zäckwar.

Zirka 12 Uhr bin ich los. Von Groß-Jena nach Klein-Jena zu Fuß mit Keks und Krümel im Schlepptau für 1,5 km. In Klein-Jena wollte ich bei der Bahnstation auf Krümel aufsteigen. Der Schlingel drehte sich ständig weg, sodass ich den Fuß nicht in den Steigbügel bekommen habe. Na dann, weiter zu Fuß für ca. 1,5 km. Wie steige ich jetzt auf? Habe zuerst Keks an den Brustgurt von Krümel angeleint. Keks konnte Gras fressen. Um aufzusteigen habe ich die Führleine von Krümel über einen hohen querliegenden Ast geworfen, die Leine kurzgehalten damit er nicht weit ausweichen kann. Fuß in den Steigbügel und oben war ich. Nun die beschriebene Route einschlagen. Wegweiser im Detail Fehlanzeige. Nach einigen Metern auf Krümel mit Keks im Schlepptau stehe ich vor einer Weide. Aber da sollte doch der Weg sein. Nochmal zurück und jemanden fragen. Ja, ja, das ist schon richtig, war die Antwort. Sie müssen bei meiner Weide, links den gemähten Streifen in den Wald nehmen. Aha, wie sollte man einen Weg finden, der nicht ausgeschildert ist. Nochmals zurück und durch den Wald auf nach Gross Wildsdorf. Dort gab es eine Überraschung, ich wurde erwartet und zum Pick-Nick eingeladen.

Landwirtschaftlicher Weg ohne Straßenverkehr.

Tolle Idee. Anschließend habe ich einen wunderschönen Reitweg nach Punschrau geritten. 10km mit zwei Querungen von Nebenstraßen. So stelle ich mir gefahrloses Wanderreiten vor. Ab Punschau gab es leider nur Asphalt für 3km auf einer Landstraße. Ein einziges Auto kam von hinten. 17 Uhr habe ich den Stall in Zäckwar Dorfstrasse 7 erreicht. Thomas der Stallbesitzer war äußerst hilfreich und ich nahm eine große Box, wo beide zusammenbleiben konnten. Futter in Hülle und Fülle. Thomas hat mir zum Abendessen eine super gebratene Gänsekeule verabreicht. Danach sind wir durch den Stall zu meinen Pferden. Thomas ist von diesen Prachtkerlen hellauf begeistert. Er hätte auch gerne solche Tiere, Pferde und nicht die Dicken, die bei ihm eingestellt sind.

Am Hof angekommen.
Reitstall bei Thomas.
Mein Nachtlager.
Keks und Krümel standen in einer Box.

21 Uhr habe ich mich zum Schlafen gelegt. Mein Schlafplatz war in einer leeren Pferdebox in der Hängematte. Es war kalt. Damit es schön ist, muss ich noch üben, was ich alles zusätzlich anziehen muss.

 

 

Reitstall Thomas, Ort Zäckwar, Dorfstrasse 7

Hinweis: ein Dorf ohne Geschäfte und Gaststätten, mit extrem schlechten Mobilphone Empfang.

Morgen geht es nach Apolda.

Liebe Grüße

Kurt

Gross-Jena Ruhe Tag 18.05.2019

Landhotel. War schön!
Spezialfutter für Krümel

Von Freitag auf Samstag und Sonntag habe ich den Luxus de Landhotels Grobers genossen.

Auf der eigens frei gemachten Koppel.

Die Pferde waren großartig untergebracht, die Gegend einladend. Klar habe ich mich um die Hotties gekümmert, damit diese nicht vom Fleisch fallen. Ich habe die Beiden für ca. 20 Minuten grasen lassen, dann für genügend ungestörten Auslauf gesorgt sowie deren Lieblingskraftfutter für den Abend vorbereitet. Rundum waren die Menschen am Hof sehr hilfsbereit und die Tiere hatten eine, so glaube ich, erholsame Zeit. Ich machte Spaziergänge, erkundete den kleinen Ort, genoss die Landschaft an der Unstrut.

Gegend an der Unstrut.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war im Hotel eine MEGA Party, diese dauerte bis 4 Uhr morgens. Gott sei dank habe ich einen tollen Schlaf, sodass mich die lauten Basstöne der Musikanlage nicht aus den Federn geworfen hat. Das Wumm, Wumm hatte so etwas wie einschläfernde Wirkung auf mich.

Krümel mit chinesischer Breitbauchziege. 🙂

 

 

Morgen geht es weiter nach Zäckwar.

LG Kurt

Mücheln nach Gross-Jena 24km am 17.05.2019

Morgens um acht Uhr stand Karsten vor der Tür, der Besitzer der tollen Ferienwohnung, wo ich übernachtet habe. Karsten und ich fanden viele Gemeinsamkeiten und Themen, und schwatzten und schwatzten bis es 11 Uhr war. Beim Schwatzen haben wir heiße Limonade getrunken, welche ich im Gepäck habe.

Ferienwohnung

11 Uhr, jetzt muss ich die Beine in die Hand nehmen. Ich wollte doch so um etwa 10 Uhr los. Der Stall liegt um die Ecke. Den Krümel und Keks aus der Box raus und in der Boxengasse angeleint. Die üblichen Arbeitsschritte, Huf säubern und Kunststoff-Beschlag prüfen, striegeln, Schwanzhaar vom Stroh befreien.

Da ich bereits zum dritten Mal aufsattel mit dem Gepäck, war das rasch erledigt. Beide Pferde waren innerhalb einer Stunde für den Aufbruch bereit. Zuerst Krümel in den Hof geführt, danach Keks und beiden noch deren Lieblingsfutter, welches ich vorbereit habe, unter die Nase gehalten. Schlapper, schlapper und weg war es. Ich weiß nicht was da drinnen ist, dass die Beiden so gierig sind auf dieses Futter.

Jetzt wird es Zeit vom Hof zu reiten. Der Krümel hat sich ein wenig geziert beim Aufsteigen, naja, ich kenne das. Nun Richtung Hofausgang auf die Schloßstraße nach Mücheln. Beim Hofausgang erklärte mir Krümel, da geh ich nicht. OK. Nach ca. 10 Minuten habe ich Krümel überzeugt, dass wir den Hof verlassen und auf die Schloßstraße einbiegen. An der Brücke über die Mücheln wiederum das Theater. Nach der Brücke stand ich mit beiden Pferden auf der Hauptstraße. Leider kennen die Navigations-Systeme wie Google-Maps oder Komood keine Reitwege. Wanderwege führen des öfteren einige hundert Meter neben Hauptstraße, was für Pferde ungeeignet ist.
Was nun? Ein wenig links, dann zurück und siehe da ein Wanderweg den Hügel hinauf. Beschilderung Fehlanzeige.
Hinaufgeritten den Hügel auf den schönen Wanderweg stellt sich wiederum die Frage links weg oder rechts. Links weg, was sich als ein Kilometer Fehlanzeige herausstellte. Daher zurück, durch die Schrebergärten rechts in eine Wald, welcher mich glücklicherweise auf einen Feldweg in Richtung Gross-Jena brachte. Endlose Weiten, Felder soweit das Auge reicht und zwischendurch sehe ich einige Kornweihen (Raubvogel), Rehe aber keinen einzigen Hasen.

Große Weite.

Nach einigen Straßen Querungen habe ich einen beschilderten Waldweg erreicht. Dieser führte für ca 4km in Richtung Freyburg Unstrud. Es ging weiter über einige unbestellte Felder. Über der Anhöhe vor Freyburg konnte ich einen Bauern befragen wie den der beste Weg nach Gross-Jena ist. Er gab mir viel Wissen mit, sodass ich ohne große gefährliche Straßen Überquerungen einen Feldweg erreichte. Dieser führte bergan. Leider ist mir auf halben Strecke Krümel auf einen Zügel gestiegen, sodass dieser gerissen ist. Wie unachtsam von mir. Damit ich ohne absteigen weiter reiten konnte, habe ich die Führleine, welche um Krümels Hals hing als zusätzliche Zügel verwendet. Führleine abmachen und mit dem Karabiner einhängen, fertig. Nun noch Keks seinen Führstrick wiederaufnehmen, dieser lag am Boden, und weiter bergan. Oben an einem Zaun angekommen wiederum die Frage, links oder rechts. Rechts war falsch. Daher umdrehen und links am Feldrand entlang mit Maulgerecht hochstehenden Korn. Keks wollte ständig fressen. Um das zu verhindern habe ich den Keks ganz kurz an der Führleine gehalten und Krümel zügig ausschreiten lassen, damit das kilometerlange Feld ohne fressen aufhörte. Am Ende gab es eine Überraschung. Huch, wie schön. Eine Brücke über eine vielbefahrene Straße. Klar, Krümel hat sich wieder einmal geziert, aber mit stetiger Überredungskunst hat er dann doch die Brücke in Angriff genommen. Jetzt sah ich ein Novum, eine Wegmarkierung und dieser folgte ich durch einen Wald. Im Wald an den möglichen Abzweigungen hat mich glücklicherweise mein Instinkt richtig geleitet. An einem Pferdehof vorbei ins Tal der Unsrud hinab in Richtung Gross-Jena. Unten angekommen konnte ich bereits den Reitstall sehen. Nur noch 3km, eine Straßen Überquerung es ist geschafft. Am Reitplatz wurde ich herzlich empfangen. Nun folgte das übliche Ritual. Absatteln, Pferde versorgen und zum Landhotel Grober´s Reiterhof gehen in welches ich mich eingebucht habe. Einfaches Hotel mit guter Küche und schönen Zimmern. Landhotel Grober´s Reiterhof Am Spielplatz 06618 Naumburg an der Saale
Hinweis:  landschaftlich eine reizvolle, wunderschöne Gegend.
Gruß Kurt

Auf nach Mücheln, 16.05.2019, ca. 20km

Es ist 5 Uhr morgens, ich schäle mich aus meinen Schlafsack, gehe runter in den Stall zu den Pferden. Schüssel mit Wasser habe ich dabei. Ich gebe Kraftfutter ins Wasser und lasse es Quellen. Draußen ist es kalt.6 Grad Celsius, und dass im Mai. Es ist grau in grau und es regnet. Ob es wohl aufhört. Dazu muss ich die Wetter-App fragen. In den frühen Morgenstunden habe ich den Verlauf des vorigen Tages aufgeschrieben.
Wie war der 16.05.2019? Losgegangen bin ich bei Regen. Dieser war nicht sehr stark jedoch unangenehm. Die Strecke ist nicht spektakulär. Sie führte weite Strecken über öffentlich befahrenen Straßen. Doch nun von vorne. Ich habe die zwei Hotties im Stall gestriegelt die Hufe gemacht aufgesattelt. Die Besitzer standen wir tatkräftig zur Seite. Vom Hof ging es die Hauptstraße entlang für ca 100 Meter, danach scharf rechts auf einen Feldweg. Nach 500 Meter zweigte die Straße bzw der Feldweg links ab. Die Hotties waren ungeduldig, die wollten laufen, laufen. So hatte ich Mühe sie im Zaum zu halten, sodass sie hinter mir nachlaufen oder gehen, nicht ständig überholen. Weiter auf einem Feldweg vorbei an Windkraft Rädern. Das ging erstaunlich gut. Im nächsten Ort Wünsch konnte ich leider Feldweg finden, wie in der Karte eingezeichnet. So führte der Weg weiter auf öffentlichen Straßen. Die Straße von Niederwünsch nach Mücheln war für den Verkehr gesperrt, welch ein Glück. Vor Stöbnitz versuchte ich einen Feldweg zu nehmen. Hat leider nicht geklappt. Außer durchnässte Stiefel, die Hose nass bis zu den Knien, ein Satz mit X. Daher zurück auf die Straße, dieser folgend nach Mücheln. In der Senke von Stöbnitz stehen linker Hand viele, viele Pferde. Hier hatte ich eine riesige Herausforderung. Meine zwei Wallache dürften etwas nicht vergessen haben. Die zwei waren aufgeregt wegen der Herde Stuten. Es war ein Gezerre und Gerangel um die Pferde am Seitenstreifen neben der Straße zu halten. Es ist geschafft, wir sind vorbei. Oben rechts sehe ich eine Tankstelle mit Wiese davor und Bäumen. Es wurde Zeit für mich etwas zu trinken und eine Kleinigkeit essen. Daher die Pferde hoch anbinden und auf zum zweiten Frühstück. Jetzt war es beinahe geschafft. Die beiden waren ungeduldig. Derher losmachen und auf nach Mücheln, nur noch drei bis vier Kilometer. Es gab noch eine Hürde auf der Strecke. Die Hürde war die Brücke über die Bahnstrecke. Danach war es einfach. Nach der Brücke scharf links und den Feldweg 3 km noch folgen zum Ziel. Im Stall angekommen hat man mir zwei Boxen zur Verfügung gestellt. Absatteln, füttern und mich persönlich aussortieren. Auch für mich war eine Box frei. Dort konnte ich ein Seil spannen um die Sättel die Decken und meine Kleidung aufzuhängen damit diese trocknen können. Nun stand im Raum ob ich im Stall in der Hängematte schlafe oder das Angebot annehme um alleine in einer wunderschönen Ferienwohnung zu wohnen. Habe mich für die Wohnung entschieden. Nach dieser langen Regen Wanderung habe ich mich tierisch auf einr heiße Dusche gefreut. Die Ferienwohnung in Mücheln e-Mail-Adresse: Karsten@ kreativmühle.de. Schaut vorbei. Der Reiterhof heißt, Mücheln Reitverein St.Ulrich e.V. , Schloßstraße 4, Mücheln (Geiseltal), ST 06249, Deutschland.
LG Kurt

Keks und Krümel gehen mit mir auf die Reise. (14.05.2019)

Heute geht es von Lettin nach Reit- und Ausbildungsstall Meinhardt, Niederwünscher Straße 4B, Bad Lauchstädt, ST 06246, Deutschland. Die Entfernung beträgt ca. 24 km und es gibt ein Hindernis, welches zu meistern ist. Den Weg zu finden, welcher unter der Autobahn hindurchführt. Zehn Uhr geht es los.

Um acht bin ich zum Stall und habe beide Pferde geputzt und gestriegelt. Es sieht so aus, als ob Beide wüssten, dass es nun eine besondere Reise gibt.  Die Route führt vom Stall in Richtung Heide, dann durch die Heide nach Bennstedt, nach Teutschenthal zum Stall in Schafstädt. Schafstädt gehört zu Bad Lauchstädt. 

Ein Packversuch. Ob das hält?
Ruhe vor dem Start.

 

 

 

 

 

 

Elf Uhr waren beide fertig zum Ritt. Raus aus dem Gehöft Richtung Heide. Da kommt im vollem HURRA ein Müllauto entgegen und die Pferde springen mit mir ins Gebüsch. Nichts passiert oder doch. Nach einigen Metern spielt Keks, dieser ist das Packpferd, verrückt, denn die Ladung ist verrutscht. Der oben auf liegende Rucksack ist nicht stabil genug befestigt. Also zurück zum Stall. Da ich in die Seesäcke noch das Trockenfutter gepackt habe, waren die Seesäcke sehr schwer mit ca. 18 kg pro Sack. Diese hingen zwar stabil die Seite herunter jedoch der 12 kg schwere Rucksack lag obenauf am Sattel und musste anders befestigt werden. Habe den Rucksack neu vertäut und starte den zweiten Versuch. Hinten hinaus bei der Anlage. Wumms, nach 10 Metern ist der Rucksack verrutscht und Keks spielt wieder verrückt. Die Konsequenz daraus, ich muss für Heute abbrechen. Was nun? Ich entschied mich auf verschieben auf den nächsten Tag. Jedoch muss ein besseres Packkonzept her. Nicht das Gewicht ist das Problem, nein, die Lage vom Rucksack auf dem Sattel. Nach reiflicher Überlegung und Diskussion mit meiner Vertrauten haben wir eine Idee zur Lösung gefunden. Mit diesem Wissen bin ich wieder zum Stall, habe umgepackt und siehe da, die Idee lässt sich umsetzen. Nun liegt das gesamte Gewicht seitlich am Pferd. Wie das funktioniert im Detail sehe ich am 15.05.2019. Neuer Versuch. Die Route bleibt gleich.

Hätte nicht geglaubt 30 Minuten später wieder zurück zu kommen.

VG

Kurt

Es wird ernst! Die letzten Reisevorbereitungen werden getroffen. (9.05.2019 bis 11.05.2019)

Hallo liebe Freunde. Probepacken ist angesagt. Zuerst alles Material zusammentragen, die 70 Liter Seesäcke aus der Originalverpackung hervorholen und aus dem Keller noch den 70 Liter Rucksack sowie Wassersack für die Tiere hervorkramen. Die Seesäcke hat meine Liebste für mich abgewandelt. In den Trageriemen hat sie Schlaufen eingenäht, diese sind für die Befestigung wichtig. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur eine Idee wie man das Gepäck befestigt.

Nun ging es zur Frage, was nehme ich mit?

Was und in welch einem Seesack bzw. wo im Rucksack ist was verstaut. Mein Sohn Amadeus hatte einen großartigen Vorschlag, Material auflegen fotografieren, dann weiß ich was wo drinnen steckt. Super Idee und Teilweise umgesetzt. Was habe ich dabei?

  • Beschlagwerkzeug
  • Reserve Kunststoff beschichtete Hufeisen
  • Chaps und meine Lederreithose
  • Beil
  • 400 Meter Seil
  • 200 Meter Elektrozaun Kabel
  • Ein Elektrozaungerät batteriebetrieben
  • Medizinische Notversorgung für die Pferde, Kompressen, Sterile Binden, Wundsalbe etc.
  • 15 kg Kraftfutter
  • Solarpanel und Powerpack
  • Etc.

Ich habe noch einiges Mehr eingepackt. Wem es interessiert, der kann mich per Mail anfragen, was alles noch im Gepäck ist. Das Wenigste ist der Anteil meine Kleidung. Drei Hemden, viermal Unterwäsche, zwei Jeans, Pullover, Windjacke und Regenmantel. Was nicht fehlen darf ist mein spezieller Wanderreithut, welcher der Fahrradhelm-Norm entspricht.

Wanderreithut mit integriertem Kopfschutz.

Donnerstag, Freitag habe ich zusammengepackt, geht alle hinein, wie ist es vernünftig. Man kennt das. Wieviel Gewicht wird zusammenkommen. Wie gesagt, ich habe Donnerstag, Freitag, Samstag geübt, gepackt und umgepackt. Aber geht das aufs Pferd, hält das? Das muss ich noch ausprobieren, aber nicht jetzt. Neben diesen Vorbereitungen habe ich täglich mit den Pferden am Reitplatz geübt. Was? Aufsteigen.

Samstag habe ich bei strömenden Regen mit den Leuten im Reitstall noch abschied gefeiert. Ich habe gehört, dass Wetten laufen wie weit ich komme. Bis bald.

VG Kurt

Gegrillt und gefeiert!

 

 

 

Kunststoffbeschlag für Keks und Krümel am 4.05.2019

Hallo zusammen, am 4.05.2019 war ein spannender Tag für mich und meinen Pferden. Der Tag begann für mich 6 Uhr morgens am Stall, wo ich zuerst 5 Pferde auf die Koppel brachte. Es regnete die ganze Nacht, die Koppel war aufgeweicht und so standen meine Pferde bis zum Hufschmied Termin in weichem Boden. Das ist für den Hufschmied wichtig, da sich aufgeweichte Hufe leichter bearbeiten lassen. Glück gehabt.

Die Pferde standen nun auf der Koppel und es regnete noch immer. Bis zum Eintreffen von Alex habe ich 5 Ställe komplett ausräumen, denn die Einsteller mussten am 4.05.2019 die Boxen reinigen, denn einige Tage zuvor haben wir den Pferden Entwurmungsmittel ins Maul gespritzt. Witzig, Keks hat sich dagegen gewehrt, Krümel hat es ohne Regung über sich ergehen lassen. Für mich unbekannt ob das Wurmmittel einen besonderen Geschmack hatte. Jedenfalls hat Krümel nichts dazu gemeint.

Da ich Einsteller mit zwei Boxen bin hatte ich nach dem Ausräumen vom Stroh viel zu tun. Boden komplett ankratzen, Stäbe säubern, Fressschüssel reinigen nimmt Zeit in Anspruch.

Alex war pünktlich auf die Minute. 10 Uhr 30 rollte er in den Hof und es regnete noch immer. Da Keks und Krümel, speziell Krümel unter dem Flugdach immer Theater macht, wollten wir in der Stallung am Stellplatz arbeiten. Doch, wie wir so diskutieren hört es auf zu Regnen und wir stellen Beide Seite an Seite lose angeleint an den Sattelplatz, den Platz, welchen sie gewohnt sind.

Kunststoff-Beschlag
Sofort angefreundet mit meinen Tieren.
Alex entspannt mit Krümel.
Es ist vollbracht. Alle beide sind fertig beschlagen.

Alex hat sich umgehend mit Krümel anfreundet hat. Daher nicht wie alle am Hof geunkt hatten, Keks und Krümel sind schwierig, nein beide waren lammfromm. Könnte auch sein, dass das Schwarzbier, welches ich den Beiden zum Frühstück verabreichte einen Beitrag leistete.

Was ist da in der Leckschale?

Ungeachtet der Unkenrufe hat es bestens geklappt, die Vorbereitung lief reibungslos und bei beiden waren die Hufe für´s Beschlagen vorbereitet. Nun kam der spannende Teil. Da ich vor einigen Monaten einen Leckstein mit Lakritze gekauft hatte und beide Lakritze mögen, haben wir sie beim Beschlagen lecken lassen. Das taten sie mit einer solchen Begeisterung, dass sie vergessen haben was an den Hufen passiert. Nach drei Stunden war alles erledigt. Die Beiden laufen gut und schön auf den neuen „Eisen“, welche in Wahrheit aus Kunststoff sind.

Wenn ihr mit Alex arbeiten wollt, er lebt im Postleitzahlgebiet 06193, dann schreibt Alex ein Mail auf Info@alexander-decker.de

VG

Kurt

Der Termin rückt näher. Zur noch zwei Tage zum Abreisetermin. (12.05.2019 bis 13.05.2019)

Am Sonntag haben wir noch einmal die ersten Etappen besprochen. Die genaue Route zum ersten Ziel festgelegt. Dann sind wir mit dem Auto die Schlüsselstellen abgefahren und haben zusätzlich die zweite Etappe angeschaut. Montags bin ich wiederum in den Stall, habe beim Ausmisten geholfen, danach bin ich zum Frisör, habe noch eine Mundharmonika und Blockflöte gekauft damit ich Keks und Krümel was vor musizieren kann. Ob die es mögen wird sich weisen.

Zurück aus der Stadt habe ich nachmittags gesattelt und bin mit den Beiden auf den Reitplatz. Aufsteigen ist angesagt. Erstaunlich, die Beiden haben mich problemlos in den Sattel gelassen.

Probebeladung. Ob das gut ist?

Das Probepacken ist erledigt, die Gepäckstücke müssen nun aufs Pferd. Dazu habe ich Keks gesattelt und bin mit ihm zu meiner 300Meter entfernten Wohnung gegangen, nicht geritten. Dort habe ich die von mir angestellte Packüberlegung ausprobiert. Siehe da, es funktioniert.

Mein Freund Michael!

Um aber zu sehen, was passiert, wenn Keks schneller läuft bin ich auf den Reitplatz und habe Keks longiert. Da musste ich lernen, dass der Sattel ganz sicher sitzen muss und das Gepäck gut verschnürt ist, ansonsten rutscht es ggf mit dem Sattel auf einer Seite herunter. Das ist mir beim Longieren passiert. Der Sattelgurt war nicht fest genug angezogen.

Wieviel Gewicht trägt das Begleitpferd? Ca. 35 kg. Ich habe alle Teile gewogen, die Seesäcke wiegen 11 kg pro Seesack, der Rucksack wiegt 13 kg.

Wie wird das Ganze befestigt? Die Seesäcke hängen seitlich und der Rucksack liegt oben quer.

Boxengasse. Ausmisten ist angesagt.
Es ist sonnig, aber kalt.

Viele Grüße

Kurt

Keks und Krümel beim Zahnarzt (26.04.2019 bis 3.05.2019)

Keks, ziemlich betatscht!

Am 26.04.2019 waren Keks und Krümel beim Zahnarzt.

Ob die Beiden genauso viel Angst davor hatten wie ich, wenn ich zum Zahnarzt muss. Krümel und Keks sind beinahe zeitgleich zur Zahnbehandlung aufgerufen worden. Zuerst Krümel, der wollte nicht in den fremden ihm nicht bekannten Stall, schließlich war er noch nie dort drinnen. Anders Keks, dieser folgt mir unbekümmert in die Box.

Was für ein Job?

Der Zahnarzt Martin hat Krümel untersucht und festgestellt, dass dieser einseitig kaut und leichte Magenprobleme hat, deshalb muss Krümel jetzt Medizin einnehmen. Keks hat keinerlei Beschwerden, jedoch auch bei ihm war die Zahnbehandlung notwendig. Zuerst wurde Krümel sediert, daher ruhiggestellt, in der Box nebenan musste Keks sich sedieren lassen. Alles in Allem hat das gut funktioniert. Die Zahnbehandlung habe ich zum ersten Mal gesehen und war erstaunt mit welch einem Gerät der Zahnarzt zu werke geht. Leider habe ich von den Werkzeugen keine Fotos gemacht. Um die Pferde aus der Betäubung herauszuholen war ein mächtiger Spaziergang angesagt wobei die Beiden in der ersten Stunde mit einer leichten Decke marschierten. Ein großes Danke gebührt meinen Kolleginnen am Hof, welche mir mit den Decken ausgeholfen haben und einige Runden mit den beiden gegangen sind.

15 bis 20 Minuten Gras zum Angewöhnen für die Tour.

Mein Smart-Phone zeigte mir nach den Runden am Reitplatz, dass ca. 8 km zurückgelegt habe. Die Runden sind notwendig bis die Pferde den Kaureflex wieder aktiviert haben. Der Kaureflex zeigt an, dass sie wieder fit sind. Es dauert zweieinhalb Stunden bis ich die Hotties, zwar noch immer leicht betatscht, wieder auf die Koppel stellen konnte. Danach kam noch die Herausforderung wie ich Krümel pulvrige Medizin verabreiche. Meine Partnerin „Geistesblitz“ hatte die Lösung. Apfel und Karotte reiben Medizin unterjubeln und Krümel aus der Schale fressen lassen. Damit es gerecht zugeht hat Keks die gleiche Ration erhalten, aber nicht gerieben. Zu guter Letzt habe ich nach den Amtstierarzt gefragt und welche zusätzlichen Impfungen die Pferde benötigen. Es stellte ich heraus mit der Tetanus Impfung sind alle Anforderungen erfüllt. Die Wurmkur war zuletzt im November 2018. Der 26.04.2019 war ein spannender Tag, denn ich konnte mit Alex dem Hufschmied noch vereinbaren, dass die Pferde am 4.05.2019 mit Kunststoff-Hufen beschlagen werden. Hier noch ein Tip von Martin, sollten deine Pferde schlapp machen, dann gib ihnen etwas Honig, der wirkt Wunder. Er muss es ja wissen, war lange zeit der Tierarzt für die Deutsche Nationalmannschaft der Distanzreiter.

Adresse Zahnarzt:

ProSAANI GmbH
Münchehofer Straße 30
15366 Hoppegarten OT Münchehofe

Telefon 03342/4235620
Email: info@prosaani.de
Fax 03342/4235621

Es war ein spannen der Tag. Bis zum nächsten Mal.

VG

Kurt